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FIA-Präsident Todt will Formel-1-Kosten "signifikant senken"

Stellenabbau in der Formel 1? FIA-Präsident ist der Meinung, dass die Königsklasse Kosten sparen könnte, wenn die Teams auf weniger Angestellte setzen würden

(Motorsport-Total.com) - Beim Saisonauftakt in Melbourne werden in der diesjährigen Formel-1-Saison aller Voraussicht nach zehn Teams an den Start gehen. Damit fehlen im Vergleich zum Auftakt 2014 zwar zwei Autos, trotzdem können die insgesamt 20 Boliden angesichts der aktuellen Finanzprobleme der kleinen Teams fast schon als Erfolg gesehen werden. Denn lange Zeit war überhaupt nicht klar, wer es in diesem Jahr überhaupt nach Australien schaffen würde.

Jean Todt

Für den Geschmack von Jean Todt verpulvern viele Teams zu viel Geld Zoom

"Dieses Jahr werden wir hoffentlich zehn Teams haben", erklärt FIA-Präsident Jean Todt, der um die prekäre Situation weiß: "Es ist der Gipfel des Motorsports und daher ein teurer Sport. Wir arbeiten einerseits daran, neue Technologien in der Formel 1 zu unterstützen und die Sicherheit zu verbessern. Auf der finanziellen Seite wollen wir aber auch die Kosten reduzieren, denn meiner Meinung nach ist die Formel 1 zu teuer."

"Ich denke nicht, dass man 500 bis 1000 Leute braucht, um ein Formel-1-Team zu betreiben", sagt Todt und fügt hinzu: "Ich denke, dass man das auch mit weniger Mitarbeitern schafft. Außerdem gibt es einige Technologien, die günstiger sein könnten. Vielleicht muss man die Technologien vereinheitlichen. Das ist etwas, über das wir ständig sprechen."

"Ich denke nicht, dass man 500 bis 1000 Leute braucht, um ein Formel-1-Team zu betreiben." Jean Todt

Zum Vergleich: Red Bull beschäftigt in diesem Jahr 713 Angestellte und verfügt über ein Budget von rund 425 Millionen Euro - zu viel für Todts Geschmack. "Wir müssen sie signifikant senken", erklärt der Franzose im Hinblick auf die Kosten, möchte allerdings keine Obergrenze nennen. "Ich werde gerne eine Zahl nennen, sobald wir uns geeinigt haben", so der FIA-Präsident.