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  • 06.11.2014 · 18:49

  • von Dietere Rencken & Roman Wittemeier

Abschied von Sauber: Gutierrez hat es geahnt

Kein Platz mehr bei Sauber: Esteban Gutierrez und die "bregrenzten Möglichkeiten", die Formel-1-Karriere 2015 fortzusetzen - Sponsorengelder reichten nicht aus

(Motorsport-Total.com) - Sauber hat in den vergangenen Tagen seine Fahrerpaarung für die kommende Saison bekanntgegeben. Marcus Ericsson und Felipe Nasr werden die Schweizer Grand-Prix-Autos fahren, für die aktuellen Piloten Adrian Sutil und Esteban Gutierrez ist dann kein Platz mehr. "Ich wusste es schon länger. Wenn man so lange Zeit mit Leuten zusammenarbeitet, dann kennt man sie ganz gut. Man erkennt die Körpersprache und so", sagt der Mexikaner. "Dennoch haben wir verhandelt."

Esteban Gutierrez

Keine große Hoffnung auf ein Renncockpit 2015: Esteban Gutierrez ist enttäuscht Zoom

In den Gesprächen mit der Sauber-Teamleitung sei jedoch klar geworden, dass trotz aller Mitgift keine Chance auf eine Vertragsverlängerung besteht - andere bringen offenbar mehr mit. "Wie soll man sich schon fühlen?", fragt Gutierrez mit einem resignierenden Lächeln. "Nach langen Gesprächen und Verhandlungen mit dem Team sind wir eben nicht zu einer Einigung gekommen. So ist es halt. Es ist enttäuschend, jetzt erst einmal ohne Platz für die kommende Saison dazustehen."

"Ich will in der Formel 1 bleiben. Das steht ganz oben. Gleichzeitig arbeiten wir aber auch an anderen Dingen", sagt der Mexikaner. "Die Möglichkeiten sind begrenzt. Es gibt wahrscheinlich nur einen Platz, der in Betracht kommt. Daran arbeiten wir." Welche Option Gutierrez und sein Management im Auge haben, verrät der Youngster nicht. Plätze wären unter anderem noch bei Lotus und Force India zu vergeben. "Die Sponsoren stehen hinter mir", stellt er klar, dass es durchaus Argumente für ihn gibt.

Der Abschied von Sauber kommt zu einem unglücklichen Zeitpunkt. Im kommenden Jahr kehrt die Formel 1 nach Mexiko zurück, wo Gutierrez und seine Partner im Fokus hätten stehen können. "Es ist frustrierend. Wichtig ist aber das Cockpit und nicht der Grand Prix, der im kommenden Jahr auf dem Plan steht - auch wenn das natürlich eine große Sache ist", sagt er. "Meine Karriere ist noch nicht vorbei. Ich bin noch ziemlich jung. Ich werde weiter darum kämpfen, mir meine Träume erfüllen zu können.

"Er ist natürlich in einer unschönen Situation", drückt Landsmann Sergio Perez sein Mitgefühl für jenen Fahrer aus, der eventuell ein Auge auf sein Cockpit geworfen hat. "Gerade in den hinteren Reihen ist es unheimlich schwierig, überhaupt zeigen zu können, was du leisten kannst. Esteban ist ein guter Fahrer, aber mit einem schlechten Auto kann er das nicht darstellen. Es ist unglücklich für ihn, aber alles hat einen Grund. Er ist noch jung und kann sich bestimmt nochmal präsentieren."

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