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Yoong muss noch zittern – noch kein Ersatz gefunden

Noch steht nicht fest, ob Alex Yoong in Ungarn fahren darf, einen passenden Ersatzfahrer hat man bisher nicht gefunden

(Motorsport-Total.com) - Alexander Yoong muss nach seiner dritten Nichtqualifikation in dieser Saison noch mindestens bis kommenden Montag um seinen Platz bei Minardi zittern, frühestens dann will Teamchef Paul Stoddart über die Zukunft des Malaysiers im Team entscheiden: "Wir würden nie einen Fahrer in die Wüste schicken, aber wir müssen sicher stellen, dass er die Qualifikation schafft", wird der Australier von der Nachrichtenagentur 'Reuters' zitiert, der Yoong laut einer Klausel im Vertrag nach mehr als zweimaligen Scheiterns in der Qualifikation durch einen anderen Fahrer ersetzen darf.

Alex Yoong im PS02

Alex Yoong muss bis kommende Woche um seinen Platz bei Minardi zittern Zoom

Paul Stoddart möchte Alex Yoong auf keinen Fall komplett aus dem Team werfen, was auch logisch ist, denn der 26-Jährige hat einige Sponsoren in das Team gebracht. Stattdessen will man Yoong "für ein paar Rennen" aussitzen lassen, so dass er wieder an Zuversicht hinzugewinnen kann. Die meisten Teammitglieder sind fest davon überzeugt, dass Yoong schnell genug ist, sich zu qualifizieren, ihm in letzter Zeit aber ein wenig das Selbstvertrauen abhanden gekommen ist. "Das ist wie im Fußball, wenn die Leistungen nicht stimmen, dann werden sie zum Ersatzspieler degradiert und genau das würden wir mit Alex tun."

Nach der Absage von Jos Verstappen ist auch ein weiterer möglicher Ersatzkandidat aus dem Rennen: Formel-3000-Champion Justin Wilson. Der 1,83 Meter große Rennfahrer war am Montag in der Minardi-Fabrik um sich einen Sitz anpassen zu lassen: "Doch leider passte ich nicht in das Auto, wenn sie also einen Fahrertausch vornehmen, dann werde ich es nicht sein." Dass BAR-Testfahrer Anthony Davidson sich bei Minardi bereits einen Sitz hat anpassen lassen, ist nicht richtig, der Manager des Briten fragte zwar bei Minardi an, erhielt bisher aber keine Antwort.

Als weiterhin wahrscheinlichster Kandidat auf das Cockpit von Alexander Yoong gilt Renault-Testfahrer Fernando Alonso. Der Spanier gab letztes Jahr bei Minardi sein Formel-1-Debüt, kennt das Team also bereits. Alonso gilt unter den Experten ferner als extrem schneller Fahrer und wäre für Mark Webber eine echte Herausforderung. Sollte sich Webber gegen Alonso wacker schlagen, könnte Paul Stoddart eine Ablösesumme nach oben treiben, die ein Team zahlen müsste, das den Australier für 2003 verpflichten möchte. Webber, der mit Minardi einen Vertrag für 2003 besitzt, wird für die kommende Saison mit Jaguar in Verbindung gebracht.

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