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Bradl-Teamchef: "Mussten unsere Ziele neu definieren"

Kein HRC-Support, Motorräder zu spät erhalten, Basismaschine unausgewogen: Ten Kate kämpft mit einigen Hürden, bleibt mit Blick auf Yamaha aber gelassen

(Motorsport-Total.com) - Es war alles angerichtet, damit es eine starke Saison für Honda wird. Nach den soliden Leistungen im Vorjahr wollte Ronald ten Kate mit seinem privaten Honda-Team in der neuen Saison den nächsten Schritt machen und ein Wörtchen um die Meisterschaft mitreden. Honda stellte mit der 2017er-Fireblade endlich ein neues Motorrad bereit, mit Stefan Bradl kam ein ehemalige Weltmeister ins Team und mit Red Bull angelte sich das Team einen Sponsor, der für Erfolg steht.

Stefan Bradl

Stefan Bradls Honda Fireblade ist nach wie vor eine ziemlich stumpfe Klinge Zoom

Doch bisher enttäuschte Honda auf ganzer Linie. Nach fünf Rennwochenenden liegen die beiden Ten-Kate-Piloten auf den Positionen zwölf (Bradl) und 13 (Nicky Hayden). In der Herstellerwertung ist Honda das Schlusslicht. Teamchef ten Kate bemüht sich, die Moral in der Truppe hoch zu halten. Doch Wochenende für Wochenende wird das schwieriger.

"Wir hatten 2016 eine tolle Saison mit der alten Maschine. Das Motorrad war acht Jahre alt und wir beendeten die Saison auf der vierten und fünften Position. Natürlich sind die Erwartungen höher, wenn ein neues Modell präsentiert wird. Wir wollten um Siege und sogar um die Meisterschaft kämpfen, doch dann wird man mit der Realität konfrontiert. Die Maschine kam so spät und wir mussten daraufhin unsere Ziele neu definieren", gesteht er im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'.


Fotos: Superbike-WM in Imola


"Ich glaube, 2010 arbeiteten wir zum bisher letzten Mal zusammen", kommentiert er die nach wie vor ausbleibende Unterstützung von Honda. "Ich bin nicht überrascht, weil sie schon so lange nicht in das Projekt involviert sind. Es stand nicht zur Debatte, dass sie sich jetzt wieder einbringen. Das einzige, was mich wirklich überraschte, war das späte Lieferdatum."

Ronald ten Kate, Nicky Hayden, Stefan Bradl, Marco Chini

Ronald ten Kate (links) ging mit großen Hoffnungen in die Saison 2017 Zoom

"Zuerst hieß es, wir erhalten das Motorrad am Ende der Saison oder vielleicht sogar ein bisschen eher. Schlussendlich erhielten wir am 6. Januar die Maschinen. Das war ehrlich gesagt die einzige Überraschung für mich", bemerkt ten Kate nüchtern. Der Holländer ist überzeugt, dass die aktuelle Fireblade das Potenzial hat, um in der Superbike-WM erfolgreich zu sein.

Ten Kate schaut zur Konkurrenz: "Yamaha absolvierte eine Saison in der Superstock-Kategorie. Die japanischen Ingenieure waren in das Projekt involviert. Und dann folgte eine durchwachsene Saison in der Superbike-WM. Ich glaube, sie beendeten die Saison auf den Positionen zehn und elf. Erst in der dritten Saison sind sie stark genug, um vierte oder fünfte Plätze nach Hause zu fahren. Das zeigt, dass es nicht einfach ist."

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