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Wurz sieht Honda im Aufwind

Testfahrer Alexander Wurz erklärt, was bei Honda nach dem miserablen Winter die Wende gebracht hat, und spricht über Teamchef Ross Brawn

(Motorsport-Total.com/Premiere) - Nach der katastrophalen Saison 2007, in der alle dachten, dass es nicht mehr schlimmer werden kann, sah es zu Beginn des Testwinters so aus, als würde Honda noch weiter zurückfallen, nämlich ganz ans Ende des Feldes. Der RA108 war in seiner Urversion das wohl langsamste Auto der aktuellen Formel-1-Generation - sogar langsamer als die Boliden von Force India und Super Aguri.

Alexander Wurz

Alexander Wurz versteht sich prächtig mit Honda-Teamchef Ross Brawn

Aber beim Saisonauftakt in Melbourne überraschten die Japaner plötzlich mit den Startplätzen zehn und zwölf; Rubens Barrichello geigte dann im Rennen bis zu seiner Disqualifikation dank ein bisschen Safety-Car-Glück sogar ganz weit vorne auf. Auch heute in Malaysia schafften Jenson Button und Barrichello wieder den Sprung ins zweite Qualifying - morgen wird das Honda-Duo von den Positionen elf beziehungsweise 14 in den Grand Prix von Malaysia starten.#w1#

Test in Jerez brachte die Wende

"Wir waren bei den Wintertests katastrophal, eigentlich immer Letzter - mit Abstand." Alexander Wurz

Honda hat aber im Winter nicht geblufft, sondern beim abschließenden Exklusivtest in Jerez jede Menge Zeit gefunden, wie Testfahrer Alexander Wurz in Sepang enthüllte: "Grundsätzlich brauchen wir uns nicht zu verstecken. Wir waren bei den Wintertests katastrophal, eigentlich immer Letzter - mit Abstand. Dann haben wir wirklich ein tolles Aerodynamikpaket bekommen und auch mechanisch einiges verändert. Dadurch haben wir echt Anschluss gefunden", so der Österreicher.

Die personellen Umstrukturierungen haben auch nicht geschadet: "Natürlich sprechen jetzt alle über Ross Brawn, aber es gibt einige neue Leute in Schlüsselpositionen", sagte Wurz, der sich als Brawn-Fan outete: "Ross ist ein wirklich guter Stratege, und damit meine ich nicht die Rennstrategie. Er kapiert unglaublich schnell, wer gut ist, wer ihn nach vorne bringt. Er ist eigentlich ein Manager, ein Einteiler, der versucht, das Beste aus den Leuten herauszuholen."

Wurz möchte von Brawn lernen

"Wir ergänzen uns ein bisschen, weil ich auch sehr nüchtern und analytisch denke." Alexander Wurz

Brawn war es übrigens, der sich für den bei Williams aussortierten Routinier stark gemacht hat, was Wurz sehr freut: "Für mich ist das auch interessant. Ich habe schon mit vielen Leuten in der Formel 1 zusammengearbeitet, aber von ihm kann ich viel dazulernen", so der 34-Jährige. "Wir ergänzen uns ein bisschen, weil ich auch sehr nüchtern und analytisch denke. Das ist seine spezielle Stärke, das macht ihn aus."

Brawn und Wurz, wird das die große Lovestory, die Honda endlich wieder da hinbringen kann, wo das Team nach Buttons Sieg in Ungarn 2006 schon einmal war? Zumindest scheinen die beiden wunderbar miteinander auszukommen: Wurz bekam zu seinem Geburtstag am 15. Februar eine Geburtstagskarte von seinem Teamchef geschickt, in der ihm sinngemäß mitgeteilt wurde, dass er seine Gage als Testfahrer schon jetzt voll verdient hat...

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