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Vergne überzeugt: "Kann dort sein, wo Daniel ist"

Jean-Eric Vergne ist von seinem Potenzial überzeugt und glaubt, dass die Leistungen seines ehemaligen Teamkollegen für ihn hilfreich sein könnten

(Motorsport-Total.com) - So schnell können sich die Wege trennen: Im vergangenen Jahr fuhren beide bei Toro Rosso noch auf Augenhöhe, doch während Daniel Ricciardo bei Red Bull zum neuen Durchstarter avanciert, scheint sich die Formel-1-Karriere von Jean-Eric Vergne nach drei Saisons dem Ende zuzuneigen. Bei Toro Rosso wird er 2015 keine Chance mehr haben, nachdem das Team bereits mit Max Verstappen und Daniil Kwjat zwei Fahrer engagiert hat.

Jean-Eric Vergne

Jean-Eric Vergne glaubt, dass er ähnliche Leistungen wie Ricciardo schaffen kann Zoom

Die Optionen für Vergne sind hingegen rar. Bis auf Vitantonio Liuzzi und den beiden Red-Bull-Aufsteigern hat noch kein Toro-Rosso-Pilot den Sprung in ein anderes Team geschafft, doch der Franzose hat mit der Königsklasse noch lange nicht abgeschlossen und glaubt an sich - wenn er die Chance erhalten sollte: "Wenn man meine Ergebnisse der gesamten Karriere mit denen von Daniel vergleicht, dann habe ich das Potenzial, da zu sein, wo er ist", sagt er.

Ein Blick in die gemeinsame Toro-Rosso-Zeit verdeutlicht das: Nach zwei Jahren verlor Vergne das Punkteduell gegen den Australier mit 29:30 denkbar knapp. Dass sein ehemaliger Teamkollege jetzt bei Red Bull sogar Weltmeister Sebastian Vettel im Griff hat und schon drei Saisonsiege feiern konnte, sei für ihn nur hilfreich: "Daniel ist in gewisser Weise eine gute Hilfe, weil einige Teams Weltmeisterkandidaten erwartet haben, doch vielleicht setzt man in Zukunft auf junge Fahrer, die wirklich hungrig und motiviert sind - so wie ich!"


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Und weil er jung, hungrig und motiviert ist, hat Vergne den Traum von einer großen Formel-1-Karriere noch nicht ad acta gelegt. Doch um jeden Preis will der Franzose nicht in der Königsklasse bleiben, denn er hat gesehen, was mit Piloten passieren kann, die sich als Reservepilot im Blickfeld halten wollten, aber nie ihre Chance bekamen. "Es gibt so viele Fahrer, die sich auf die Formel 1 konzentrieren wollten und nirgendwo hingekommen sind", so der 24-Jährige.

"Ich bin also nicht dumm, sondern habe meine Augen überall, würde ich sagen", will er nicht alles auf eine Karte setzen. Stattdessen könnte er sich auch ein Engagement in einer anderen Serie vorstellen, solange er zum Fahren kommt: "Ich würde liebend gerne fahren", sagt er und kann sich eine Testrolle in der Formel 1 nur schwer vorstellen: "Das kommt auf die Chance drauf an, ob ich auch in einem Rennen fahren werde, aber im Moment liegt mein Fokus darauf, ein Renncockpit zu bekommen." Ob das auch in der Formel 1 sein wird, bleibt abzuwarten: "Wenn die Schlüsselleute an mich glauben, dann kann ich es schaffen."