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Entwicklung: Melandris Erfahrungen große Hilfe für Ducati

Superbike-Rückkehrer Marco Melandri steht im Schatten von Teamkollege Chaz Davies, konnte Ducati aber bei der Entwicklung der Panigale helfen

(Motorsport-Total.com) - Marco Melandri blickt auf eine lange Karriere zurück und dürfte der Fahrer im Feld sein, der die größte Erfahrung hat. Im Sommer feiert der Italiener seinen 35. Geburtstag. Vor 15 Jahren sicherte sich Melandri den Titel in der 250er-WM. Es folgten fünf Siege in der MotoGP und der Vize-WM-Titel in der Saison 2005. Bei den Superbikes gewann Melandri mit Yamaha, BMW und Aprilia Rennen. Der erste Sieg mit der Ducati Panigale steht noch aus. Doch zweifellos kann behauptet werden, dass Ducati keinen Fehler machte, Melandri in die Superbike-WM zurückzuholen.

Marco Melandri

Marco Melandri stand bisher bei allen Rennwochenenden auf dem Podium Zoom

Die Italiener profitieren von der riesigen Erfahrung des Routiniers, der sehr genaue Feedbacks abliefert. Es scheint, als wäre Melandri eine größere Hilfe bei der Entwicklung der Panigale als Vorgänger Davide Giugliano. "Wir haben auch mit Davide gut zusammengearbeitet. Ich kann nichts Schlechtes über ihn sagen", stellt Ducati-Superbike-Projektleiter Ernesto Marinelli im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com' klar.

"Marco hat sehr viel Erfahrung. Ich war sehr froh, dass er von Beginn an ein gutes Gefühl für das Motorrad hatte, vor allem für das Vorderrad. Das ist für den Fahrer sehr wichtig. Wir haben bisher sehr gut zusammengearbeitet", freut sich Marinelli, der überzeugt ist, dass Melandri einen wichtigen Beitrag leistet.

Ernesto Marinelli

Ernesto Marinelli: "Melandri ist sehr präzise und lieferte uns zusätzliche Hinweise" Zoom

"Ehrlich gesagt hat er die Richtung nicht geändert, aber er ist sehr präzise und lieferte uns zusätzliche Hinweise für die Entwicklung. Wir haben uns deshalb andere Bereiche angeschaut und Entwicklungen vorangetrieben", erklärt Marinelli und fügt hinzu: "Ein Beispiel ist die Form des Tanks. Chaz ist deutlich größer. Deshalb hat er keine Probleme bei der Ergonomie. Marco ist kleiner und benötigt deshalb andere Formen. Erstaunlich ist, dass die geänderte Tankform auch für Chaz ein Fortschritt war."

"Die Set-ups von Chaz und Marco unterscheiden sich nicht allzu sehr, obwohl sie andere Fahrstile haben", vergleicht Marinalli und geht ins Detail: "Das Grundgerüst der Abstimmung ist identisch, aber natürlich gibt es Unterschiede bei den Federraten, der Fahrwerkshöhe, den Dämpferabstimmungen und anderen Variablen, weil der eine Fahrer leichter ist als der andere und ein Fahrer härter bremst und der andere einen flüssigeren Fahrstil hat."

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