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NASCAR-News September 2021: Nachrichten aus der NASCAR-Szene

Aktuelle Nachrichten aus der NASCAR-Szene, kurz und kompakt: Auch die Rennkalender der zweiten und dritten NASCAR-Liga weisen 2022 neue Kurse auf

Xfinity- und Truck-Kalender mit neuen Strecken (30. September)

Portland International Raceway: Schnelle Schikane kurz vor Start/Ziel

Portland International Raceway: Schnelle Schikane kurz vor Start/Ziel Zoom

Nachdem vor zwei Wochen der NASCAR Cup-Kalender 2022 mit zwei neuen Strecken präsentiert wurde, hat NASCAR nun auch die nächstjährigen Rennkalender für die zweite und dritte Liga herausgegeben. Die Xfinity-Serie gastiert in der Saison 2022 erstmals auf dem Portland International Raceway. Der Rundkurs im US-Bundesstaat Oregon mit seiner tückischen Schikane am Ende der Start/Ziel-Gerade ist hauptsächlich dank der IndyCar-Rennen bekannt. Mit Portland als Neuzugang, dafür aber ohne Mid-Ohio, weist der NASCAR Xfinity-Kalender 2022 wieder 33 Rennen auf.

Die generelle NASCAR-Premiere in Portland wird das Xfinity-Rennen am 4. Juni 2022 aber nicht. Denn in den Jahren 1999 und 2000 fuhr dort schon die Truck-Serie. Die wiederum wartet in der kommenden Saison gleich mit drei neuen Strecken auf. So fahren die Trucks ab sofort anstelle der Xfinity-Autos auf dem Mid-Ohio Sports Car Course (9. Juli). Auch der Sonoma Raceway (11. Juni) ist neu im Kalender der dritten NASCAR-Liga. Und bei der dritten neuen Strecke handelt es sich genau genommen um eine Rückkehr.

Denn nach elf Jahren wird 2022 wieder auf dem Short-Track im Indianapolis Raceway Park (aktuelle Bezeichnung: Lucas Oil Raceway) gefahren. Zuletzt war auf dem 0,686-Meilen-Oval im Juli dieses Jahres die Superstar Racing Experience (SRX) am Start. Das erste dortige Truck-Rennen seit 2011 steht für den 29. Juli 2022 im Kalender. Am selben Wochenende fahren nur wenige Minuten entfernt auf dem Infield-Rundkurs des berühmten Indianapolis Motor Speedway sowohl NASCAR Xfinity als auch NASCAR Cup als auch IndyCar. Insgesamt gibt es 23 Rennen im NASCAR Truck-Kalender 2022.

25 Jahre Abschied aus North Wilkesboro (29. September)

North Wilkesboro Speedway

Der North Wilkesboro Speedway gammelt seit 1996 vor sich hin - wie lange noch? Zoom

Am 29. September 1996, heute auf den Tag genau vor 25 Jahren, gastierte der damalige NASCAR Winston-Cup zum letzten Mal auf dem altehrwürdigen North Wilkesboro Speedway. Das populäre 0,625-Meilen-Oval, das im Bundesstaat North Carolina rund eineinhalb Autostunden nördlich von Charlotte gelegen ist, gibt es heute immer noch. Allerdings ist es seit dem NASCAR-Rückzug stark verfallen, um nicht zu sagen verrottet.

Seit der ersten NASCAR-Saison (1949) war North Wilkesboro ununterbrochen im Rennkalender aufgetaucht. Nach dem Herbstrennen 1996 aber war Schluss. Grund war die Expansion von NASCAR aus den US-Südstaaten heraus. Für die Cup-Saison 1997 ging einer der beiden North-Wilkesboro-Termine an den damals neu errichteten Texas Motor Speedway, der zweite ging an den New Hampshire Motor Speedway.

Gewonnen wurde das für lange Zeit letzte NASCAR-Rennen auf dem North Wilkesboro Speedway heute vor 25 Jahren von Jeff Gordon vor Dale Earnhardt und Dale Jarrett. Weil schon vorher feststand, dass der NASCAR-Zirkus künftig einen großen Bogen um den beliebten Short-Track machen würde, harrten damals noch Stunden nach Ende des Rennens tausende Zuschauer auf den Tribünen aus, um in Erinnerungen in schwelgen.

Es gibt aber Hoffnung, dass es in North Wilkesboro in Zukunft doch wieder NASCAR-Rennen geben könnte. Mitte Mai dieses Jahres wurden im Rahmen eines groß angelegten Hilfspakets zehn Millionen US-Dollar für die Modernisierung des 0,625-Meilen-Ovals einplant. Und dank einer nachträglichen Umverteilung sind für North Wilkesboro mittlerweile sogar 20 Millionen Dollar vorgesehen. Allerdings steht die Genehmigung seitens der Gesetzgebung des Bundesstaats North Carolina nach wie vor aus.

Harvicks Crewchief gesperrt, aber froh darüber (28. September)

Kevin Harvick, Rodney Childers

Kevin Harvicks Crewchief Rodney Childers ist für Sonntag in Talladega gesperrt Zoom

Im Nachgang zum Rennen der NASCAR-Topliga vom vergangenen Sonntag auf dem Las Vegas Motor Speedway gibt es mal wieder eine Strafe, die eine Sperre zur Folge hat. Betroffen ist diesmal Rodney Childers, der Crewchief am #4 Stewart/Haas-Ford, der von Kevin Harvick gefahren wird.

Harvick hatte das Rennen auf P9 beendet, aber bei der Inspektion im Anschluss wurden zwei lockere Radmuttern beanstandet. Die Folge: 20.000 US-Dollar Geldstrafe für die Crew und ein Rennen Sperre für Crewchief Childers. Die wird direkt am kommenden Sonntag wirksam, wenn auf dem Talladega Superspeedway das zweite Rennen der zweiten Playoff-Stufe ("Round of 12") ansteht.

Kurios: Wenngleich Harvick einer der zwölf Playoff-Teilnehmer ist, kommt Childers die Auszeit sogar ausgesprochen gelegen. Denn via Twitter teilt der Crewchief mit, dass der kommende Sonntag der Geburtstag seiner beiden Söhne ist. Sie kamen am 3. Oktober 2008 als Zwillinge zur Welt. Aufgrund seiner Sperre wird er den 13. Geburtstag der beiden nun zu Hause im Kreis der Familie verbringen, was anderenfalls nicht möglich gewesen wäre.

Joey Gase nach Crash aus Krankenhaus raus (27. September)

Joey Gase

Joey Gase: Nach dem Las-Vegas-Crash nicht mehr im Krankenhaus (Archivbild) Zoom

Der heftige Crash von Joey Gase (Ware-Chevrolet) war am Sonntagabend die Schrecksekunde des Auftaktrennens der zweiten Playoff-Stufe ("Round of 12") in Las Vegas. Während sich die damit im zweiten Rennsegment ausgelöste Gelbphase auf die Strategien in der Spitzengruppe auswirkte und den Kampf um den Sieg vorentschied, wurde Gase nach dem routinemäßigen Check im Medical-Center der Strecke in ein lokales Krankenhaus gebracht.

Aus dem Krankenhaus in Las Vegas hat man den 28-jährigen NASCAR-Teilzeitstarter noch am Sonntag wieder entlassen. Allerdings wird er nach der Rückkehr von Las Vegas nach Charlotte weiter medizinisch untersucht, wie auf dem persönlichen Twitter-Account von Gase mitgeteilt wird. Auf mögliche Verletzungen wird in dem Statement nicht eingegangen. Der Crash auf dem Las Vegas Motor Speedway war nach Verlust des linken Hinterrades mit dem Heck voran in Turn 2 passiert. Anschließend begab sich Gase aus eigener Kraft zu Fuß in den Krankenwagen, der ihn zunächst ins Medical-Center der Strecke fuhr.

Larson startet Las Vegas mit Idealwert von P1 (24. September)

Kyle Larson

Kyle Larson führt die Startaufstellung für den Auftakt der zweiten Playoff-Stufe an Zoom

Auf dem Las Vegas Motor Speedway beginnt am Sonntag die zweite Playoff-Stufe der NASCAR Cup-Saison 2021, die "Round of 12" mit nur noch zwölf der ursprünglich 16 Titelanwärter. Die Berechnung der Startaufstellung hat ergeben, dass Kyle Larson (Hendrick-Chevrolet) von P1 starten wird. Es ist bereits das siebte Mal in dieser Saison, dass die Rechenformel den Namen des Kaliforniers an die Spitze einer Startaufstellung bringt. Abgesehen davon fuhr er noch einmal in einem echten Qualifying auf P1. Trotzdem ist es diesmal etwas Besonderes, denn erstmals spuckt die Rechenformel den Idealwert von 1,0 aus.

Der Grund: Neben der Tatsache, dass der von Larson pilotierte #5 Hendrick-Chevrolet in der aktuellen Owner-Wertung auf P1 liegt, und dass dieses Auto mit Larson als Fahrer das zurückliegende Rennen (Bristol) gewonnen hat, wurde für Larson bei eben diesem Rennen auch die schnellste Runde notiert. Somit sind für ihn diesmal sämtliche Variablen mit dem Wert 1 in die Berechnung eingegangen.

Die kompletten Top 12 der Startaufstellung für das South Point 400 am Sonntag in Las Vegas lauten: Kyle Larson, Ryan Blaney, William Byron, Martin Truex Jr., Kevin Harvick, Denny Hamlin, Alex Bowman, Brad Keselowski, Joey Logano, Kyle Busch, Chase Elliott, Christopher Bell.

Kehren Trainings und Qualifyings zurück? (23. September)

Next-Gen-Test in Daytona

In der ersten Saison der Gen7-Ära könnte vor den Rennen wieder gefahren werden Zoom

Als vergangene Woche der Rennkalender für die NASCAR Cup-Saison 2022 präsentiert wurde, blieben zwei Grundsatzfragen noch offen: Gibt es in der ersten Saison der Gen7-Ära Trainings und Qualifyings? Und wenn ja, bei wie vielen Rennen und in welcher Form? Über dieses Thema wird derzeit hinter den Kulissen noch beraten. Es zeichnet sich aber ab, dass es 2022 mehr Rennen als die gerade mal acht der Saison 2021 sein werden, bei denen trainiert wird und sich tatsächlich auf der Strecke qualifiziert wird.

Wie genau das Format für Trainings und Qualifyings aussehen würde, sollten dieses Sessions in der Saison 2022 bei mehr - möglicherweise sogar allen - Rennen zurückkehren, ist noch offen. Es gilt aber als sicher, dass die Zeiten von mehreren Trainingssitzungen, die jeweils knapp eine Stunde dauern, vorbei sind. So hatte man es in der NASCAR-Szene jahrzehntelang gehandhabt, bis die Coronavirus-Pandemie anno 2020 auch das auf den Kopf gestellt hat.

Seit im Mai 2020 der NASCAR-Rennbetrieb nach zwei Monaten Zwangspause wieder aufgenommen wurde, gibt es so gut wie keine Freien Trainings mehr. Und die Qualifyings sind seither in den meisten Fällen der Berechnung der Startaufstellung anhand der Rechenformel gewichen. Wie sich das Ganze in der Saison 2022 - zwei Jahre nach Ausbruch der Coronavirus-Pandemie - darstellen wird, bleibt abzuwarten.

30. Jahrestag von "Mister September" (22. September)

Harry Gant

Harry Gant verdiente sich vor 30 Jahren den Spitznamen "Mister September" Zoom

Dass ein Fahrer drei Rennen in Folge gewinnt, kommt in der NASCAR-Topliga schon selten vor. Dass einer sogar vier aufeinanderfolgende Siege schafft, kommt noch seltener vor. In der seit 1972 laufenden "Modern Era" gab es achtmal einen Fahrer, dem vier Siege in Folge gelungen sind. Den Anfang machte Cale Yarborough im Herbst 1976, gefolgt von Darrell Waltrip im Herbst 1981 und Dale Earnhardt im Frühjahr 1987.

Heute vor genau 30 Jahren passierte ebenfalls der vierte aufeinanderfolgende Sieg eines Fahrers. Es war der 22. September 1991, als Harry Gant in Martinsville triumphierte, nachdem er direkt davor in Darlington, Richmond und Dover gewonnen hatte. Das Besondere: In der 377. der 500 Runden in Martinsville wurde Gant in Führung liegend von Rusty Wallace umgedreht, woraufhin Morgan Shepherd nicht ausweichen konnte und Gants Auto heftig beschädigt wurde. Die Chance auf den Sieg schien dahin.

Doch Gant kämpfte sich wieder nach vorn und gewann mit seinem grünen von Leo Jackson Motorsports (später Andy Petree Racing) eingesetzten Oldsmobile tatsächlich auch dieses Rennen. Und weil die vier erwähnten Rennen damals allesamt im Monat September stattfanden, wurde Gant anschließend nur noch "Mister September" genannt.

Nach "Mister September" Harry Gant haben es bis heute noch vier weitere Fahrer geschafft, vier Cup-Rennen in Folge zu gewinnen: Bill Elliott im Frühjahr 1992 (damals alle im Monat März), Mark Martin im Sommer 1993, Jeff Gordon im Sommer 1998 und zuletzt Jimmie Johnson, dem dieses Kunststück im Jahr 2007 ausgerechnet in den Playoffs gelungen ist.

Clash 2022 in L.A. wird für alle geöffnet (21. September)

Los Angeles Memorial Coliseum

Los Angeles Memorial Coliseum: Austragungsort für den NASCAR-Clash 2022 Zoom

Den als Clash bekannten inoffiziellen (weil punktelosen) Auftakt in eine neue NASCAR-Saison gibt es bereits seit 1979. Seither fand dieses punktelose Rennen im Februar stets in Daytona statt. Das wird sich für 2022 ändern. Denn am 6. Februar des kommenden Jahres steigt der Clash erstmals in Los Angeles, konkret in Form eines Stadionrennens im Los Angeles Memorial Coliseum, dem Olympiastadion für 2028.

Aber nicht nur der Austragungsort ist für 2022 neu. Denn wie NASCAR inzwischen bestätigt hat, wird das Einladungsrennen im kommenden Jahr grundsätzlich für alle Cup-Teams geöffnet. "Ich glaube, wir haben einige Teams, die das als richtig coole Chance nicht nur für sich, sondern auch für ihre Sponsoren ansehen. Deshalb werden wir es als Einladungsrennen [für alle] abhalten", sagte der stellvertretende NASCAR-Rennchef Steve O'Donnell in der vergangenen Woche gegenüber 'SiriusXM NASCAR Radio'.

In seiner ursprünglichen Form war der Clash jahrzehntelang ein Einladungsrennen für die Polesetter der Vorsaison gewesen. In den vergangenen Jahren aber hat man dieses Format erweitert. So waren für die jüngsten Ausgaben des Clash in Daytona weit mehr Fahrer als nur die Polesetter der jeweiligen Vorsaison eingeladen. Man erweiterte die Zulassung um alle Rennsieger, Stage-Sieger und Playoff-Teilnehmer der Vorsaison sowie um alle Sieger in der Geschichte des Clash und des Daytona 500, die noch ein Vollzeitcockpit innehatten.

Für den Clash 2022 werden grundsätzlich alle eingeladen. Allerdings soll es im Olympiastadion in Los Angeles zunächst Vorläufe (Heat-Races) geben, bei denen das Feld für das eigentliche Clash-Rennen verkleinert wird. Insgesamt rechnet man bei NASCAR laut O'Donnell für den ersten Clash in Los Angeles mit "wahrscheinlich 20 bis 25 Autos".

Kurt Busch kommentiert Playoff-Aus (20. September)

Kurt Busch

Kurt Busch: In Ganassis letzter NASCAR-Saison in erster Playoff-Stufe eliminiert Zoom

P6, P37 und P19 bei den drei Rennen der "Round of 16" der Playoffs waren für Kurt Busch deutlich zu wenig, um in der letzten NASCAR-Saison von Chip Ganassi Racing die zweite Playoff-Stufe ("Round of 12") zu erreichen. Am Samstagabend in Bristol kämpfte der NASCAR-Champion von 2004 mit Handlingsproblemen und kam gerade so in den Top 20 ins Ziel. Ausschlaggebender für sein Ausscheiden aus dem Titelkampf war aber der sieben Tage zuvor in Richmond passierte Crash mit Reifenschaden in Führung liegend.

"Wir hatten vorige Woche Pech und haben jetzt keine Chance mehr auf den Titel in diesem Jahr. Alles, was wir während der kommenden Wochen noch tun können ist, um Stolz, Würde und Ehre zu kämpfen", so Kurt Busch, der im Winter zu 23XI Racing wechseln wird, während das Ganassi-Team von Trackhouse Racing übernommen wird. "Das Team sperrt zu und wir sind vorzeitig raus. Das ist natürlich nicht der Verlauf der Dinge, den wir uns vorgestellt hatten. Vielleicht reicht es noch für eine Jahresendplatzierung im Bereich von Rang fünf bis zehn", hofft der baldige Ex-Ganassi-Pilot.

Martin Truex Jr. startet in Bristol von P1 (17. September)

Martin Truex Jun.

Gibbs-Pilot Martin Truex Jr. beginnt das Nachtrennen in Bristol von P1 Zoom

Am Samstagabend geht unter dem Flutlicht des Bristol Motor Speedway die erste Playoff-Stufe der NASCAR Cup-Saison 2021 zu Ende. Vier der aktuell noch 16 Playoff-Teilnehmer werden sich nach dem 500-Runden-Rennen aus dem Titelkampf ausklinken müssen. Beim Start wird das Feld angeführt von Martin Truex Jr. (Gibbs-Toyota), der gemäß berechneter Startaufstellung von P1 losfahren wird.

Die kompletten Top 16 der Startaufstellung für das Bass Pro Shops Night Race in Bristol lauten: Martin Truex Jr., Denny Hamlin, Joey Logano, Chase Elliott, Kyle Larson, Christopher Bell, Ryan Blaney, Kevin Harvick, Kyle Busch, Brad Keselowski, Alex Bowman, Aric Almirola, Tyler Reddick, William Byron, Kurt Busch, Michael McDowell.

Rückkehr auf das Indy-Oval nicht ausgeschlossen (16. September)

Renn-Action beim Brickyard 400 der NASCAR-Saison 2017 in Indianapolis

In Indianapolis wurde von 1994 bis 2020 auf dem Ovalkurs gefahren - künftig wieder? Zoom

Am Mittwoch wurde der Rennkalender für die NASCAR Cup-Saison 2022 präsentiert. Der Indianapolis-Termin sieht dabei zum zweiten Mal (nach 2021) den Infield-Rundkurs als das Layout vor, das befahren wird. Daran ändert auch das Randstein-Drama von vor wenigen Wochen nichts. Für die weitere Zukunft aber ist eine Rückkehr der NASCAR-Boliden auf das berühmte Indianapolis-Oval nicht vom Tisch.

Denn einem Comeback des Brickyard 400 im Oval steht man sowohl bei NASCAR als auch in der Chefetage des Indianapolis Motor Speedway grundsätzlich offen gegenüber. Seit dem vergangenen Jahr befindet sich die Strecke im Besitz von Roger Penske. Und nicht zuletzt deshalb ist das 2022er-Indianapolis-Wochenende im NASCAR-Kalender wieder ein gemeinsames mit der IndyCar-Serie. Die wird, wie schon 2021, samstags auf dem Rundkurs fahren, die NASCAR-Topliga dann sonntags.

Für die Zeit ab 2023, oder später, könnten die Cup-Autos auf den Ovalkurs zurückkehren. Ein mitentscheidender Parameter bei dieser Entscheidung werden das Handling und die Renn-Action mit den neuen Autos (Gen7 beziehungsweise Next-Gen) auf anderen flachen Ovalen sein.

Ganassi entlässt 55 Mitarbeiter am Saisonende (15. September)

Logo: Chip Ganassi Racing with Felix Sabates

Das NASCAR-Team von Ganassi gibt es 2022 nicht mehr - 55 Leute auf Jobsuche Zoom

Dass Chip Ganassi Racing sein NASCAR-Team zum Ende der laufenden Saison 2021 nach 21 Jahren auflöst und den Bestand inklusive des Race-Shops an das Trackhouse Racing Team verkauft, wurde bereits im Sommer bekanntgegeben. Jetzt aber geht laut des 'Charlotte Observer' aus behördlichen Dokumenten hervor, dass 55 Mitarbeiter den Wechsel von Ganassi zu Trackhouse nicht mit antreten werden.

Gemäß gesetzlicher Auflagen im US-Bundesstaat North Carolina müssen Unternehmen, die mehr als 100 Mitarbeiter haben, das Wirtschaftsministerium informieren, wenn mehr als 50 Entlassungen geplant sind und dies mindestens ein Drittel der Gesamtbelegschaft betrifft. Während sich 55 Mitarbeiter nach dem diesjährigen NASCAR-Saisonfinale (7. November in Phoenix) einen neuen Job suchen müssen, haben die Piloten bereits Klarheit über ihre Zukunft.

Ross Chastain wird wie der Großteil der Mitarbeiter im Winter den Wechsel von Ganassi zu Trackhouse vollziehen. Er wird Teamkollege von Daniel Suarez, um den neuen, zweiten Trackhouse-Chevrolet zu fahren. Kurt Busch hingegen hat für 2022 bei 23XI Racing unterschrieben. Er wird dort den neuen, zweiten 23XI-Toyota fahren und damit Teamkollege von Bubba Wallace sein. (Übersicht: Fahrer, Teams und Fahrerwechsel für die NASCAR-Saison 2022)

Routiniers drehen in den Playoffs auf (14. September)

Kevin Harvick, Denny Hamlin

Denny Hamlin und Kevin Harvick kommen in Schwung, wenn es drauf ankommt Zoom

In der Regular-Season hat man weder Denny Hamlin noch Kevin Harvick in der Victory Lane gesehen. Rechtzeitig mit Beginn der Playoffs aber haben die beiden NASCAR-Routiniers ihr Tempo angezogen. Hamlin siegte direkt Anfang September beim Playoff-Auftakt in Darlington und hat sich damit als erster der 16 Playoff-Teilnehmer das Ticket für die zweite Stufe ("Round of 12") gesichert. Beim zweiten Playoff-Rennen am vergangenen Samstag in Richmond war Hamlin abermals bestens aufgelegt. Nach den meisten Führungsrunden kam er als Zweiter ins Ziel.

Und auch Harvick präsentiert sich in den Playoffs in stärkerer Form als in der Regular-Season. Nachdem er die Playoffs als 16. der Setzliste gerade so erreicht hat, ist er sowohl in Darlington als auch in Richmond in die Top 10 gefahren. Mit P5 und P8 in den beiden Rennen hat Harvick nach zwei Rennen die viertbeste durchschnittliche Platzierung aller Playoff-Teilnehmer vorzuweisen. Vor ihm liegen in dieser Hinsicht Hamlin, Martin Truex Jr. und Kyle Larson, die allesamt schon sicher in der "Round of 12" stehen.

Und auch Kurt Busch - neben Hamlin und Harvick ein weiterer der Routiniers im Feld - präsentiert sich in den Playoffs stark. Allerdings hat er seine starke Form nicht in beiden Rennen ins Ziel gebracht. Nach P6 beim Playoff-Auftakt in Darlington lag Busch in Richmond in Führung, als er mit einem Platten in die Mauer krachte und das Rennen als Letzter (P37) abschloss. In der Playoff-Tabelle liegt er jetzt an zwölfter Stelle und muss somit gehörig um den Einzug in die "Round of 12" zittern. Die Entscheidung fällt am Samstagabend in Bristol.

Hendrick-Duo zittert um Playoff-Verbleib (13. September)

Alex Bowman, Maro Engel, William Byron

William Byron (24) und Alex Bowman (48) liegen vor Bristol im Minus-Bereich Zoom

Anhand der Erfahrungen aus den vergangenen Jahren war es fast zu befürchten: In den Playoffs einer NASCAR-Saison kommt es häufig ganz anders als in der Regular-Season. Diese Erfahrung macht derzeit insbesondere Hendrick Motorsports. Denn nachdem die Piloten des Vier-Wagen-Teams von Rick Hendrick bei den ersten 26 Saisonrennen elfmal den Weg in die Victory Lane fanden - darunter in Dover sogar der erste 1-2-3-4-Erfolg der Teamgeschichte - müssen nun mindestens zwei der vier um den Einzug in die "Round of 12" der Playoffs zittern.

Der dreimalige Saisonsieger Alex Bowman ist nach dem Richmond-Rennen vom Samstagabend nur 13. der Playoff-Tabelle, punktgleich mit Ganassi-Pilot Kurt Busch, der Zwölfter ist. Aktuell wäre Bowman nicht weiter. Für Teamkollege William Byron, der mit 18 Punkten Rückstand auf die beiden gar nur 15. der Tabelle ist, gilt das erst recht. Am Samstagabend in Bristol fällt die Entscheidung, welche vier der aktuell noch 16 Playoff-Teilnehmer ihren Titeltraum begraben müssen.

"Ich stehe vor Bristol auf der Kippe und muss einfach meinen Job erledigen und hoffen, dass es mit einem schnellen Auto noch reichen wird", so Bowman. Byron klingt angesichts seiner Lage deutlich pragmatischer: "Ich werde einfach alles geben und schauen, ob es zum Sieg reicht. Das ist mehr oder weniger das, was es wahrscheinlich brauchen wird." Aber auch Chase Elliott steht mit 19 Punkten im Plus noch lange nicht sicher in der "Round of 12".

Der einzige der vier Hendrick-Piloten, der die zweite Playoff-Stufe schon sicher erreicht hat, ist Kyle Larson dank seiner Vielzahl an Bonuspunkten aus der Regular-Season. Insgeheim hatte man bei Hendrick sogar darauf spekuliert, in diesem Jahr womöglich alle vier Piloten ins vierköpfige Finale zu bringen. Davon ist man schon jetzt, nach gerade mal zwei Playoff-Rennen, weit entfernt. (Fotostrecke: Der aktuelle Playoff-Stand im NASCAR Cup 2021)

Kyle Larson startet in Richmond von P1 (10. September)

Kyle Larson

Kyle Larson führt die Startaufstellung zum zweiten Playoff-Rennen an Zoom

Auf dem 0,75-Meilen-Oval in Richmond findet Samstagabend unter Flutlicht das Federated Auto Parts 400 als zweites von zehn Playoff-Rennen der laufenden NASCAR Cup-Saison statt. Die Berechnung der Startaufstellung hat ergeben, dass Kyle Larson (Hendrick-Chevrolet) das Feld beim Start des 400-Runden-Rennens anführen wird.

Wie in den Playoffs üblich (Ausnahme Saisonfinale in Phoenix) starten die Playoff-Teilnehmer geschlossen vor allen anderen Fahrern. Die weiteren Top 16 hinter Kyle Larson in der Startaufstellung in Richmond lauten: Denny Hamlin, Martin Truex Jr., Kurt Busch, Kevin Harvick, Joey Logano, Brad Keselowski, Ryan Blaney, Aric Almirola, Christopher Bell, Tyler Reddick, Alex Bowman, Chase Elliott, William Byron, Kyle Busch, Michael McDowell.

Gen7-Gruppentest offenbart Belüftungsproblem (9. September)

Next-Gen-Test: NASCAR Gen7-Autos in Daytona

In Daytona wurde in dieser Woche erstmals mit mehr als zwei Next-Gen-Autos getestet Zoom

Auf dem Daytona International Speedway ist am Dienstag und Mittwoch der angekündigte zweitägige Test mit acht Next-Gen-Autos (Gen7-Autos) für die NASCAR Cup-Saison 2022 über die Bühne gegangen (Teilnehmer siehe Eintrag vom 2. September hier weiter unten). Eine Erkenntnis, die im Verlauf der zwei Testtage gemacht wurde: In den Cockpits kam es beim Fahren in der achtköpfigen Gruppe zu Belüftungsproblemen.

"Es gibt natürlich einige Dinge, die wir von hier mitnehmen. So müssen wir an der Hitzeentwicklung im Auto arbeiten", bemerkt John Probst, der bei NASCAR der Abteilung für Innovationen vorsteht, in seiner Bilanz der zwei Tage und lässt wissen: "Wir haben schon ein paar Ideen."

So stellt Probst für Januar 2022 bereits einen weiteren Daytona-Test mit den neuen Autos in Aussicht. Dann sollen nicht nur deren acht fahren, sondern "möglicherweise 26 oder mehr", wie er ankündigt. Das Renndebüt der neuen Autogeneration ist für das Daytona 500 am 20. Februar vorgesehen. (Fotos: Next-Gen-Test in Daytona)

Kyle Busch zu 50.000 Dollar Strafe verdonnert (8. September)

Kyle Busch

Kyle Busch muss für sein Verhalten in Darlington 50.000 Dollar Strafe zahlen Zoom

Für Kyle Busch hat der Crash beim Playoff-Auftakt in Darlington noch weitere Folgen als das Abrutschen von P4 auf P14 der Playoff-Tabelle. Für die Art und Weise, wie er seinen beschädigten Gibbs-Toyota nach dem Mauereinschlag ins Fahrerlager zurückgefahren hat, ist Busch von NASCAR zu 50.000 US-Dollar Geldstrafe verdonnert worden.

In seinem Frust über den Crash hatte Busch am Sonntagabend in Darlington beim Linksabbiegen aus der Boxengasse in Richtung Fahrerlager eine Reihe Pylonen umgefahren. In unmittelbarer Nähe befanden sich mehrere Personen, die zur Seite rannten, um nicht ihrerseits vom Auto erwischt zu werden.

In der Begründung der Strafe wird seitens NASCAR auf drei Artikel im Reglement verwiesen, gegen die Busch verstoßen hat: 12.1a, 12.5.2.5a und 12.8a. Der entscheidende ist 12.5.2.5a, in dem es wörtlich heißt: "Alle Verstöße, die die Sicherheit eines Events gefährden oder auf andere Weise ein gefährliches Risiko für die Sicherheit von Teilnehmern, Offiziellen, Zuschauern oder anderen Personen darstellen, werden mit dem höchsten Maß an Ernsthaftigkeit behandelt. Sicherheitsverstöße werden von Fall zu Fall behandelt."

Im Gegensatz zu den üblichen Geldstrafen, die für technische Regelverstöße ausgesprochen werden, muss Kyle Busch in diesem Fall selbst in die Tasche greifen. Die Strafe wurde explizit gegen ihn und nicht gegen die Gibbs-Crew ausgesprochen. Die 50.000 Dollar steckt man sich bei NASCAR aber nicht etwa in die eigene Tasche. Der Betrag kommt wie bei allen Geldstrafen für Verhaltensverstöße direkt der NASCAR-Foundation zu Gute und damit dem guten Zweck.

Zieht Clash von Daytona nach Los Angeles um? (7. September)

Sonnenuntergang hinter dem Baseball-Stadion Foro Sol im Autodromo Hermanos Rodriguez in Mexico City

Beginnt das NASCAR-Jahr 2022 in einem Stadion in Los Angeles? (Symbolfoto) Zoom

Findet der inoffizielle NASCAR-Saisonauftakt, das als Clash bekannte Rennen ohne Punkte, im kommenden Jahr erstmals in Kalifornien statt? Laut eines Berichts von 'The Athletic' gibt es bei NASCAR spektakuläre Überlegungen. Demnach könnte das nicht zur Meisterschaft zählende Einladungsrennen im Februar 2022 in Los Angeles stattfinden. Der Clou dabei: Als Austragungsort ist keine klassische Rennstrecke im Gespräch, sondern ein Mehrzweckstadion, das Los Angeles Memorial Coliseum.

Besagtes Stadion in Downtown L.A., in dem 77.500 Zuschauer Platz finden, war in den Jahren 1932 und 1984 das Stadion für die Olympischen Sommerspiele. Und es steht bereits fest, dass in diesem Stadion auch im Jahr 2028 die Olympischen Sommerspiele stattfinden werden. Sollten sich die Überlegungen verwirklichen, dass in eben diesem Stadion im Februar 2022 ein NASCAR-Rennen stattfindet, dann wäre es ein spektakulärer Auftakt in die Ära der neuen NASCAR-Autogeneration (Gen7 beziehungsweise Next-Gen).

Allerdings gilt es als wahrscheinlich, dass (wenn überhaupt in Los Angeles gefahren wird) dort "nur" die Streckenpräsentation der neuen NASCAR-Autos stattfinden wird. Ein Renneinsatz gilt als unwahrscheinlich, weil bei einem Rennen auf einem 400-Meter-Oval (entspricht grob einer Viertelmeile) reichlich Kollisionen zu erwarten wären. Stand heute ist das Renndebüt für das Next-Gen-Auto für das Daytona 500 am 20. Februar vorgesehen. Ungeachtet dessen könnten die NASCAR-Stars wenige Tage zuvor, notfalls mit den aktuellen Autos, im Los Angeles Memorial Coliseum ihre Runden drehen. Sehenswert wäre es wohl allemal ...

Larsons Schlussattacke scheitert knapp (6. September)

Kyle Larson

Kyle Larson probierte in der letzten Runde in Darlington einen Verzweiflungsangriff Zoom

Gibbs-Pilot Denny Hamlin hat am Sonntagabend den Playoff-Auftakt in Darlington gewonnen, Hendrick-Pilot Kyle Larson hätte ihn beinahe gewonnen. Eingangs der letzten Runde schien Larson als Zweitplatzierter eigentlich schon zu weit weg. Doch bei der letzten Durchfahrt von Turn 3 nutzte er die Außenmauer anstatt sein Bremspedal, um das Auto zu verzögern. Dadurch kam er unmittelbar ans Heck von Hamlins Gibbs-Toyota, vorbei aber nicht mehr. Hamlin brachte seinen ersten Saisonsieg, mit dem er direkt in die zweite Playoff-Stufe vorgestoßen ist, mit 0,212 Sekunden ins Ziel.

"Als wir die Weiße Flagge [für die letzte Runde] sahen, dachte ich mir, jetzt probiere ich noch was", so Larson nach dem Rennen und weiter: "Ich hatte gehofft, dass er die Kurve spitzer fahren würde, um auf Nummer sicherzugehen. Da wollte ich mich außen neben ihn setzen. Ehrlich gesagt habe ich seine Stoßstange aber zu schnell erreicht. Ich habe alles gegeben."

Hamlins Reaktion lautete: "Er war dort jenseits des Limits des Autos und der Reifen unterwegs. Ich wusste, dass er kommen würde, denn ich fuhr die letzte Runde ein bisschen konservativ. Ich hätte aber nicht gedacht, dass er derart reinhalten würde."

"Ich wollte ihn nicht abschießen", versicherte Larson umgehend. "Ich wollte einfach versuchen, außen neben ihn zu kommen, aber er hat das gut gemacht und im letzten Stint keine Fehler mehr gemacht. Ich musste mich wirklich strecken, um überhaupt an ihm dranzubleiben", so der Champion der Regular-Season, der die Playoffs mit P2 eröffnet hat. Im Gegenzug hat Hamlin als Gesamtzweiter der Regular-Season die Playoffs mit P1 eröffnet. Die beiden waren beim Playoff-Auftakt die bestimmenden Fahrer. Von den 367 Runden führte Larson 156. Hamlin führte 146 Runden, darunter die entscheidende letzte.

Blaney startet Playoff-Auftakt in Darlington von P1 (3. September)

Ryan Blaney

Penske-Pilot Ryan Blaney die führt Startaufstellung für das erste Playoff-Rennen 2021 an Zoom

Hendrick-Pilot Kyle Larson hat am vergangenen Wochenende in Daytona den Titel des Champions der regulären NASCAR Cup-Saison 2021 eingefahren, aber der Mann der Stunde ist Penske-Pilot Ryan Blaney. Nach zuletzt zwei Siegen in Folge startet Blaney ausgerechnet beim Playoff-Auftakt am Sonntag in Darlington zum ersten Mal in dieser Saison von P1.

Die Berechnung der Startaufstellung für das Cook Out Southern 500 in Darlington hat ergeben, dass Blaney vor Denny Hamlin, Kurt Busch, Chase Elliott und Alex Bowman. Der nächste wäre laut Rechenformel eigentlich Bubba Wallace. Weil er aber nicht zum Kreis der Playoff-Teilnehmer gehört, rutscht er in der Startaufstellung auf P17 ab.

Denn die 16 Playoff-Teilnehmer starten auch in diesem Jahr wieder bei den drei Rennen der ersten Playoff-Stufe (Darlington, Richmond, Bristol) geschlossen von vorn. In der zweiten und dritten Playoff-Stufe werden es dann nicht 16, sondern zwölf beziehungsweise acht Playoff-Teilnehmer sein, die vor allen anderen starten. Das Finale in Phoenix ist das einzige Playoff-Rennen, bei dem es ein Qualifying gibt.

Die kompletten Top 16 der Startaufstellung für Darlington lauten: Ryan Blaney, Denny Hamlin, Kurt Busch, Chase Elliott, Alex Bowman, Kyle Larson, Tyler Reddick, Aric Almirola, Kevin Harvick, Martin Truex Jr., Joey Logano, Kyle Busch, Christopher Bell, William Byron, Michael McDowell, Brad Keselowski.

Umfangreicher Gen7-Test in Daytona (2. September)

Daytona-Test des Next-Gen-Autos für die NASCAR Cup-Saison 2022

In Daytona wird kommende Woche zwei Tage lang mit acht Next-Gen-Autos getestet Zoom

Am Dienstag und Mittwoch kommender Woche (7./8. September) steigt auf dem Ovalkurs des Daytona International Speedway der bisher umfangreichste Test mit der neuen Autogeneration für die NASCAR Cup-Saison 2022. Eben dieses als Next-Gen-Car oder auch als Gen7-Auto bekannte, revolutionäre Auto wurde bislang maximal von drei Fahrern gleichzeitig auf einer Strecke getestet. Kommende Woche in Daytona werden es acht Fahrer sein.

Austin Dillon, Denny Hamlin, Chris Buescher, Joey Logano, William Byron, Cole Custer, Ross Chastain und Ricky Stenhouse wurden ausgewählt, um das neue NASCAR-Auto anlässlich eines zweitägigen Goodyear-Reifentests zu fahren. Getestet wird dabei aber weit mehr als nur die Reifen.

So verspricht sich NASCAR vom ersten größeren Gruppentest aussagekräftige Daten über das Verhalten des Gen7-Autos im Pulk. Und Reifenlieferant Goodyear erhofft sich Daten, um eine Reifenmischung zu entwickeln, die im nächsten Jahr für die Renneinsätze mit den 18-Zoll-Rädern bereitgestellt wird. Die derzeit noch aktuelle Autogeneration (Gen6) fährt mit 15-Zoll-Rädern.

JTG rüstet 2022 von zwei Autos auf eins zurück (1. September)

Ricky Stenhouse, Ryan Preece

JTG Daugherty Racing zieht das Auto mit der Startnummer 37 für 2022 zurück Zoom

Nach fünf Jahren als Zwei-Wagen-Team in der höchsten NASCAR-Liga rüstet JTG Daugherty Racing für die Saison 2022 zurück auf ein Auto. Der Chevrolet Camaro mit der Startnummer 47, seit 2020 pilotiert von Ricky Stenhouse, bleibt im Aufgebot. Das Schwesterauto mit der Startnummer 37, das zunächst Chris Buescher drei Jahre lang fuhr und das jetzt im zweiten Jahr hintereinander von Ryan Preece gefahren wird, stellt man nach Saisonende ein.

"Dieses zweite Auto war überhaupt nur möglich für uns, weil wir sehr sehr viel Glück mit unserem Sponsorenkonzept hatten. Wir hatten Sponsoren-Dollars übrig, die wir irgendwo platzieren mussten", erklärt Brad Daugherty als einer der Mitbesitzer des Teams und gibt zu, dass dieses zweite Auto im Team, das in der laufenden Saison 2021 ohne Charter eingesetzt wird, "einigen unserer Geschäftspartner viel Geld beschert hat, uns selber aber den Fokus erschwert hat". In der Saison 2022, der ersten mit der neuen Autogeneration (Gen7 beziehungsweise Next-Gen), "kehren wir dahin zurück, ein richtig starkes Ein-Wagen-Team zu sein", so Daugherty.

Die erste volle Saison von JTG Daugherty Racing war 2009. Bis einschließlich 2016 trat man als Ein-Wagen-Team an. Aus dieser Zeit datiert der bis heute einzige Sieg. Eingefahren wurde er 2014 in Watkins Glen von A.J. Allmendinger. Wer in der Saison 2022 den #47 JTG-Chevrolet fahren wird, ist noch offen. Sowohl der Vertrag mit Preece als auch jener mit Stenhouse laufen zum Jahresende aus. Die größeren Chancen auf Verbleib im Team werden Stenhouse nachgesagt. Offiziell ist die weitere Zusammenarbeit aber noch nicht.

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