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Red Bull: Windschutzscheiben-Test schon in Sotschi?

Red-Bull-Teamchef Christian Horner kündigt für Sotschi einen ersten Streckentest der Windschutzscheiben-Version des Cockpitschutzes an

(Motorsport-Total.com) - Nachdem Ferrari am Rande der Wintertestfahrten in Barcelona erstmals das für 2017 geplante Halo-System getestet hat, könnte Red Bull im Freien Training zum Grand Prix von Russland am 29. April erstmals die eigene Interpretation des Cockpitschutzes testen. Dabei handelt es sich um eine Vollverkleidung des Cockpits mit einer durchsichtigen Windschutzscheibe.

Cockpitkuppel, Halo

So sieht die Red-Bull-Interpretation des Cockpitschutzes für 2017 aus Zoom

"Wir werden unsere Kuppel-Lösung nächste Woche statisch testen. Wir werden ein Rad dagegenschleudern, um zu sehen, wie gut die Kuppel hält", erklärt Teamchef Christian Horner gegenüber 'Sky Sports F1'. "Wenn dieser Test positiv verläuft, schrauben wir sie vielleicht in Sotschi kurz auf das Auto. Wir werden voraussichtlich nächste Woche sehen, wie die Tests damit verlaufen."

Horner ist ein Fan der Red-Bull-Lösung und bevorzugt diese gegenüber der von Ferrari getesteten Version: "Sie bietet besseren Schutz, weil sie eine Windschutzscheibe hat. Wir glauben, dass die Sicht damit besser ist und sie letztendlich auch eleganter aussieht als der Bumerang, den wir derzeit als Heiligenschein (deutsche Übersetzung von Halo; Anm. d. Red.) bezeichnen."


"Halo"-Konzept: Überrollbügel im FIA-Crashtest

Neben Tests mit Jet-Kanzeln wurde 2011 auch ein Überrollbügel, Vorgänger zum akutellen "Halo"-Konzept, von der FIA getestet Weitere Formel-1-Videos

Bis Ende April soll das Formel-1-Reglement für 2017 verabschiedet werden. Die FIA möchte unbedingt einen Cockpitschutz einführen und bevorzugt bisher die in Barcelona am Ferrari gesehene Version. Sollte sich die Red-Bull-Version bei den bevorstehenden Tests bewähren, könnte das aber noch für ein Umdenken sorgen.