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Vergne: "Brauche niemanden, der mir applaudiert"

Jean-Eric Vergne spricht über das spärliche Lob von Red-Bull-Eminenz Helmut Marko und gibt zu, dass er sich in den Qualifyings noch steigern muss

(Motorsport-Total.com) - Nach Sepang stellte Jean-Eric Vergne am vergangenen Wochenende in Spa-Francorchamps mit Platz acht sein bisher bestes Ergebnis in der Formel 1 ein. Gemeinsam mit Daniel Ricciardo ist der Franzose einer von zwei Red-Bull-Junioren, die bei Toro Rosso als mögliche Nachfolger für Mark Webber aufgebaut werden. Aber der Weg ins A-Team ist derzeit noch weit.

Jean-Eric Vergne und Helmut Marko

Jean-Eric Vergne will von Helmut Marko ohnehin nicht verhätschelt werden Zoom

Vergne führt gegen Ricciardo zwar mit 8:4 Punkten, liegt im Qualifying-Stallduell aber 3:9 hinten. Zuletzt zeigte seine Formkurve auf eine schnelle Runde leicht nach oben. Das will er jedoch nicht überbewerten: "Ich werde nicht sagen, dass ich der restlichen Saison fantastische Qualifyings fahren werde, aber der Weg stimmt zumindest jetzt", erklärt der 22-Jährige in einem Interview, das morgen in voller Länge auf den Internetportalen der SPORT MEDIA SERVICE GROUP veröffentlicht wird.

"Ich denke nicht, dass ich im Qualifying zu aggressiv bin. Es geht aber darum, wie man mit den Reifen umgeht, wie man sie aufwärmt, wie man pusht - beim Bremsen, bei niedriger Geschwindigkeit", analysiert er. "Es ist etwas knifflig, weil ich aus einer Serie mit Michelin-Reifen stamme, wo man hart bremsen musste, um auf neuen Reifen Zeit zu gewinnen. Es benötigte etwas Zeit, um das zu verstehen. Ich würde nicht sagen, dass ich bereits alles verstanden habe."

Allerdings gilt es, den mächtigen Red-Bull-Motorsportkonsulenten Helmut Marko zu überzeugen, der gegenüber seinen Junioren öfter die Peitsche als das Zuckerbrot auspackt. Vergne hört vom österreichischen Ex-Grand-Prix-Piloten generell nur wenig: "Da kommt nicht viel", sagt er im Interview mit 'formula1.com'. "Eher schon dann, wenn ich etwas falsch mache. Ich bin aber schon seit fünf Jahren bei Red Bull und kenne diese Abläufe."

"Ich habe früher in den niedrigeren Kategorien Rennen gewonnen, in der Formel 1 leider noch nicht. Damals brauchte ich niemanden, der mir sagt, dass ich gute Arbeit geleistet habe, und heute in der Formel 1 brauche ich auch niemanden, der mir applaudiert", gibt er sich cool. "Aber andererseits: Wenn Red Bull denken würde, dass ich nicht gut genug bin, wäre ich wohl nicht hier. Das ist das einzige Feedback, das ich mir wünsche."


Fotos: Jean-Eric Vergne, Großer Preis von Belgien, Sonntag


Ob er auch nächstes Jahr noch für Toro Rosso fahren wird, steht nicht fest. Marko soll zwar von Vergnes natürlichem Talent überzeugt sein, stört sich aber daran, dass aus diesem Potenzial zu wenig gemacht wird. Vergne denkt über die Zukunft noch gar nicht nach: "Ehrlich gesagt stelle ich mir diese Frage gar nicht", sagt er gegenüber 'Motorsport-Total.com' und ergänzt: "Ich sehe mich nächstes Jahr im Auto, wenn ich mich weiterhin verbessere."

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