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25 Rennen? Stars machen sich in FIA-PK darüber lustig...

Formel-1-Stars als Scherzkekse: Bei der Diskussion um bis zu 25 Rennen pro Formel-1-Saison geht's zwischen Fernando Alonso & Co. recht heiter zu

(Motorsport-Total.com) - Die Donnerstags-Pressekonferenz in Melbourne (Formel 1 2017 live im Ticker) bot nicht allzu viel wirklich spannenden Inhalt, aber die Formel-1-Stars ließen sich von dem immer gleichen Prozedere (trotz eines marginal veränderten Formats) nicht die gute Laune verderben. Speziell beim Thema Rennkalender sorgten Daniel Ricciardo, Sebastian Vettel, Lewis Hamilton und Fernando Alonso für Erheiterung.

Daniel Ricciardo, Sebastian Vettel

Gute Laune in der FIA-PK: Ex-Kollegen Daniel Ricciardo und Sebastian Vettel Zoom

Ricciardo entgegnet nämlich auf die Frage nach einer Aufstockung auf bis zu 25 Rennen, dass dies von "der Struktur" der Rennwochenende abhänge. Schließlich umfasst etwa der NASCAR-Kalender sogar 38 Stationen, aber: "Die reisen auch viel weniger, weil fast alle Rennen in den USA stattfinden." Und: "Ich fahre ja gern Rennen. Wenn wir 25 Rennen fahren, dafür aber weniger testen und weniger anderes Zeug machen, dann vielleicht."

Nachsatz: "Wir verbringen mehr Tage vor der Kamera als im Cockpit des Rennautos." Was Vettel zu einem spontanen Einwurf verleitet: "Wirklich? Du scheinst die Kamera ja zu lieben!" Und auch Hamilton schüttelt bei Ricciardos Bemerkung ungläubig den Kopf. Das lässt nur einen Schluss zu: Der Australier muss für Red Bull und die Sponsoren der Teams mehr Termine absolvieren als Vettel und Hamilton. Weswegen er verwundert nachhakt: "Ist es bei euch nicht so?"

Wie dem auch sei: Dass 25 Rennen bei dreitägigen Rennwochenenden (plus Medien-Donnerstag) zu viel sind, darin sind sich die Formel-1-Stars einig. "25 sind zu viel, 20 reichen doch. Mehr brauchen wir nicht. Alles zwischen 16 und 20 ist okay", findet Vettel. "Wir müssen auch an die Teammitglieder denken. Für uns Fahrer geht's relativ leicht, wir kommen mit Handgepäck an und machen unsere Arbeit. Aber bei den anderen steckt mehr harte Arbeit dahinter."

Hamilton widerspricht: "Ich glaube, wenn man irgendjemanden aus meinem Team fragen würde, ob er sich mehr Rennen wünscht, würde derjenige ja sagen. Es ist hart für die Jungs mit der ganzen Reiserei, aber sie lieben den Rennsport, sie sind süchtig danach. Ich selbst sehe das wie Daniel: Ich liebe das Rennfahren, ich habe nichts gegen mehr Rennen."


Australien-GP: Daniel Ricciardos Rennvorschau

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Aber: "Dann müssen wir am Format des Wochenendes etwas ändern. 25 Rennen mit vier Tagen? Oh mein Gott, das wäre zu viel! Aber man kann das ja komprimieren", sagt der Mercedes-Star und ergänzt: "Solange es Länder sind, in denen es Fans gibt. Wir waren früher in der Türkei. Ein wunderschönes Land, aber beim Rennen war kein Mensch da."

Alonso, mit 35 Jahren der Älteste im Bunde, schließt sich dem Grundtenor an: "Wir alle lieben das Rennfahren, mehr Rennen wären willkommen." Das lässt er jedoch nicht ohne Nachsatz im Raum stehen: "Aber erst in ein paar Jahren, bitte!" Denn: "Da bist du dann schon zurückgetreten", grinst Hamilton seinen Ex-Teamkollegen an - und der grinst zurück...