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  • 11.05.2015 · 14:54

  • von Dominik Sharaf & Ryk Fechner

Felipe Massas Vorliebe für weiche Gummis

In der Vergangenheit mordete Formel-1-Pilot Felipe Massa mit seinem Fahrstil gerne Reifen - Diese Zeiten sind vorbei, aber weiche Reifentypen bevorzugt er noch immer

(Motorsport-Total.com) - Höher, schneller, weiter, Vollgas. Das ist es, was ein Rennfahrer erleben will. Und ein Rennfahrer ist schneller, wenn neben Fahrwerk, Chassis und Motor auch die Reifen stimmen. Die Faustformel auf eine Runde: Weich ist schneller, danach sinkt die Performance. Als Fan weicher Pneus ist auch Felipe Massa bekannt. Das liegt wohl an den Anfangsjahren seiner Formel-1-Karriere, als der einstige Heißsporn gerne mal zu spät bremste - der Härtegrad eines Reifens beeinträchtigt schließlich auch den Bremspunkt.

Felipe Massa

Auch für Massa sind Plattfüße wie beim Silverstone-Grand Prix 2014 ein Alptraum Zoom

Inzwischen zählt Massa zu den Routiniers der Königsklasse. Dem Vize-Weltmeister von 2008 wird von Chefingenieur Rob Smedley bescheinigt, sich bei Williams zum Reifenflüsterer gemausert zu haben. Weichere Walzen findet Massa aber nach wie vor besser. "Ich bevorzuge die weichen Reifen sicherlich gegenüber den harten", bestätigt er gegenüber 'Motorsport-Total.com'. Doch im Vorfeld des Grand Prix von Spanien 2015 räumte er ein: "Auf einer Strecke wie dieser ist es einfach nicht möglich, den (Weichen; Anm. d. Red.) zu fahren."

Ein zu weicher Reifen auf der falschen Strecke hätte Konsequenzen zur Folge, die dem Brasilianer noch weniger schmecken als die "Holzreifen" aus dem Pirelli-Regal. "Wären sie hier weicher, würden wir vielleicht Fünfstoppstrategien erleben. Ich denke nicht, dass das schön wäre", erklärt der 34-Jährige am Beispiel des Circuit de Catalunya: "Sie können weichere Reifen auf jeder anderen Strecke bringen."


Großer Preis von Spanien

"Ich denke, dass sie die richtige Auswahl treffen", lobt Massa die Fortschritte des italenischen Fabrikanten, der vor allem 2011 und 2012 in der Kritik stand. Damals stieg Pirelli als Alleinausrüster der Königsklasse ein und erfüllte die Vorgaben der FIA aus Mangel an Erfahrung über, eine Konstruktion zu entwerfen, die schnell abbaut. Für die kommenden drei Rennen in Monaco, Kanada und Österreich sollte die Auswahl jedenfalls nach Massas Geschmack sein: Für alle drei Strecken nominierten die Italiener die Mischungen Weich und Superweich.

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