powered by Motorsport.com

Fahrstil: Schleifende Ellbogen nur in der MotoGP?

Die Superbikes verlangen einen anderen Fahrstil als ein Prototyp: Ex-GP-Pilot Jordi Torres erklärt, warum in der Superbike-WM die Ellbogen nur selten schleifen

(Motorsport-Total.com) - Seit einigen Jahren gehört es in der MotoGP zum guten Ton, dass neben den Knien auch die Ellbogen schleifen. Der Oberkörper muss möglichst weit nach unten gebracht werden, um die Aufstandsfläche der Reifen zu vergrößern. Marc Marquez, Maverick Vinales, Pol Espargaro und Scott Redding sind für ihre besonders radikalen Fahrstile bekannt. Aber auch Stefan Bradl fuhr zu seiner Zeit in der MotoGP einen sehr aggressiven Stil. Das hat sich mit dem Wechsel zu den Superbikes geändert.

Jordi Torres

Jordi Torres hat sich einen klassischen Superbike-Stil angewöhnt Zoom

Ex-Grand-Prix-Pilot Jordi Torres weiß, warum die Stile in der Superbike-WM nicht so aggressiv sind wie in der MotoGP oder in der Moto2: "Diese Reifen sind wie Straßenreifen. Man kann nicht zu lange in maximaler Schräglage fahren. Die Reifen bringen zudem mehr Unruhe ins Fahrwerk. Der Fahrstil in der MotoGP ist ganz anders als in der Superbike-WM. Das ist meiner Meinung nach voll auf die Pirelli-Reifen zurückzuführen."

"Pirelli hat eine ähnliche Herangehensweise wie BMW. Sie entwickeln die Reifen in der Superbike-WM, um bessere Lösungen für die Serie anbieten zu können", begründet Torres im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. Die Umstellung war für den Moto2-Laufsieger eine große Herausforderung: "Es ist interessant, sich darauf einzustellen. Ich vermisse den Grand-Prix-Stil nicht, wenn ich ehrlich sein soll. Es gibt aber einige Fahrer, wie zum Beispiel Leon Camier oder Lorenzo Savadori, die ihre Ellbogen auf den Asphalt bringen."