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Vandoorne: "Super Formula viel anspruchsvoller als Formel 1"

An diesem Wochenende startet McLaren-Testfahrer Stoffel Vandoorne erstmals in der japanischen Super Formula - Was den Unterschied zur Formel 1 ausmacht

(Motorsport-Total.com) - Mit seinem Renndebüt beim Großen Preis von Bahrain sorgte McLaren-Testfahrer Stoffel Vandoorne für reichlich Gesprächsstoff: Er landete nicht nur vor Formel-1-Urgestein und Ex-Weltmeister Jenson Button. Ihm verdankt der strauchelnde britische Rennstall auch seinen ersten und einzigen WM-Punkt in der laufenden Saison 2016. "Stoffel hat in Bahrain einen tollen Job gemacht", lobte Rennleiter Eric Boullier den jungen Belgier, der Button oder auch Fernando Alonso im Team als Stammfahrer bald beerben könnte.

Stoffel Vandoorne

Stoffel Vandoorne will in der Super Formula weitere Rennerfahrung sammeln Zoom

Vandoorne selbst glaubt, dass seine Performance in Bahrain nicht nur die Chancen auf ein McLaren-Cockpit in der kommenden Saison gesteigert hat. Er habe sein Talent auch den anderen Teams zeigen können, einige von ihnen hätten bereits Interesse bekundet. Doch Vandoorne bleibt loyal: "Ich bin sehr glücklich hier bei McLaren. Ich denke, meine Leistung in Bahrain wird mir helfen, die Dinge voranzubringen, doch es ist noch sehr früh", sagt der 24-Jährige gegenüber 'crash.net'.

Es gebe viele Gespräche, doch man müsse die nächsten Monate abwarten, bremst Vandoorne voreilige Verlautbarungen ein. Sein Ziel sei es auf jeden Fall, 2017 ein fester Bestandteil des Fahrerfeldes zu werden - am liebsten bei McLaren: "Ich will in diesem Auto sitzen!" Dafür arbeite er hart. So geht der GP2-Champion des vergangenen Jahres an diesem Wochenende in der Super Formula in Japan an den Start. McLaren-Chef Ron Dennis wolle so seine Rennschärfe aufrechterhalten, heißt es.


Interview mit McLaren-Testfahrer Stoffel Vandoorne

Auf den Spuren von Kevin Magnussen: McLaren-Junior Stoffel Vandoorne aus Belgien hofft auf eine Formel-1-Premiere. Und beantwortet einige Fragen. Weitere Formel-1-Videos

Auch Vandoorne hatte immer wieder betont, Rennen fahren zu wollen. Bei seinem Debüt in Suzuka bekommt er nun die Gelegenheit dazu und zeigt sich von der medialen Aufmerksamkeit, die er mittlerweile auf sich zieht, durchaus überrascht: "Es ist schön zu sehen, dass sich so viele darüber freuen, mich hier zu sehen", freut sich der Belgier im heimischen Radio Sporza. Sein Fokus aber liege voll und ganz auf dem Rennen, denn das Niveau der Super Formula sei sehr hoch.

"Jeder kleinste Fehler kann ernste Konsequenzen haben", weiß Vandoorne und zieht einen Vergleich zur Formel 1: "Ich gewöhne mich gerade noch an das Auto. Die Aerodynamik ist viel effizienter als in der GP2 oder selbst bei einem Formel-1-Auto." Deshalb sei das Fahren physisch deutlich anstrengender. Ein genaues Ziel für sein erstes Rennen in der anspruchsvollen Formelserie hat er zwar nicht ausgelobt, doch "ich habe das Gefühl, hier definitiv eine bedeutende Rolle spielen zu können".