powered by Motorsport.com

NASCAR-News Juni 2021: Nachrichten aus der NASCAR-Szene, kurz & kompakt

Aktuelle Nachrichten aus der NASCAR-Szene, kurz und kompakt: Rundkurs-Spezialist, aber NASCAR-Neuling: Ryan Eversley bei Road-America-Comeback dabei

Eversley gibt Cup-Debüt in Elkhart Lake (30. Juni)

Ryan Eversley

Ryan Eversley gibt am Sonntag in Elkhart Lake sein Cup-Debüt für Rick Ware Racing Zoom

Am Sonntag steigt auf der Rennstrecke Road America in Elkhart Lake das vierte von sieben Rundkurs-Rennen der NASCAR Cup-Saison 2021. Während die Rennserie anno 1956 zum bisher einzigen Mal auf der 6,4 Kilometer langen Strecke im US-Bundesstaat Wisconsin am Start war und jetzt nach 65 Jahren zurückkehrt, wird es für einen der 40 gemeldeten Fahrer das Cup-Debüt. Ryan Eversley ist für den Chevrolet Camaro mit der Startnummer 53 von Rick Ware Racing gemeldet.

Der aus dem US-Bundesstaat Georgia stammende Eversley ist zwar NASCAR-Neuling, dafür aber Rundkurs-Spezialist. In der nicht mehr existenten American Le Mans Series (ALMS) hat er es in unterschiedlichen Klassen bei vier Rennen auf vier Podestplätze gebracht. Auch in der ebenfalls nicht mehr existenten Grand-Am-Serie fuhr er auf das Podium. Zuletzt war Eversley in der Saison 2018 in der heutigen IMSA-Serie am Start, hat dort aber noch keinen Podestplatz erzielt.

Crewchief Todd Gordon verkündet Rücktritt (29. Juni)

Todd Gordon

Todd Gordon tritt nach zehn Jahren als Cup-Crewchief bei Penske zurück Zoom

Todd Gordon, seit vielen Jahren Crewchief im Penske-Team und seit 2020 für das Auto von Ryan Blaney zuständig, wird seine NASCAR-Laufbahn mit Ende der laufenden Cup-Saison 2021 beenden. Gordon stieß zur Saison 2011 als Crewchief zu Penske war zunächst in der Xfinity-Serie tätig. Mit Brad Keselowski, Kurt Busch und Joey Logano hat er es dort bis 2015 auf sieben Siege gebracht.

Ab 2012 aber war Gordon hauptsächlich in der Cup-Serie als Crewchief tätig - zunächst für A.J. Allmendinger und Sam Hornish Jr., später für Joey Logano, mit dem er 2018 den Cup-Titel errang, und aktuell für Blaney. Insgesamt hat es Gordon bislang auf 23 Cup-Siege gebracht, 21 davon mit Logano (darunter das Daytona 500 im Jahr 2015) und zwei mit Blaney.

"Es war eine unglaubliche Zeit hier beim Team Penske und ich bin extrem glücklich über die Chancen, die ich bekommen habe. Mit Blick in Zukunft aber muss ich sagen, dass ich jetzt zehn Cup-Jahre auf dem Buckel habe und in der NASCAR insgesamt ist es sogar schon mein 23. Jahr. Ich habe jetzt einfach im Sinne der Familie entschieden, dass das mein letztes Jahr als Crewchief sein wird", so Gordon gegenüber 'SiriusXM NASCAR Radio'.

"Lästige" Strategie, aber erstmals Top 5 für 23XI (28. Juni)

Bubba Wallace

Bubba Wallace fuhr den 23XI-Toyota am Sonntag in Pocono auf den fünften Platz Zoom

23XI Racing, das NASCAR-Team von NBA-Legende Michael Jordan und von Denny Hamlin, hat am Sonntag auf dem Pocono Raceway seine erste Top-5-Platzierung erzielt. Dass Bubba Wallace das Rennen mit einem ganz ähnlichen Spritpoker wie Sieger Kyle Busch auf P5 beendet hat, lag aber nicht zuletzt daran, dass der Spritpoker ausgerechnet bei Teammitbesitzer Denny Hamlin schiefging. Mit seinem Gibbs-Toyota musste Hamlin in der vorletzten Runde als Spitzenreiter einen letzten kurzen Tankstopp einlegen. Busch übernahm die Führung und Wallace holte statt "nur" einer Top-10-Platzierung die erste Top-5-Platzierung für 23XI.

Um den Spritpoker zum Erfolg zu führen, erhielt Wallace über Funk immer wieder Durchsagen. "80 Prozent hier, 60 Prozent hier. So ging das die ganze Zeit. Das war wirklich lästig, aber es hat funktioniert", so "Bubba", dem das historische Ergebnis vor den Augen von Teammitbesitzer Michael Jordan gelang. "Bossman MJ war hier. Wir hatten die gesamte Belegschaft hier. Es war ein guter Tag und ein gutes Wochenende", freut sich Wallace, der im Samstagsrennen auf P14 ins Ziel gekommen war.

Kyle Larson startet Pocono 1 von P1 (25. Juni)

Kyle Larson

Hendrick-Pilot Kyle Larson führt das Feld beim Start am Samstag in Pocono an Zoom

Nachdem es in der NASCAR-Saison 2020 fünf Doppel-Events mit zwei aufeinanderfolgenden Rennen auf derselben Strecke gegeben hat, wovon die meisten der Coronasituation geschuldet waren, ist in der laufenden Saison 2021 nur ein Double-Header vorgesehen. Dieser steigt am Wochenende auf dem Pocono Raceway, dem 2,5 langen Tri-Oval.

Die Startaufstellung für das Samstagsrennen (130 Runden) hat man anhand der Rechenformel ermittelt. Die Startaufstellung für das Sonntagsrennen (140 Runden) ergibt sich aus dem Rennergebnis vom Samstag, wobei die Top 20 umgekehrt werden.

Die Berechnung der Startaufstellung für Samstag hat ergeben, dass Kyle Larson von P1 starten wird, gefolgt von William Byron, Kevin Harvick, Joey Logano, Kyle Busch, Ross Chastain, Ricky Stenhouse, Kurt Busch, Christopher Bell, Denny Hamlin.

Hamlins Tabellenführung schmilzt wie Eis (24. Juni)

Denny Hamlin

Denny Hamlin sieht seinen Punktevorsprung seit sechs Wochen rapide schrumpfen Zoom

Angesichts der jüngsten Siegesserie von Hendrick Motorsports und insbesondere Kyle Larson erscheint es erstaunlich, dass es nach wie vor Gibbs-Pilot Denny Hamlin ist, der die Punktewertung der laufenden NASCAR Cup-Saison 2021 anführt. Doch der Vorsprung ist rapide geschmolzen. Bei den sechs zurückliegenden (Punkte-)Rennen seit Darlington am 9. Mai hat Larson satte 134 Zähler auf Hamlin aufgeholt und liegt aktuell nur noch deren zehn zurück.

Gelungen ist Larson die rasante Aufholjagd mit drei zweiten Plätzen, gefolgt von drei Siegen. Zudem hat der Hendrick-Pilot in diesem Zeitraum sieben von zwölf möglichen Stage-Siegen eingefahren, wofür es jeweils zehn Bonuspunkte (und einen Playoff-Punkt) gibt. Insgesamt hat Larson in dieser Saison schon zwölf Stage-Siege eingefahren, Hamlin "nur" fünf. In puncto Saisonsiegen steht es vier zu null für Larson gegen Hamlin. Und in puncto Führungsrunden hat Larson mittlerweile fast doppelt so viele wie Hamlin, nachdem er ihn erst beim 13. Saisonrennen (Dover) diesbezüglich überholt hatte.

Hamlin hat sich sein Punktepolster in der Anfangsphase der Saison über die Konstanz aufgebaut. So schloss er bei den 17 bisherigen Rennen zwölfmal in den Top 10 ab. Larson aber steht inzwischen ebenso bei zwölf, gleiches gilt für Kevin Harvick. Die meisten Top-10-Ergebnisse (13) hat William Byron eingefahren. Nach dem Samstagsrennen am kommenden Wochenende in Pocono ist offiziell Halbzeit in der Saison. In der Regular-Season bis zum Beginn der Playoffs aber verbleiben dann nur noch acht Rennen.

Neben den Saisonsiegern qualifiziert sich nach den 26 Rennen der Regular-Season auch der Führende in der Punktewertung automatisch für die Playoffs. Diese Position (und damit sein potenzielles Playoff-Ticket) droht Hamlin in Kürze zu verlieren. Abgesehen von Hamlin wartet auch Harvick weiter auf seinen ersten Saisonsieg 2021. Zur Erinnerung: 2020 hatte es Hamlin auf sieben Saisonsiege gebracht, Harvick gar auf neun.

Penske schiebt (noch) "keine Panik" (23. Juni)

Joey Logano, Brad Keselowski, Ryan Blaney

Penske mit Logano, Keselowski, Blaney: Eines der Teams, die derzeit gebügelt werden Zoom

An Hendrick Motorsports führt in der NASCAR derzeit kein Weg vorbei. Das bislang letzte Rennen, das von einem anderen Team gewonnen wurde, war Darlington am 9. Mai. Seither haben drei der vier Hendrick-Piloten alle fünf Punkterennen plus das All-Star-Race für sich entschieden. Mehr noch: In den meisten Fällen haben sie dominiert. Allein Kyle Larson hat (inklusive All-Star-Race) zuletzt viermal in Folge gewonnen und in drei dieser vier Fälle auch die meisten Führungsrunden verbucht.

Penske ist eines der Teams, die derzeit Woche für Woche von Hendrick gebügelt werden. Zwar hat jeder der drei Piloten - Brad Keselowski, Ryan Blaney, Joey Logano - schon einen Saisonsieg auf dem Konto. Diese Siege aber liegen Monate zurück. Bei den zurückliegenden Rennen tat man sich regelmäßig schwer, das Hendrick-Tempo auch nur annähernd mitzugehen. "Eine derartige Dominanz, wie sie diese Jungs während der vergangenen sechs Wochen an den Tag gelegt haben, ist nur mit einer unglaublichen Kombination aus Faktoren möglich", weiß Penske-Renndirektor Travis Geisler.

"Alle fragen sich, wo man ansetzen muss. Nun, im Grunde überall. Es sind einfach viele kleine Dinge in vielen unterschiedlichen Bereichen", so Geisler, der aber versichert, dass man (noch) keine Panik schiebt: "Panisch nicht, aber definitiv realistisch dahingehend, dass wir in den kommenden Monaten einiges aufzuholen haben", sagt er mit Blick auf die Stimmung in Vorbereitung auf die am 5. September in Darlington beginnenden Playoffs. Und wissend, dass die Karten dann neu gemischt werden, sagt der Penske-Renndirektor abschließend: "Es kommt darauf an, dann zur Stelle zu sein, wenn es zählt."

Letztes Xfinity-Jahr für Kyle Busch? (22. Juni)

Kyle Busch feiert seinen 100. Xfinity-Sieg

Die 100 Xfinity-Siege hat Kyle Busch am Wochenende in Nashville voll gemacht Zoom

Beim Rennen der Xfinity-Serie am vergangenen Samstag auf dem Nashville Superspeedway hat Kyle Busch seinen 100. Sieg in eben dieser zweiten NASCAR-Liga erzielt. Der nach Siegen erfolgreichste Fahrer in dieser Rennserie war er schon lange vorher. Und so hatte Kyle Busch schon vor Jahren angekündigt, sich aus der Xfinity-Serie zurückzuziehen, wenn er es einmal auf 100 Siege gebracht hat. Damit wurde der zweimalige Cup-Champion direkt im Anschluss an seinen Jubiläumssieg konfrontiert. Seine Antwort fiel wie so oft ironisch aus.

Auf die Frage, ob er auch 2022 noch Xfinity-Rennen fahren werde, entgegnete Kyle Busch: "Warum? Habt ihr die Zuschauer gehört? Niemand mag mich. Ich werde hier nieder gemacht, sei es von den Fans oder den Medien. Immer heißt es, was mache ich hier, weshalb mache ich das und warum schlage ich die kleinen Jungs? Nun, ich liebe es einfach zu gewinnen. Und wenn ich im Cup nicht gewinnen kann, dann höre ich dort vielleicht auf und fahre nächstes Jahr Vollzeit Xfinity."

Chase Elliott in Nashville disqualifiziert (21. Juni)

Chase Elliott

Hendrick-Pilot Chase Elliott taucht im Nashville-Ergebnis auf P39 statt P13 auf Zoom

Während Kyle Larson beim Ally 400 am Sonntag in Nashville zum dritten Mal (mit All-Star-Race zum vierten Mal) in ununterbrochener Reihenfolge in die Victory Lange gefahren ist, hat Hendrick-Teamkollege Chase Elliott sein Rennergebnis abtreten müssen. Ins Ziel kam Elliott nach Stage-1-Sieg auf dem 13. Platz. Bei der Technischen Kontrolle nach dem Rennen aber wurden nicht weniger als fünf(!) lockere Radmuttern beanstandet. Die Folge: Disqualifikation. Den Stage-1-Sieg erbt Kurt Busch.

Im offiziellen Rennergebnis taucht Elliott mit P39 statt P13 auf. Bei Rennen 1 des Pocono-Doppels am kommenden Wochenende wird er somit aufgrund berechneter Startaufstellung deutlich weiter hinten starten als es ohne die Strafe der Fall gewesen wäre. Abgesehen davon hält sich der Schaden aber in Grenzen. Für die Playoffs ist der Vorjahreschampion dank eines Saisonsieges (Austin) gesetzt.

GMS Racing verkündet Cup-Einstieg 2022 (18. Juni)

Logo: GMS Racing

GMS Racing fährt ab 2022 nach Truck- und Xfinity-Rennen auch Cup-Rennen Zoom

Die Tatsache, dass die Saison 2022 der höchsten NASCAR-Liga das Debüt der komplett neuen Fahrzeuggeneration (Gen7 beziehungsweise Next-Gen) sieht, wird von GMS Racing genutzt, um den Aufstieg zu vollziehen. "Bei GMS blicken wir immer nach vorn. Ich glaube, das ist in diesem Prozess jetzt der nächste Schritt", so Teambesitzer Maury Gallagher. Teampräsident Mike Beam fügt hinzu, dass "uns die Einführung des Next-Gen-Autos im Jahr 2022 als die perfekte Gelegenheit erscheint, diesen Schritt zu unternehmen".

Seit GMS Racing im Jahr 2014 gegründet wurde, hat man es bis dato in der Truck-Serie, wo man seit Jahren mehrere Trucks auf Vollzeitbasis einsetzt, auf 38 Rennsiege und zwei Titel (2016 mit Johnny Sauter und 2020 mit Sheldon Creed) gebracht. In der Xfinity-Serie ist GMS auf Teilzeitbasis am Start. Dort hat man einen Rennsieg erzielt: 2018 in Talladega mit Spencer Gallagher, dem Sohn von Teambesitzer Maury Gallagher, als Fahrer. Wer in der Cup-Saison 2022 für GMS fahren wird und wie viele Rennen man in Angriff nehmen will, soll später verkündet werden.

Texas Motor Speedway verringert Kapazität (17. Juni)

Texas Motor Speedway in Fort Worth

Einst gab es in Fort Worth fast 160.000 Sitze, bald nicht mal mehr die Hälfte? Zoom

Der Texas Motor Speedway in Fort Worth ist die bislang letzte Strecke im NASCAR-Kalender, die ihre Zuschauerkapazität an die aktuelle Nachfrage anpasst und die Anzahl der Sitzplätze reduziert. Von den ursprünglich knapp 160.000 Tribünenplätzen hat im Laufe der vergangenen Jahre schon auf aktuell 112.500 zurückgerüstet. In der Ära nach Eddie Gossage will man nochmals deutlich zurückfahren. "Ich will nicht sagen 50.000, weil ich glaube, dass das zu wenig für uns wäre. Aber so um die 75.000 werden es wohl werden", wird Kenton Nelson, stellvertretender Geschäftsführer des Texas Motor Speedway, von 'Fort Worth Star-Telegram' zitiert.

Der Umbau der Tribünen soll aber nicht einfach nur eine simple Reduktion von Sitzplätzen werden. Nelson spricht von einer "Remodernisierung" und stellt in Aussicht: "Wir werden wohl hier und da eine Sitzreihe herausnehmen und sie durch einen Querbalken [zur Ablage] für Getränke und Speisen ersetzen." Abgesehen davon wird überlegt, die Breite der dann noch verfügbaren Sitzplätze zu vergrößern, um mehr Komfort zu schaffen. Ganz ähnlich wurde vor sechs Jahren schon der Daytona International Speedway modernisiert.

Harvick fährt im Grave-Digger-Design (16. Juni)

Grave-Digger-Design am Stewart/Haas-Ford von Kevin Harvick für das NASCAR-Rennen in Nashville 2021

Grave-Digger-Design am Stewart/Haas-Ford von Kevin Harvick für Nashville Zoom

Das bevorstehende NASCAR-Wochenende auf dem Nashville Superspeedway wird zumindest für die NASCAR-Topliga eine Premiere. Sie gastiert am Sonntag zum ersten Mal auf dem südöstlich von Downtown Nashville gelegenen 1,333-Meilen-Oval. Im Gegensatz dazu wird es für die zweite und die dritte NASCAR-Liga am Samstag respektive Freitag eine Rückkehr. In den Jahren 2001 bis 2011 nämlich fuhren sowohl die Xfinity-Serie (damals Busch-Serie beziehungsweise Nationwide-Serie) und auch die Truck-Serie schon auf dem Nashville Superspeedway.

Beim Cup-Debüt am Sonntag fährt einer mit einem ganz besonderen Paint-Scheme: Kevin Harvick. Der #4 Stewart/Haas-Ford nämlich rückt im Grave-Digger-Design aus und fährt damit in den Farben des wohl bekanntesten und zudem eines der erfolgreichsten Trucks aus der Monster-Truck-Liga Monster Jam. Am 17./18. Juli ist der Monster-Jam-Zirkus in Nashville zu Gast.

Larson wie Gordon, Johnson und Elliott? (15. Juni)

Kyle Larson

Den All-Star-Sieg 2021 hat Kyle Larson in der Tasche, holt er auch den Titel? Zoom

Mit seinem Sieg beim All-Star-Race am Sonntag in Fort Worth hat Kyle Larson dafür gesorgt, dass dieses punktelose Rennen nun zehnmal von einem Hendrick-Piloten gewonnen wurde. Bemerkenswert: In den neun vorangegangenen Fällen wurde der jeweilige Fahrer nicht weniger als sechsmal am Jahresende auch Champion. Jeff Gordon gelang das Doppel aus All-Star-Sieg und Titel dreimal (1995, 1997, 2001), Jimmie Johnson zweimal (2006, 2013) und Chase Elliott einmal (2020).

Ob Kyle Larson diese doppelte Hendrick-Erfolgsbilanz auf sieben erweitert, bleibt abzuwarten. Sein Playoff-Ticket 2021 hat der Kalifornier mit drei Saisonsiegen längst fixiert. Die Playoffs haben aber bekanntlich eigene Gesetzte. Und das Ein-Meilen-Oval in Phoenix, wo in diesem Jahr zum zweiten Mal nach 2020 das Finale stattfindet, ist nicht gerade als Larsons Paradestrecke bekannt.

Hendrick-Gegner auch im All-Star-Race ohne Chance (14. Juni)

Brad Keselowski, Kyle Larson

Im All-Star-Race war es Brad Keselowski, der hinter Kyle Larson Zweiter wurde Zoom

Im Anschluss an das Rundkurs-Rennen vor acht Tagen in Sonoma musste Gibbs-Pilot Martin Truex Jr. die derzeitige Überlegenheit von Hendrick Motorsports und insbesondere Kyle Larson neidlos anerkennen (siehe Eintrag vom 7. Juni hier weiter unten). Im Anschluss an das All-Star-Race in Fort Worth war es nun Penske-Pilot Brad Keselowski, dem nichts anderes als genau das übrig blieb.

"Zweiter hinter einem der Hendrick-Autos zu werden, das ist in diesen Tagen eine Errungenschaft. Sie sind einfach verdammt schnell", so Keselowski, der sich im letzten Segment des All-Star-Race mit einem Three-Wide-Manöver gegen Larson und dessen Teamkollegen Chase Elliott für eine halbe Runde in Führung setzte, dann aber sofort wieder von Larson kassiert wurde. "Ausgangs Turn 4 hatte ich ihn, aber sie haben ein derart hohes Tempo. Er ist dann einfach wieder an mir vorbeigeschossen, verdammt!"

Während das All-Star-Race für Larson nach zuvor zwei aufeinanderfolgenden Siegen bei Punkterennen der dritten Rennsieg in Folge war und sein zweiter in Folge beim All-Star-Race (2019 siegte er, 2020 war er gesperrt), so ist Keselowski bei seinem 13. All-Star-Race und zum dritten Mal Zweiter geworden. Gewonnen hat er es noch nie. Immerhin: Penske zeigte eine geschlossene Teamleistung, denn Keselowskis Teamkollegen Joey Logano und Ryan Blaney kamen auf P4 und P5 ins Ziel. Blaney war der einzige Nicht-Hendrick-Pilot, der am Sonntag eines der sechs Rennsegmente für sich entschied.

Larson startet per Losglück von P1 ins All-Star-Race (11. Juni)

Kyle Larson

Hendrick-Pilot Kyle Larson startet beim All-Star-Race in Fort Worth von ganz vorn Zoom

Für das All-Star-Race am Sonntag auf dem Texas Motor Speedway in Fort Worth wurde die Startaufstellung nicht anhand der sonst (meist) üblichen Rechenformel ermittelt. Ein Qualifying aber gibt es ebenso wenig. Stattdessen hat eine Auslosung darüber entschieden, in welcher Reihenfolge die 17 direkt für das diesjährige All-Star-Race qualifizierten Piloten ins Rennen gehen. P1 wurde Kyle Larson zugelost, der die beiden zurückliegenden Punkterennen (Charlotte und Sonoma) gewonnen hat und zudem im Jahr 2019 beim damals noch in Charlotte ausgetragenen All-Star-Race siegreich war.

Hinter Larson lautet die weitere Startaufstellung von P2 bis P17: Kyle Busch, Christopher Bell, Cole Custer, Austin Dillon, Chase Elliott, Joey Logano, William Byron, Brad Keselowski, Martin Truex Jr., Michael McDowell, Kevin Harvick, Kurt Busch, Ryan Newman, Alex Bowman, Denny Hamlin, Ryan Blaney. Am Sonntag kommen aber noch maximal vier weitere Teilnehmer hinzu: Die Sieger der drei Rennsegmente im Qualifikationsrennen (All-Star-Open) sowie der Gewinner des Fan-Votings. Der Start zum All-Star-Open erfolgt in MESZ umgerechnet kurz nach Mitternacht von Sonntag auf Montag, der Start zum All-Star-Race gut zwei Stunden später.

Hendrick oder Fox die Zukunft für Jeff Gordon? (10. Juni)

Rick Hendrick, Jeff Gordon

Mit Rick Hendrick ist Jeff Gordon seit Beginn der 1990er-Jahre eng verbunden Zoom

Seit 2016 ist der viermalige NASCAR-Champion Jeff Gordon fester Bestandteil des Kommentatorenteams von Fox Sports. Der zum Medienimperium von Rupert Murdoch gehörende TV-Sender überträgt üblicherweise die Hälfte der NASCAR Cup-Saison. Das letzte Fox-Rennen in diesem Jahr ist das All-Star-Race am kommenden Sonntag in Fort Worth. Im Anschluss an dieses wird sich Gordon laut Informationen von 'Sports Business Journal' entscheiden, ob er 2022 in sein siebtes Jahr bei Fox gehen wird, oder aber ob er bei Hendrick Motorsports eine noch größere Rolle als ohnehin schon einnehmen wird.

Mit Hendrick Motorsports ist Gordon seit Beginn der 1990er-Jahre eng verbunden. Jedes einzelne seiner 805 Rennen in der NASCAR-Topliga bestritt der Kalifornier für das Team von Rick Hendrick, wobei er die neongelbe Startnummer 24 zur Legende gemacht hat, indem er mit dieser Nummer 93 Rennsiege und vier Titel erzielt hat. Abgesehen davon ist Gordon seit 2001 Teilhaber der Hendrick-Crew mit der Startnummer 48, für die allein Jimmie Johnson 83 Rennsiege und sieben Titel errungen hat. Und spätestens seit seinem Rücktritt Ende 2015 (auf den 2016 noch acht Rennen als Ersatz für Dale Earnhardt Jr. folgten) gilt Gordon als auf lange Sicht gesehen potenzieller Nachfolger von Rick Hendrick auf dem Posten des Teamchefs.

Autos für Daytona und Talladega eingebremst (9. Juni)

Renn-Action auf dem Talladega Superspeedway

Für Daytona im August und Talladega im Oktober werden die Autos eingebremst Zoom

Infolge des Überschlags von Penske-Pilot Joey Logano im April auf dem Talladega Superspeedway hat NASCAR nun wie erwartet reagiert. Für die beiden verbleibenden Superspeedway-Rennen in dieser Saison - Daytona am 28. August und Talladega am 3. Oktober - werden die Cup-Autos eingebremst. Konkret hat man drei Maßnahmen ergriffen.

Erstens wird die Luftzufuhr zum Motor stärker eingeschränkt, indem man die Öffnung des sogenannten Tapered-Spacer verkleinert. Statt 57/64 Zoll (2,26 Zentimeter) wird das Loch, durch das die Luft strömt, für die beiden besagten Rennen nur 53/64 Zoll (2,10 Zentimeter) groß sein. Zweitens wird wie Abrisskante (Gurney-Flap) am Heckspoiler entfernt.

Die dritte Maßnahme ist eine aktive Verbesserung der Sicherheit. So ist eine Verstärkung des Überrollkäfigs, die bei den Superspeedway-Rennen bislang optional war, für die beiden verbleibenden in der Saison 2021 Pflicht. In der Cup-Saison 2022 wird dann bei allen Rennen, und somit auch auf den Superspeedways in Daytona und Talladega, mit der neuen Fahrzeuggeneration (Gen7 beziehungsweise Next-Gen) gefahren.

Kurt Busch gilt als Favorit für zweiten 23XI-Toyota (8. Juni)

Bubba Wallace, Kurt Busch

Wird Kurt Busch für die NASCAR-Saison 2022 Teamkollege von Bubba Wallace? Zoom

23XI Racing, das NASCAR-Team von Basketball-Legende Michael Jordan und dem für Joe Gibbs Racing fahrenden NASCAR-Piloten Denny Hamlin, plant für die Saison 2022 auf zwei Autos aufzustocken. Die diesbezüglichen Pläne sind bekannt, wurden sie doch bereits Ende Februar von Hamlin in dem Raum gestellt. Nun aber gibt es auch einen konkreten Kandidaten für das Cockpit des möglichen zweiten 23XI-Toyota: Es ist Kurt Busch.

Während der aktuelle 23XI-Einzelkämpfer Bubba Wallace bis mindestens Ende 2022 im Team gesetzt ist, würde Kurt Busch - sollten sich die Gerüchte bewahrheiten - von Chip Ganassi Racing Racing zum Team von Jordan und Hamlin stoßen. "Wir arbeiten noch an ein paar Dingen. In einem solchen Fall gibt es natürlich jede Menge beweglicher Faktoren. Einen Zeitplan haben wir noch nicht", hatte Hamlin kürzlich am Rande des Coca-Cola 600 in Charlotte verlauten lassen.

Am zurückliegenden Sonoma-Wochenende nun wurde Kyle Busch - jüngerer Bruder von Kurt Busch und als Gibbs-Pilot einer der erweiterten Teamkollegen des Gibbs-Satellitenteams 23XI Racing - auf das Thema angesprochen. "Die Entscheidungen, die dazu getroffen werden müssen, haben nichts mit mir zu tun. Aber sollte es so kommen, wäre das sicherlich ein echter Gewinn für unser Programm und ganz besonders für 23XI", so Kyle Busch, um anzufügen: "Ich habe dieselben Gerüchte gehört wir ihr."

"Larson hat mich einfach stehen lassen" (7. Juni)

Kyle Larson, Martin Truex Jun.

Der dreimalige Sonoma-Sieger Martin Truex Jr. hatte keine Chance gegen Kyle Larson Zoom

Als der NASCAR-Zirkus in den Jahren 2018 und 2019 zum letzten Mal vor der Coronapause auf dem Sonoma Raceway gastierte, fuhr Martin Truex Jr. zwei überzeugende Siege ein - 2018 für Furniture Row Racing und 2019 für Joe Gibbs Racing. Beim Sonoma-Comeback am Sonntag aber hatte er genau wie alle anderen kein Mittel gegen Kyle Larson. Der ganz in der Nähe der Strecke geborene Fahrer des #5 Hendrick-Pilot gewann beide Stages, führte die meisten Runden und feierte seinen ersten Rundkurs-Sieg.

"Er hat mich einfach stehen lassen und war auf den ersten zehn Runden [eines Stints] superschnell", so Truex Jr. nach dem Rennen mit Verweis auf Larson. Die einzige Chance des Sonoma-Siegers von 2018 und 2019, der außerdem auch 2013 (für Michael Waltrip Racing) auf dem kalifornischen Rundkurs siegreich war? "Wenn es im letzten Stage, nachdem wir beide an der Box waren und an erster und zweiter Stelle fuhren, komplett unter Grün zu Ende gegangen wäre."

Stattdessen aber gab es im letzten Stage noch vier kurz aufeinanderfolgende Gelbphasen. Diese ließen Truex Jr. sogar noch hinter Chase Elliott abrutschen und das Rennen "nur" als Dritter beenden. Der Gibbs-Pilot aber gibt zu: "Selbst wenn es unter Grün zu Ende gegangen wäre, bin ich mir nicht sicher, ob es [gegen Larson] gereicht hätte."

Kyle Larson startet in Sonoma von P1 (4. Juni)

Kyle Larson

Hendrick-Pilot Kyle Larson führt das Feld beim Start seines Heimrennens an Zoom

Am vergangenen Sonntag hat Kyle Larson von der Pole kommend dominiert und souverän gewonnen. An diesem Wochenende startet der Hendrick-Pilot abermals von ganz vorn. Im Unterschied zum Coca-Cola 600 in Charlotte, bei dem es eines der wenigen Qualifyings der NASCAR-Saison 2021 gab, wird die Startaufstellung für das Toyota / Save Mart 350 in Sonoma anhand der Rechenformel ermittelt.

Diese Rechenformel hat ergeben, dass der ganz in der Nähe des Sonoma Raceway aufgewachsene Larson bei seinem Heimrennen von P1 starten wird. Die weiteren Top 10 der Startaufstellung für das dritte von insgesamt sieben Rundkurs-Rennen im NASCAR-Kalender 2021 lauten: Chase Elliott, William Byron, Denny Hamlin, Kyle Busch, Austin Dillon, Alex Bowman, Kevin Harvick, Brad Keselowski, Tyler Reddick.

Sechs weitere Strecken heben Zuschauerlimit auf (3. Juni)

NASCAR-Start auf dem Michigan International Speedway in Brooklyn 2018: Kyle Busch führt

Michigan im August wird -Stand jetzt - nächstes Rennen mit ganz offenen Rängen (Foto: 2018) Zoom

Das Coca-Cola 600 am vergangenen Sonntag in Charlotte war das erste NASCAR-Rennen seit Ausbruch der Coronavirus-Pandemie, bei dem die Tribünen nicht mehr nur teilweise geöffnet oder sogar gesperrt waren. Stattdessen standen die Tribünen am Charlotte Motor Speedway komplett offen. Und ein Großteil der 89.000 verfügbaren Sitzplätze wurde tatsächlich eingenommen. Jetzt folgen sechs weitere Strecken diesem Beispiel und öffnen ihre Tribünen für ihr jeweils bevorstehendes NASCAR-Wochenende ebenfalls uneingeschränkt.

So gibt es am Michigan International Speedway (22. August), am Daytona International Speedway (28. August), am Richmond Raceway (11. September), am Talladega Superspeedway (3. Oktober), am Martinsville Speedway (31. Oktober) und auch beim Saisonfinale am Phoenix Raceway (7. November) keine coronabedingten Zuschauerlimits mehr. Hinzu kommt noch das Herbstrennen in Charlotte, das am 10. Oktober auf dem Rundkurs ("Roval") ausgetragen wird. (Kompletter NASCAR-Kalender 2021)

Saisonfinale auch 2022 wieder in Phoenix (2. Juni)

Championship Weekend: NASCAR-Finale auf dem Phoenix Raceway

Der Phoenix Raceway wird 2022 zum dritten Mal das NASCAR-Finale ausrichten Zoom

Das Ein-Meilen-Oval in Phoenix wird mindestens ein drittes Mal Austragungsort für die "Championship 4" - das NASCAR-Saisonfinale mit vier Titelkandidaten - sein. Denn nachdem die Titelentscheidung in allen drei NASCAR-Ligen (Cup, Xfinity, Truck) im November 2020 erstmals in Phoenix stattfand und das auch in diesem Jahr wieder so sein wird, steht nun fest, dass Phoenix auch 2022 das finale Rennwochenende der Saison ausrichten wird.

Als Termin für das dann insgesamt dritte NASCAR-Finalwochenende in Phoenix ist das Wochenende vom 4. bis 6. November 2022 angesetzt. Wie üblich werden der Truck-Champion am Freitag, der Xfinity-Champion am Samstag und der Cup-Champion am Sonntag ermittelt. Während das Phoenix-Wochenende bereits angesetzt ist, lässt der komplette NASCAR-Kalender 2022 noch auf sich warten. Jüngsten Informationen zufolge soll im Spätsommer damit zu rechnen sein.

Ben Rhodes gibt Cup-Debüt in Sonoma (1. Juni)

Ben Rhodes

Ben Rhodes kämpft in der Truck-Serie um den Titel, gibt am Sonntag sein Cup-Debüt Zoom

Am Sonntag feiert der NASCAR-Zirkus nach coronabedingter Pause im Jahr 2020 nun seine Rückkehr an den Sonoma Raceway in Kalifornien. Für einen der 37 gemeldeten Fahrer wird es das Debüt in der höchsten NASCAR-Liga.

Ben Rhodes, der aktuell seine sechste volle Saison in der Truck-Serie fährt, ist für den Spire-Chevrolet mit der Startnummer 77 gemeldet. In der Truck-Serie hat es der 24-Jährige aus dem US-Bundesstaat Kentucky bereits auf fünf Siege gebracht, darunter bei den ersten beiden Rennen der laufenden Saison 2021 (Daytona-Oval und Daytona-Rundkurs). In der Gesamtwertung rangiert Rhodes aktuell an zweiter Stelle und ist damit einer der Titelkandidaten.

Während Rhodes für das Cup-Rennen in Sonoma das Cockpit des #77 Spire-Chevrolet übernimmt, wird der angestammte Crewchief Kevin Bellicourt nicht dabei sein. Er muss ein Rennen aussetzen, weil nach der Zieldurchfahrt am Sonntag in Charlotte (wo Justin Haley das Auto fuhr) zwei lockerere Radmuttern beanstandet wurden.