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  • 01.02.2017 · 13:43

  • von Sebastian Fränzschky & David Emmett

Marc Marquez: Keine Klarheit beim Thema Motor

Weltmeister Marc Marquez verpasst die Bestzeit beim Sepang-Test nur knapp - Die Rundenzeiten mit den verschiedenen Motorvarianten sind nahezu identisch

(Motorsport-Total.com) - Lediglich 0,138 Sekunden trennten Weltmeister Marc Marquez beim Sepang-Test von der Bestzeit. Mit der zweitschnellsten Zeit gelang Marquez in Malaysia ein versöhnlicher Abschluss. Der Honda-Pilot umrundete den Kurs am dritten Testtag 85 Mal und stellte damit unter Beweis, dass er über den Winter gut trainiert hat. In der neuen Saison wird Marquez wieder um den Titel kämpfen. Mit welcher Motorspezifikation er antreten wird, war nach dem Test in Malaysia aber noch nicht klar.

Marc Marquez © Repsol
Viel Arbeit bei Honda: Marc Marquez drehte am Mittwoch 85 Runden

"Gut ist, dass ich hier sehr konstant unterwegs war. Wir müssen aber weiter an der Elektronik arbeiten", bemerkt Marquez. "Es ist wichtig, dass wir in Australien die großen Probleme in den Griff bekommen. Von Strecke zu Strecke werden wir uns danach weiter verbessern", prognostiziert der Spanier, der sich gerüstet fühlt für die neue Saison.

"Wir sind näher dran als im vergangenen Jahr. Wir lagen vor einem Jahr viel weiter zurück. Ich hatte deutlich mehr Probleme. Im vergangenen Jahr verstand ich bei diesem Test überhaupt nichts. Nun können wir die Probleme adressieren. Wir müssen aber abwarten, wie es sich auf anderen Strecken verhält. Malaysia ist ein besonderer Kurs. Es ist sehr heiß. 2015 war ich hier sehr schnell und hatte auf den anderen Kursen Probleme", warnt Marquez.

Marc Marquez

Der neue Big-Bang-Motor hat mehr Drehmoment und ist weniger aggressiv Zoom

"Es ist schwierig, die Rundenzeiten richtig zu deuten. Meiner Meinung nach ist der Rhythmus wichtiger. Einige Fahrer nutzten weiche Reifen, andere nicht", erklärt der HRC-Pilot, der ein weiteres Mal den neuen Motor verwendete. Marquez wechselte immer wieder zwischen dem drehmomentstarken Big-Bang-Aggregat und dem gewohnten Screamer hin und her.

"Der Motor ist nicht zu stark. Es gibt Hersteller, die noch mehr Leistung haben als wir. Es geht um die Leistungscharakteristik und wie man am Kurvenausgang zurechtkommt und wie stark das Motorrad zu Wheelies neigt. Uns gelangen hier an den drei Tagen deutliche Verbesserungen. Wir sammelten sehr viele Daten, die jetzt von den Ingenieuren in Japan ausgewertet werden können", schildert er.


Fotos: Honda, MotoGP-Test in Sepang


"Die Rundenzeiten sind sehr ähnlich. Mit dem alten Motor sind wir am Limit und wissen nicht, wie wir uns weiter steigern können. Mit dem neuen Motor haben wir mehr Drehmoment. Ich habe das Gefühl, dass es mehr Raum für Verbesserungen gibt. Wir müssen uns entscheiden, welchen Weg wir verfolgen", bemerkt der Weltmeister.

"Es war der erste Dreitages-Test mit dem neuen Motor. Ich wechselte bereits beim zweiten Stint am ersten Tag zur neuen Maschine, um das Motorrad kennenzulernen und viele Runden zu fahren", berichtet Marquez, der seine Karten in Sepang noch nicht aufdeckte: "Ich opferte einen finalen Angriff und fuhr lieber einen elf Runden langen Stint, um Informationen zu sammeln."

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