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Bradl vs. Hayden: Das Teamduell, das es gar nicht gibt

Das mit Spannung erwartete Aufeinandertreffen der ehemaligen MotoGP-Piloten wird durch die Probleme mit der Honda Fireblade in den Schatten gestellt

(Motorsport-Total.com) - Die Superbike-Fans durften sich vor dem Start der Saison 2017 auf ein heißes Duell freuen. Mit Stefan Bradl und Nicky Hayden setzt das private Honda-Team von Ronald ten Kate auf zwei ehemalige MotoGP-Piloten. Ex-Weltmeister Hayden sammelte bereits im vergangenen Jahr erste Erfahrungen mit dem Honda-Superbike und lieferte sich ein spannendes Teamduell mit Michael van der Mark. In diesem Jahr erhielt er mit Ex-Moto2-Weltmeister Stefan Bradl einen neuen Herausforderer. Doch besonders aufregend ging es teamintern bisher nicht zu.

Stefan Bradl, Nicky Hayden

Kollegen statt Rivalen: Stefan Bradl und Nicky Hayden kämpfen mit der Honda Zoom

Das hat seine Gründe: "Die Fahrer müssen erst einmal auf dem Niveau fahren können, um sich gegenseitig zu bekämpfen. Also müssten sie erst einmal in die Nähe der Top 5 kommen. Dann wäre es ein sehr spannendes Duell, denke ich", prophezeit der Teamchef. Ten Kate und seine Crew arbeiten aktuell fieberhaft daran, die Honda Fireblade zu verbessern. Die Herstellerwertung spricht momentan eine deutliche Sprache: Nach den ersten vier Events liegt Honda nur auf der siebten und somit letzten Position. Selbst MV Agusta behauptet sich vor dem größten Motorradhersteller der Welt.

"Wir fahren im Moment nicht gegeneinander sondern eher miteinander. Das kann man so sagen", bestätigt Bradl im Gespräch mit 'Motorsport-Total.com'. "Es ist wichtig, dass wir so arbeiten in der momentanen Phase. Das Team und Honda verlangt so eine Arbeitsweise von uns, um das Projekt voranzubringen. Es ist besser als ein erbitterter Zweikampf. Wenn wir uns gegenseitig die Daten vorenthalten würden, wäre die Weiterentwicklung noch zäher."

Stefan Bradl

Stefan Bradl zieht mit Teamkollege Nicky Hayden an einem Strang Zoom

Hayden freute sich auf heiße Rad-an-Rad-Duelle mit Bradl. "Natürlich möchten wir uns gegenseitig besiegen, doch wir liegen so weit zurück. Es steht außer Frage, dass wir an der Spitze fahren möchten, wo es richtig Spaß macht. Es ist sehr wichtig, dass das Team zusammenarbeitet und wir alle Daten austauschen", erklärt der erfahrene US-Amerikaner, der in den Rennen dennoch eine klare Mission hat: "Wenn der Start erfolgt, will man den Teamkollegen natürlich schlagen."

Vor dem Rennwochenende in Imola belegen die beiden Honda-Piloten die Plätze elf und zwölf. Hayden sammelte bei den Veranstaltungen auf Phillip Island, in Buriram, Aragon und Assen insgesamt 36 WM-Zähler. Bradl kam beim Ten-Kate-Heimspiel in Holland bis auf einen WM-Punkt an den Teamkollegen heran.

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