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  • 12.03.2015 · 11:50

  • von Dominik Sharaf

Vettel hält Formel 1 für zu kompliziert: "Bitterer Beigeschmack"

Der Ferrari-Star bedauert höhere Rundenzeiten als vor einigen Jahren und fehlende Gemeinschaft unter den Piloten - Trotzdem ist die Formel 1 noch Königsklasse

(Motorsport-Total.com) - Im vergangenen Jahr sorgte Sebastian Vettel zum Saisonauftakt mit seinem Staubsauger-Vergleich der V6-Turbomotoren für Wirbel. Auch 2015 zeigt sich der zu Ferrari gewechselte Ex-Weltmeister kritisch im Umgang mit der Formel 1. Er hält den Sport für zu kompliziert sowie für unattraktiv für den Gelegenheitszuschauer: "Für die Mehrheit, die auf den Sport und auf die Show aus ist, bleibt ein bitterer Beigeschmack, weil man nicht immer alles genau versteht und nachvollziehen kann", so Vettel.

Sebastian Vettel

Vettel hat noch Fans, die Formel 1 macht es ihren Anhängern aber schwierig Zoom

Der Heppenheimer glaubt, dass die TV-Journalisten vor einer schwierigen Aufgabe stehen, wenn sie ihrem Publikum die Action schmackhaft machen wollen. "Jetzt liegt es an den Herren, die kommentieren, es den Zuschauern so zu erklären, dass sie es möglichst hinbekommen." Selbst aus Fahrersicht sei es nicht einfach, alles zu verstehen und es habe eine Zeit gedauert. Hybridtechnik mit Energierückgewinnung, Motorenentwicklung und chronisches Schonen der Reifen machen die Sache anspruchsvoll.

Allem Hadern zum Trotz: Vettel fühlt sich am richtigen Platz und betrachtet die Serie, um die sich im Motorsport alles dreht, als die Krone des Geschäfts. "Die Formel 1 ist noch die Königsklasse", findet er. "Schneller und besser geht es nicht. Und deswegen ist die Faszination noch immer da." Die Wintertests in Barcelona haben gezeigt, dass die Rundenzeiten weiter fallen und die neuen Boliden 2015 in den Qualifyings auf manchen Rundenrekord zusteuern könnten. Die Entwicklung schreitet voran.

Vettel gibt aber zu bedenken, dass dieser Trend den Antriebssträngen geschuldet ist und Marken aus der V12-Ära nicht realistisch sind: "Wir haben immer noch weniger Abtrieb. Als Fahrer will man immer mehr. Auch die Rundenzeiten sind noch langsamer als früher", so der Deutsche, der auch die Kollegialität der Piloten vermisst. "Leider gibt es nicht mehr die Gemeinschaft unter den Fahrern, die es früher mal gab", bedauert er, dass die Stars meist getrennte Wege gehen. Entsprechend wenig wird über die Attraktivität des Sports wenig gesprochen: "Jeder macht sein eigenes Ding. Deswegen wird darüber nicht viel geredet. Schade zu hören, dass allgemein das Interesse abgenommen hat."

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