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  • 15.05.2015 · 11:19

  • von Christian Nimmervoll & Dominik Sharaf

Williams-Team: Smedley ortet noch Potenzial für neue Struktur

Rob Smedley ist zufrieden mit der Entwicklung der neuen Williams-Struktur, glaubt aber, dass das Team in seiner derzeitigen Konstellation noch nicht am Limit ist

(Motorsport-Total.com) - Nach der Seuchensaison 2013, in der das Williams-Team als schlechtester der etablierten Rennställe (vor Marussia und Caterham) nur Neunter in der Konstrukteurs-WM wurde, gelang 2014 mit Platz drei vor Ferrari die Trendwende. Auch momentan liegt der Traditionsrennstall an dritter Stelle in der Formel-1-WM 2015.

Robert Smedley

Rob Smedley ist zufrieden, wie die neue Leitung bei Williams funktioniert Zoom

Ausschlaggebend dafür war mutmaßlich eine (auch personelle) Umstrukturierung in Grove. Am Ruder sind neben langjährigen Mitarbeitern wie Chefdesigner Ed Wood und Aerodynamiker Jason Somerville vor allem neu zum Team gestoßene Kräfte wie Pat Symonds (Technischer Direktor), Rob Smedley (Leiter Performance-Engineering) und Steve Nielsen (Sportchef), die viel Erfahrung von anderen Arbeitgebern mitbringen. Zudem wurden aus den eigenen Reihen bewährte Ingenieure in hochrangigere Positionen befördert.

Claire Williams etwa war früher Pressesprecherin und arbeitet nun de facto als Teamchefin, Mike O'Driscoll als Geschäftsführer. Der Einfluss der Teamgründer Frank Williams und Patrick Head auf das Tagesgeschäft geht hingegen immer weiter zurück, und frühere Manager wie Adam Parr oder Sam Michael haben Williams ganz verlassen. Eingeleitet wurde diese Umstrukturierung nicht zuletzt nach dem Einstieg von Toto Wolff als Aktionär im Jahr 2009. Der Österreicher brachte Williams an die Börse und heuerte später "hauptberuflich" als Sportchef und Anteilseigner bei Mercedes an.


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Obwohl das Team nicht auf die gleichen (vor allem finanziellen) Ressourcen wie etwa Ferrari oder Mercedes zurückgreifen kann, scheint die Saison 2014 keine Eintagsfliege gewesen zu sein. Seit dem Wechsel auf Mercedes-Kundenmotoren ist Williams relativ konstant in Podiumsnähe zu finden. "Ich bin sehr zufrieden damit, wie das Team arbeitet und funktioniert", sagt daher Rob Smedley. "Ich glaube, wir haben eine sehr kompetente Gruppe zusammengestellt, die sehr gut zusammenarbeitet. Und das wird immer besser."

Dabei seien die Möglichkeiten noch lange nicht ausgeschöpft: "Es ist noch eine ziemlich junge Gruppe, was die Erfahrung angeht. Sie ist noch nicht ausgereift, was die Zusammenarbeit angeht. Das wird auch nie hundertprozentig abgeschlossen sein. Die Red-Bull-Gruppe ist zum Beispiel schon lange zusammen, Mercedes ebenso. Da sind wir noch einen Schritt hinterher. Aber wir arbeiten auf einem vernünftigen Niveau zusammen. Klar, man kann es immer besser machen, aber das Potenzial, das ich erkenne, ist sehr hoch. Ich bin sehr zufrieden."

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