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Toto Wolff: Droht Red Bull ohne Porsche ein Williams-Schicksal?

Ein Duell Mercedes gegen Porsche in der Formel 1 hätte Toto Wolff gefallen und wäre seiner Meinung nach auch für Red Bull besser gewesen

(Motorsport-Total.com) - Der angestrebte Deal mit Porsche ist geplatzt, doch Christian Horner ist davon überzeugt, dass Red Bull das Powertrains-Projekt durchaus auch selbst, ohne einen großen Automobilhersteller als Technologiepartner, stemmen kann. Aber: "Das dachte Williams auch, als sie sich von BMW getrennt haben", unkt Mercedes-Teamchef Toto Wolff.

Fritz Enzinger und Toto Wolff

Österreicher unter sich: Fritz Enzinger (ehemaliger Porsche-Sportchef) und Toto Wolff Zoom

Der Österreicher spielt darauf an, dass Frank Williams und Patrick Head ihre Partnerschaft mit BMW Ende 2005 aufkündigten, weil sie dachten, als unabhängiges Team besser zu fahren. Es folgte 2006 eine Übergangssaison mit Cosworth, und danach eine ganze Reihe an Partnern: Toyota von 2007 bis 2009, Cosworth 2010 und 2011, Renault 2012 und 2013 und Mercedes seit 2014.

An die Erfolge von früher konnte Williams aber, seit man nicht mehr mit BMW zusammenarbeitet, nie mehr anknüpfen. Wolff hofft, dass Red Bull ohne Porsche nicht ein ähnliches Schicksal erleidet: "Es ist eine tapfere Strategie, sich autonom aufzustellen. Eine eigene Powerunit zu haben und nicht von einem OEM abhängig zu sein, das wollte Red Bull schon immer so."

"Jetzt ist es wirklich so - das ist die Strategie, die sie eingeleitet haben. Ich bin gespannt, wie es ihnen damit 2026, 2027 und 2028 ergeht", sagt Wolff. "Das setzt eindeutig einen neuen Trend, und ich bin auch gespannt, ob Porsche vielleicht doch noch dazukommt und den Motor brandet oder ob das vielleicht auch Honda macht."


Red-Bull-Porsche: Woran der Deal gescheitert ist

Porsche und Red Bull hatten die Pressemitteilung bereits in der Schublade. Was ist passiert, dass der Deal auf den letzten Metern doch geplatzt ist? Weitere Formel-1-Videos

Dass der Red-Bull-Porsche-Deal, der schon so weit fortgeschritten war, auf den letzten Metern des Marathons überraschend geplatzt ist, bedauert der 50-Jährige übrigens. Für eine Marke wie Mercedes wäre es spannend gewesen, auf höchstem Niveau im Motorsport gegen einen deutschen Premiumhersteller wie Porsche anzutreten.

"Als Mercedes-Vertreter finde ich es schade, dass wir nicht mit Porsche kämpfen können", sagt er. "Porsche-Red-Bull wäre eine mega Nennung gewesen, eine tolle Marke. Aus Gründen, die ich nicht kenne, hat das nicht geklappt. Es wäre für die Formel 1 und für die Attraktivität unseres Sports toll gewesen, wenn das zustande gekommen wäre."