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Chaz Davies jubelt: "Zum ersten Mal die Messlatte"

Mit dem Doppelsieg in Imola meldet sich Chaz Davies im WM-Rennen zurück, obwohl sein Rückstand weiterhin groß ist - Und warum Melandri nicht an Fores vorbeikam

(Motorsport-Total.com) - Chaz Davies hielt dem Druck in Imola stand und sorgte für Ducati-Festspiele. Nach seinem dominanten Sieg im ersten Lauf hatte der Brite am Sonntag auch Glück. Beim ersten Start verlor Davies von der dritten Reihe einige Positionen, aber nach der ersten Runde wurde nach dem Motorschaden von Ayrton Badovini abgebrochen. Beim Neustart machte es Davies besser. Die erste Runde beendete er schon als Vierter.

Chaz Davies

Wie im Vorjahr kann Chaz Davies beide Rennen in Imola gewinnen Zoom

Dann schnappte er sich seinen Teamkollegen Marco Melandri und machte nach dem Sturz von Leon Camier Jagd auf Tom Sykes. Am Ende der sechsten Runde kassierte Davies in der Zielschikane Sykes und gab die Führung nicht mehr ab. Der Doppelsieg war im Sack. "Was für ein Wochenende", jubelt Davies über seine Triumphfahrt. "Zum ersten Mal in diesem Jahr waren wir von Anfang an die Messlatte. Am Freitag fanden wir unseren Rhythmus und dann war es ein Schneeballeffekt."

Es gab keinerlei technische Probleme, Davies war immer die entscheidenden Zehntelsekunden schneller als das Kawasaki-Duo. "Das Team hat super gearbeitet und mein Motorrad war in beiden Rennen trotz unterschiedlicher Bedingungen perfekt. Heute war es interessant. Der erste Start war nicht so gut, aber beim Neustart kam ich gut weg. Ich machte gute Manöver und kam in eine starke Position."


Fotos: Superbike-WM in Imola


Sykes war schlussendlich ein leichter Gegner. "Seine Pace war stark und ich musste alles geben, um ihn einzuholen", schildert Davies das kurze Duell. "Als ich hinter ihm war, konnte ich meine eigene Pace durchziehen. Das hat gereicht. Ich bedanke mich bei allen italienischen Fans, die an diesem Wochenende gekommen sind. Ihre Anfeuerungen waren etwas Besonderes." Auch Ducati-CEO Claudio Domenicali weilte in Imola. MotoGP-Pilot Andrea Dovizioso drückte am Samstag in der Box die Daumen.

Marco Melandri, Xavi Fores

Marco Melandri findet keinen Weg an Kundenfahrer Xavi Fores vorbei Zoom

Weniger erfolgreich lief der Sonntag für Lokalmatador Melandri. Nach Platz drei am Samstag steckte der Italiener im zweiten Lauf hinter Ducati-Kundenfahrer Xavi Fores fest und kam nicht vorbei. Somit wurde Melandri Fünfter. "Ein schwieriger Tag", atmet der Routinier durch. "Wir können mit diesem Ergebnis nicht zufrieden sein, denn das zeigt nicht unser Potenzial. Gestern stand ich auf dem Podium, aber ich hatte schon Probleme bei der Beschleunigung. Leider konnten wir sie nicht lösen."

Dazu machte Melandri auch kleine Fehler, die in der ersten Rennhälfte seinen Vorwärtsdrang bremsten. "Beim Hochschalten verlor der Hinterreifen immer den Bodenkontakt. Das machte es aus langsamen Kurven sehr schwierig", geht der 34-Jährige ins Detail. "Ich hatte auch nicht genug Vertrauen zum Vorderreifen, um Fores zu überholen. Trotzdem möchte ich mich bei allen Fans bedanken. Es macht mich sehr stolz, die italienische Flagge auf einem italienischen Bike zu vertreten. In Donington werden wir zurückschlagen!"

In der Weltmeisterschaft übernahm Davies wieder den zweiten Platz. Sein Rückstand auf Jonathan Rea beträgt 74 Punkte. Melandri ist Vierter. Er liegt 111 Zähler zurück.

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