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Neuer Aprilia-Motor: Aleix Espargaro nur 0,7 Sekunden zurück

Sturz beendet Rennsimulation, aber neuer Motor ist positiv: Aleix Espargaro sieht Fortschritte bei Aprilia - Rückstand auf die Spitze unter einer Sekunde

(Motorsport-Total.com) - Das Aprilia-Team beendete den MotoGP-Wintertest in Malaysia mit weniger als einer Sekunde Rückstand auf die Spitze. Aleix Espargaro war an allen drei Tagen deutlich schneller als Rookie Sam Lowes. Am Mittwoch landete der Spanier mit seiner Runde in 2:00.108 Minuten auf dem 13. Platz. Aprilia stellte in Sepang die 2017er RS-GP vor, am Mittwoch kam ein neuer Motor zum Einsatz. Bisher war das der Schwachpunkt des technischen Pakets, vor allem die Beschleunigung aus langsamen Kurven sprach Espargaro als Problem an.

Aleix Espargaro

Aleix Espargaro stürzte, zeigt sich aber von den Fortschritten angetan Zoom

Mit dem neuen Triebwerk war der Kurvenausgang etwas besser. "Der neue Motor ist ein wichtiger Schritt", betont Espargaro. "Aber trotzdem müssen wir diesbezüglich im Vergleich zu den schnellsten Motorrädern noch etwas tun. Der Rahmen hat dafür seine Stärken behalten." Aprilia hat deutliche Fortschritte gemacht, denn Espargaro ist um eine knappe Sekunde schneller als Alvaro Bautista im vergangenen Oktober.

Auch wenn die Spitze noch nicht in Reichweite ist, zieht Rennleiter Romano Albesiano ein positives Fazit: "Aus technischer Sicht hätte ich mir keine besseren Tests wünschen können, obwohl wir bis Katar noch viel Arbeit vor uns haben." Dazu zählt auch eine neue Verkleidung, die Espargaro bereits im Windkanal getestet hat. "Die neue RS-GP hat die Fortschritte beim Chassis und beim Motor im Vergleich zum Vorjahr bestätigt", lobt Albesiano. "Und wir wissen wie schwierig es ist, sich in der MotoGP zu verbessern."

Sam Lowes

MotoGP-Rookie Sam Lowes wurde mit jedem Tag schneller Zoom

Espargaro drehte in Sepang insgesamt 125 Runden. Aber auch am Mittwoch verlor er durch einen Sturz wertvolle Zeit, als er gerade eine Rennsimulation probierte. "Bis dahin war meine Pace gut", verweist er auf niedrige 2:01er-Runden. Damit war er auf einem ähnlichen Level wie Jorge Lorenzo.

"Wir müssen uns natürlich noch in vielen Bereichen verbessern, vor allem bei der Leistungsentfaltung und Stabilität bei der Beschleunigung. Aber allgemein gesehen ist unsere Situation positiv", so Espargaro. Da beim nächsten Tests auf Phillip Island die Beschleunigung eine untergeordnete Rolle spielt, könnte der Spanier in die Top 10 vorstoßen.

Ein anderes Programm absolvierte Teamkollege Lowes, der insgesamt 140 Runden fuhr. Der MotoGP-Neuling sollte sich in Ruhe an die Königsklasse herantasten. Mit 2:01,3 Minuten drehte er seine schnellste Runde auch am Mittwochnachmittag. Knapp zwei Sekunden fehlten auf die Vinales-Bestzeit. "An diesen drei Tagen habe ich meinen Rückstand auf die Spitze signifikant verkürzt", betont Lowes den positiven Aspekt von Platz 23 in der Zeitenliste.

"Wir arbeiten in die richtige Richtung. Für mich ist alles neu, in jeder Runde lerne ich etwas Neues! Ich bin heute auch eine Rennsimulation gefahren und habe dabei festgestellt, wie anstrengend das physisch und mental ist", so Lowes. "Aber ich bin zufrieden. Diese Tests sind für mich fundamental wichtig. Wir haben uns nicht auf meine Platzierung konzentriert, das ist jetzt nicht unser Ziel. Vor dem Rennen in Katar haben wir noch sechs Testtage. Wenn ich weiter so wachse, dann werde ich bereit sein."

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