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Viel Lob für die neuen Reifen

Teams und Fahrer zeigen sich nach den beiden Freitagstrainings auf dem Hungaoring mit den neuen Pirelli-Reifen zufrieden - Paul Hembery nicht überrascht

(Motorsport-Total.com) - Nach den zahlreichen Proberunden beim Young-Driver-Test in Silverstone erleben die neuen Pirelli-Reifen (2013er-Mischungen auf den 2012er-Konstruktionen) auf dem Hungaroring ihre Premiere am Rennwochenende. Mit der Performance der Pneus, die an diesem Wochenende in den Mischungen Soft und Medium zur Verfügung stehen, zeigt man sich durch die Bank zufrieden.

Jean-Eric Vergne

Die Piloten können die neuen Reifen hart rannehmen und freuen sich darüber Zoom

Bei McLaren habe man keine Probleme, wie Sam Michael betont: "Wir haben schon in Silverstone viele Kilometer mit ihnen abgespult, auch mit viel Sprit. Es gab ein bisschen Bläschenbildung, aber nichts, das uns wirklich Sorgen bereiten würde oder ein strukturelles Problem wäre."

"Die Probleme, die wir noch im Grand Prix hatten, gab es nicht mehr", blickt der McLaren-Sportdirektor auf Silverstone zurück und spannt den Bogen zum Hungaroring: "Es gibt eine Menge Verschleiß, aber die Temperaturen hier sind auch sehr hoch. Dafür halten die Reifen relativ lange. Wenn es heiß wird, dann gibt es den Punkt, an dem die Bläschenbildung beginnt. Das ist alles."

Zufriedenheit bei Teams und Fahrern

Passiert dies, müsse man laut Michael "damit zurechtkommen, indem man mehr Boxenstopps macht oder die Reifen schont, um die Temperaturen niedrig zu halten. Das ist ganz natürlich. In Bahrain hatten wir noch höhere Asphalttemperaturen von bis zu 58 Grad".

Red-Bull-Motorsportberater Helmut Marko bläst ins gleiche Horn. "Die Reifen benehmen sich so, wie wir es erwarten. Sicherheitsrisiko sehe ich überhaupt keines. Es muss halt jetzt noch an die Feinabstimmung gehen, aber im Großen und Ganzen sind wir zufrieden."

Auch Sebastian Vettel, der am Steuer des Red Bull RB9 in beiden Freitagstrainings die Bestzeit markierte, zeigt sich zufrieden. "Was die Rundenzeit angeht, gibt es zwischen dem weichen und dem härteren Reifen einen ziemlich großen Unterschied. Ich denke, auf dem Longrun funktionieren beide Reifen, aber eben ein bisschen unterschiedlich, was das Verhalten angeht. Der weiche Reifen hält nicht so lang. Das hat man heute schon sehen können. Trotzdem denke ich, dass im Qualifying kein Weg daran vorbei führt."

Hembery erwartet keine Bestmarken

Wie es mit der Performance über die Renndistanz am Sonntag aussieht, müsse man laut Vettel abwarten. McLaren-Pilot Jenson Button hat in Bezug auf die Soft-Mischung beobachtet, dass "eher die Vorder- als die Hinterreifen in die Knie gehen" und schlussfolgert: "Die Reifen arbeiten also gut."

Der extreme Verschleiß an der Hinterachse scheint somit der Vergangenheit anzugehören. Für Pirelli keine Überraschung, wie Paul Hembery betont. In puncto Rundenzeiten erwartet der Motorsportchef des italienischen Alleinausrüsters aller Teams jedenfalls keine neuen Bestmarken im Qualifying am Samstag. "Der Reifen, den wir vorher im Einsatz hatten, war deutlich schneller", sagt Hembery und verweist darauf, dass man dies schon beim Silverstone-Test, als die Zeiten drei Sekunden über denen des Rennwochenendes lagen, gesehen hat.

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