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Was hinter dem zu kleinen Virgin-Tank steckt

Exklusiv: Das Virgin-Team ist falschen Daten zur Massendichte des Benzins aufgesessen und hat daher den Tank zu klein gebaut

(Motorsport-Total.com) - Das Virgin-Team ist derzeit die Lachnummer im Fahrerlager der Formel 1, denn die Truppe des Milliardärs Richard Branson musste diese Woche eingestehen, einen zu kleinen Tank gebaut zu haben. Also musste Chefdesigner Nick Wirth bei der FIA beantragen, das Chassis umbauen zu dürfen, um einen größeren Tank unterbringen zu können, was prompt genehmigt wurde.

Virgin

Virgin hat aufgrund falscher Zuliefererdaten den Tank zu klein gebaut Zoom

Bis das neue VR-01-Chassis fertig ist, werden allerdings noch einige Wochen vergehen - spätestens Ende Mai in Istanbul soll das aktualisierte Paket erstmals fahren. Bis dahin heißt es für Timo Glock und Lucas di Grassi Benzin sparen, auch wenn so mancher Beobachter süffisant unkt: "Die kommen ja sowieso nicht ins Ziel!" Aber Virgin scheint keinen Anfängerfehler gemacht zu haben, sondern einer unglücklichen Situation aufgesessen zu sein.#w1#

Massendichte als Wurzel allen Übels

Denn als im vergangenen Sommer die Tankgröße festgelegt wurde, lagen Wirth bestimmte Daten zur Massendichte (Verhältnis zwischen Masse und Volumen) des Benzins vor, die sich seither verändert haben. Virgin bezieht seine Treib- und Schmierstoffe von BP, bezahlt aber dafür, weshalb die BP-Logos nicht auf dem Auto auftauchen und das Unternehmen auch nicht als offizieller Zulieferer gelistet wird. Offenbar ist der BP-Sprit voluminöser, als die im Vorjahr vorliegenden Daten suggeriert haben.

¿pbvin|512|2563||0|1pb¿Auf normalen Strecken wie Melbourne stellt der etwas zu klein geratene Tank laut Auskunft von Teamchef John Booth auch keinerlei Problem dar, in Barcelona könnte man jedoch erstmals in die Bredouille geraten. Zur Not muss man sich einfach mit benzinsparenden Maßnahmen behelfen, um über die Distanz zu kommen. Sollten Glock und di Grassi morgen in Melbourne also durchkommen, wird sie der Treibstoff wohl nicht davon abhalten.

Allerdings gesteht Booth ein, dass ein weiteres Virgin-Problem ist, dass die letzten fünf bis sechs Liter Benzin nur schlecht in die Brennkammern des Motors gesaugt werden. Hintergrund: Durch die Fliehkräfte - zum Beispiel in schnellen Kurven - verändert sich die Position des Benzins im Tank, sodass es manchmal schlechter fließt als zum Beispiel bei stehendem Auto. Daher sind die Tanks in der Regel in kleinere Kammern unterteilt. Virgin scheint da noch Optimierungsbedarf zu haben.

Lowdon will aus Fehlern lernen


Fotos: Virgin, Großer Preis von Australien


"Wir haben festgestellt", erklärt Virgin-Geschäftsführer Graeme Lowdon, "dass unsere Tankkapazität unter bestimmten Umständen und auf bestimmten Strecken knapp werden könnte. Das wollen wir nicht, sondern wir wollen präzise Bedingungen. Also haben wir bei der FIA angefragt und sie haben uns erlaubt, die Größe des Tanks zu verändern, um jede Wahrscheinlichkeit, dass Benzin zu knapp werden könnte, zu eliminieren."

"Hoffentlich bekommen wir das bis Barcelona hin, denn bei den Überseerennen ist das ein Ding der Unmöglichkeit. Damit beschäftigen wir uns lieber, wenn wir wieder zu Hause sind", so Lowdon. "Uns als Team kostet der Umbau kein Geld, denn das ist ein Zuliefererthema. Wir sehen das als sehr wichtigen Schritt für unsere Entwicklung als Team. Es ist kein wiederkehrendes Problem, sondern wir wollen es lösen und davon lernen."

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