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Bestätigt: Pirelli nimmt an Ausschreibung für 2017 bis 2019 teil

Pirelli will die Königsklasse auch über die Saison 2016 hinaus mit Reifen versorgen - Geschäftsführer Marco Tronchetti Provera nennt allerdings Bedingungen

(Motorsport-Total.com) - Eigentlich war es nur eine Formsache, nun hat Pirelli es auch offiziell bestätigt. Der aktuelle Reifenausrüster der Formel 1 will der Königsklasse auch über 2016 hinaus erhalten bleiben. "Wir wollen bleiben, wenn es Regeln gibt, denen wir zustimmen können", wird Geschäftsführer Marco Tronchetti Provera von 'Autosport' zitiert. Zuletzt hatte auch Michelin angekündigt, sich unter den richtigen Voraussetzungen für den ausgeschriebenen Zeitraum zwischen 2017 und 2019 bewerben zu wollen.

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Pirelli könnte der Formel 1 auch über 2016 hinaus erhalten bleiben Zoom

Im Mittelpunkt stehen für Pirelli vor allem zwei Themen: Kosten und Sicherheit. "Wir wollen Regeln, die denen ähnlich sind, die wir heute haben", sagt Provera und ergänzt: "Wir wollen dabei helfen, mehr Emotionen zu erschaffen, allerdings nur mit dem höchsten Maße an Sicherheit." Daher spricht sich der Italiener dafür aus, in Zukunft wieder mehr Tests durchzuführen.

"Ich denke, dass das besser für uns alle und auch die Teams wäre. Wenn wir bis zum Februar warten, dann ist es zu spät und die Temperaturen sind nicht richtig", so Provera, der im Winter Tests in Orten wie Bahrain oder Abu Dhabi vorschlägt. Offen zeigt sich Pirelli bei der Diskussion um größere Felgen. "Wir haben 18 Zoll bereits gezeigt, aber wir wären auch für 20 Zoll bereit. Das ist uns egal."

"Die Technologie der Reifen basiert auf dem Material und der Konstruktion", sagt Provera und ergänzt: "Die Konstruktion kann 13, 15 oder 18 Zoll haben. Das spielt keine Rolle." Keine Kompromisse will man währenddessen bei einer möglichen freien Reifenwahl für die Teams eingehen. "Das darf auf keinen Fall passieren", warnt Provera und erklärt: "Wir müssen die Sicherheit unseres Produkts garantieren."


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"Die Verantwortung der Auswahl muss in unseren Händen liegen. Wir wollen nicht, dass unsere Reifen falsch verwendet werden." Pirelli-Motorsportchef Paul Hembery hatte kürzlich noch gesagt, dass man "gemeinsam mit der FIA an einer Lösung" arbeitet. Dazu wird er vermutlich aber ebenso wenig kommen wie zu einem neuerlichen Reifenkrieg, denn die Ausschreibung verweist explizit auf einen Einheitslieferanten.

"Ich denke, dass das besser für uns alle und auch die Teams wäre." Provera über zusätzliche Tests

Provera wäre das allerdings egal: "In Sachen Wettbewerb bin ich neutral. Wir wären aber bereit, das zu akzeptieren. Wir sind auch bereit, alleiniger Ausrüster zu sein. Diese Entscheidung überlassen wir der FIA." Er erklärt: "Am einfachsten wäre es, Reifen zu bauen, die zehn Rennen halten. Aus technologischer Sicht ist das die einfachste Lösung. Das was wir momentan machen, das ist schwierig."

"Wir stellen verschiedene Reifen zur Verfügung, die sicher zwischen 15 und 30 Runden halten. Das ist eine große Herausforderung", so der Italiener. Seit 2011 ist Pirelli alleiniger Reifenausrüster der Formel 1. Der aktuelle Vertrag endet 2016. Noch bis zum 17. Juni können sich Hersteller als Lieferant der Königsklasse für die Jahre zwischen 2017 und 2019 bewerben.