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Ioda: Neue Motivation durch Aprilia?

Die Aprilia RSV4 wurde für 2016 nicht weiterentwickelt, doch Aprilia möchte das Projekt wieder voranbringen, was Ioda-Chef Giampiero Sacchi sehr reizvoll findet

(Motorsport-Total.com) - Seit dem Superbike-WM-Debüt der Aprilia RSV4 zählt das V4-Bike aus Noale zu den besten Maschinen der Serie. Seit dem werksseitigen Rückzug verloren die Aprilia-Piloten aber schrittweise den Anschluss an die Spitze. Zu Beginn der Saison 2015 war die RSV4 noch für Siege gut, doch in diesem Jahr können die Aprilia-Piloten ihren Konkurrenten aus den Werksteams von Kawasaki und Ducati nicht das Wasser reichen.

Lorenzo Savadori © Circuitpics.de
Lorenzo Savadori geht beherzt zur Sache, doch Siege sind außer Reichweite

Das soll sich 2017 wieder ändern. Aprilia plant, die Entwicklung des Superbikes wieder anzutreiben, was Ioda-Teamchef Giampiero Sacchi gut gefällt: "Ich bin überzeugt, dass es eine zusätzliche Motivation für das Team und Aprilia wäre. Ich freue mich, dass Aprilia wieder mehr in der Superbike-WM machen möchte", kommentiert er.

"Wir könnten alle davon profitieren und mit der RSV4 permanent um Spitzenpositionen kämpfen", ist Sacchi überzeugt. "Wir pflegen einen sehr engen Kontakt zu Romano Albesiano, den Rennleiter von Aprilia. Wir unterhielten uns regelmäßig während der Rennwochenenden und außerhalb des Fahrerlagers. Aprilia kümmert sich um uns."

Alex de Angelis

In der MotoGP kämpfte Ioda-Pilot Alex de Angelis mit unterlegenem Material Zoom

Doch in der laufenden Saison ist Aprilia weit von der Konkurrenzfähigkeit vergangener Jahre entfernt. "Wir erhalten das bestmögliche Material. Obwohl das RSV4-Projekt nicht neu ist, haben unsere Maschinen einige Male die höchsten Topspeeds gehabt. Das Motorrad zählt zu den besten der Meisterschaft", widerspricht Sacchi.

Für die kommende Saison hat das Ioda-Team noch keine konkreten Pläne. Es gibt Gerüchte, dass Eugene Laverty sein MotoGP-Abenteuer beendet und wieder bei den Superbikes um Siege kämpft. Der Nordire wird mit Aprilia in Verbindung gebracht. Das möchte Sacchi nicht kommentieren. "Wir sondieren den Markt nicht, auch wenn unser Wechsel in die Superbike-WM nicht unbemerkt blieb."


Fotos: Superbike-WM in Laguna Seca


"Wir konzentrieren uns auf die laufende Saison und versuchen Lorenzo Savadori und Alex de Angelis in eine Position zu bringen, die Verbesserungen bei jedem Rennwochenende ermöglicht. Wir möchten immer besser werden und wieder die Begeisterung spüren, die man nur bei Siegen empfindet", bemerkt Sacchi, der langfristig in der Superbike-WM ganz vorne mitmischen möchte.

"Als sich diese Chance bot, dachte ich über die MotoGP nach. Wir konnten nie um Siege kämpfen. Es ist schwierig, nach so vielen Jahren im Rennsport aufzuwachen und sich zu denken: 'Wir möchten bei einem Rennwochenende nur unsere Arbeit erledigen, können aber nicht um den Sieg kämpfen.' Es ist schwierig, sich zu motivieren", vergleicht der Ioda-Teamchef.

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