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Analyse: Die Erfolgreichsten sind auch die Effizientesten!

'F1Total.com' analysiert: Wer gibt in der Formel 1 am meisten Geld für Erfolg aus? Wer testet am effizientesten? Überraschende Ergebnisse!

(Motorsport-Total.com) - Minardi-Teamchef Paul Stoddart hat immer behauptet, dass seine Truppe eine Weltmeisterschaft für WM-Punkte pro ausgegebenem Euro locker gewinnen würde, und auch Renault-Boss Flavio Briatore nimmt für sich in Anspruch, in den vergangenen Jahren die effizienteste Formel-1-Operation auf die Beine gestellt zu haben. Also ging 'F1Total.com' einmal dieser Frage nach.

Giancarlo Fisichella, Kimi Räikkönen und Fernando Alonso

Das Jahr 2005 stand ganz im Zeichen des Duells Renault gegen McLaren-Mercedes

Nicht wirklich neu ist, dass Toyota mit vorsichtig geschätzten 240 Millionen Euro den größten Jahresetat hat, gefolgt von McLaren-Mercedes (225), Ferrari (221), BAR-Honda (215) und Renault (205). Die Topteams geben damit fast zehnmal so viel aus wie die Nachzügler von Minardi-Cosworth, denn wie Gian Carlo Minardi höchstpersönlich im 'F1Total.com'-Interview bestätigt hat, wurde in Faenza 2005 ein Budget von 28 Millionen Euro nicht überschritten.#w1#

Wir haben uns die Mühe gemacht, diese Zahlen für eine Tabelle umzurechnen, in der dargestellt wird, wie viel jedes einzelne Team pro errungenem WM-Punkt ausgegeben hat. Wenig überraschend entpuppte sich dabei Renault mit 1,07 Millionen Euro pro Zähler als effizientestes Team, gefolgt von McLaren-Mercedes (1,24) und Ferrari (2,21). Toyotas Riesenbudget wurde immerhin durch 88 WM-Punkte geteilt, was mit einem Verhältnis von 2,73 Rang vier dieser Wertung ergibt.

Da die kleinen Teams natürlich am wenigsten WM-Punkte gesammelt haben, müssten sie eigentlich ganz am Ende des Klassements auftauchen, doch dem ist nicht so: BAR-Honda trägt mit 5,66 ausgegebenen Millionen Euro je WM-Punkt die rote Laterne, doch auch Red-Bull-Cosworth (3,97) scheint erstaunlich weit hinten auf. Platz fünf ergab unsere Rechnung für Jordan-Toyota: 39 Millionen Euro Budget geteilt durch zwölf WM-Punkte bedeuten einen erstaunlich guten Wert von 3,25, wobei das Skandalrennen von Indianapolis natürlich seinen Beitrag geleistet hat.

Bei den Testkilometern pro WM-Punkt würde man wohl spontan Ferrari als am wenigsten effizient einschätzen, weil sich der Traditionsrennstall aus Maranello vergangene Saison über alle Testbeschränkungen hinweggesetzt hat, doch auch hier schneidet BAR-Honda mit einem Wert von 1.382 am schlechtesten ab - sogar mit großem Abstand: Jordan-Toyota wird mit 809 Testkilometern pro Zähler auf dem vorletzten Rang geführt.

Die Bestwerte in dieser Kategorie gehen an McLaren-Mercedes (198) und Renault (221). Ferrari siedelte sich mit 590 Kilometern pro WM-Punkt im Mittelfeld an, hat aber mit 59.017 Testkilometern insgesamt seit 1. Januar absolut die größte Distanz zurückgelegt - übrigens gefolgt von BAR-Honda (52.515), Renault (42.143) und Toyota (41.049). Am wenigsten auf den Teststrecken dieser Welt war Minardi-Cosworth mit nur 4.104 Kilometern unterwegs.

Geschätzte Budgets (in Millionen Euro):
01. Toyota (240)
02. McLaren-Mercedes (225)
03. Ferrari (221)
04. BAR-Honda (215)
05. Renault (205)
06. BMW WilliamsF1 Team (195)
07. Red-Bull-Cosworth (135)
08. Sauber-Petronas (75)
09. Jordan-Toyota (39)
10. Minardi-Cosworth (28)

Investition pro WM-Punkt (in Millionen Euro):
01. BAR-Honda (5,66)
02. Minardi-Cosworth (4,00)
03. Red-Bull-Cosworth (3,97)
04. Sauber-Petronas (3,75)
05. Jordan-Toyota (3,25)
06. BMW WilliamsF1 Team (2,95)
07. Toyota (2,73)
08. Ferrari (2,21)
09. McLaren-Mercedes (1,24)
10. Renault (1,07)

Testkilometer pro WM-Punkt (seit 1. Januar 2005):
01. BAR-Honda (1.382)
02. Jordan-Toyota (809)
03. Red-Bull-Cosworth (801)
04. Sauber-Petronas (786)
05. Ferrari (590)
06. Minardi-Cosworth (586)
07. BMW WilliamsF1 Team (581)
08. Toyota (466)
09. Renault (221)
10. McLaren-Mercedes (198)

Anmerkung: Die Budgettabelle basiert auf einer mit 'F1Total.com'-Informationen ergänzten Veröffentlichung unserer Kollegen von 'BusinessF1'.

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