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Mark Webber: Bitte nicht noch mehr Formel-1-Rennen!

Ex-Red-Bull-Pilot Mark Webber bittet Liberty Media, über die Aufstockung des Formel-1-Kalenders gründlich nachzudenken - "Soll ja nicht wie im Fußball werden"

(Motorsport-Total.com) - 21 Formel-1-Rennen in einer Saison sind bisheriger Rekord. Im Vorjahr wurde die Weltmeisterschaft über diesen langen Zeitraum ausgetragen. 2017 stehen durch den Wegfall des Deutschland-Rennens 20 Stationen für die Teams und Piloten auf dem Programm. Mit der Machtübernahme von Liberty Media könnte der Kalender der Königsklasse sogar noch ausgebaut werden - von 25 Rennen ist die Rede. Doch vielen (Ex-)Piloten gefällt dieser Vorschlag weniger gut.

Sebastian Vettel, Mark Webber

Webber stimmt seinem Ex-Teamkollegen Vettel zu: 20 Rennen reichen! Zoom

"Ich hoffe, dass wir nicht zu viele Rennen haben werden", kommentiert Ex-Fahrer Mark Webber gegenüber dem australischen Medium 'Express Sport'. "Ich würde das im Auge behalten. Es soll ja nicht wie im Fußball werden, wo alle fünf Minuten ein Spiel stattfindet", so der Australier, der für das Credo "Qualität vor Quantität" eintritt. Die Formel 1 solle sich mit einer gewissen, niedrigen, Anzahl von Rennen ihre Exklusivität erhalten, fordert er.

Der TV-Experte ist gespannt, wie sich Liberty einen Rennkalender mit 25 Stationen vorstellt. "Sie haben einen langen Weg vor sich, um einige enorme Veränderungen durchzubringen und darauf aufzubauen, was Bernie erschaffen hat. Er hat den Sport von praktisch nichts zu etwas Kolossalem gemacht", lobt er das Lebenswerk des Briten.


Fotostrecke: GP Australien, Highlights 2017

Die aktuellen Piloten haben sich in der Pressekonferenz am Donnerstag in Melbourne auch über die Anzahl der Rennen unterhalten. Australien-Sieger Sebastian Vettel erklärt: "25 sind zu viel, 20 reichen doch." Mehr brauche man wirklich nicht. Auch Lewis Hamilton stimmt ihm zu, obwohl er sich grundsätzlich schon mehr Rennen wünsche würde. Nur müsse man dann das aktuelle Wochenendformat ändern, glaubt der Brite.

Genau den gleichen Gedankengang hatte der neue Formel-1-Sportchef Ross Brawn. Mit der aktuellen Struktur der Wochenenden würden die Teams "kollabieren", glaubt der Ex-Mercedes-Teamchef. Er könnte sich vorstellen, dass die Teams künftig mit zwei Mannschaften arbeiten. Trotzdem stimmt er Webber grundsätzlich zu: "Zuallererst geht es um eine gesunde Balance zwischen Qualität und Quantität."

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