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  • 31.10.2012 · 12:06

Toro Rosso: Mit viel Abu-Dhabi-Routine in die Punkte?

Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne kennen den Yas Marina Circuit durch die Young-Driver-Tests wie kaum einen anderen Kurs und hoffen auf weitere Punkte

(Motorsport-Total.com) - Drei Mal hintereinander war Toro Rosso in der zweiten Saisonhälfte in den Punkterängen, doch in Indien riss die starke Serie ab. Nun will die kleine Red-Bull-Truppe aber wieder nachlegen - und die Chancen stehen gut, denn die unerfahrenen Piloten Daniel Ricciardo und Jean-Eric Vergne kennen den Yas Marina Circuit wie kaum eine andere Rennstrecke.

Jean-Eric Vergne

Jean-Eric Vergne kennt den Yas Marina Circuit wie keinen anderen Formel-1-Kurs Zoom

Ricciardo zeigte bereits im Vorjahr sein Können, als er den HRT-Boliden auf den 20. Startplatz stellte und damit D'Ambrosio im Marussia und seinen Teamkollegen Vitantonio Liuzzi schlug. "Ich habe dort das stärkste Qualifying meiner HRT-Ära geschafft, das war ein guter Samstag", erinnert er sich an das Vorjahr. "Am Sonntag hatte ich aber in den letzten fünf Runden des Rennens ein Problem mit der Elektrik. Wir konnten daher aber immerhin den Großteil des Rennens fahren, obwohl wir gerne ins Ziel gekommen wären."

Zudem absolvierte Ricciardo in Abu Dhabi 2010 den Young-Driver-Test für Red Bull. "Ich habe gute Erinnerungen", sagt er. "Ich hatte ja auch den Formel-1-Test und mag die Strecke. Die Runde und vor allem der letzte Sektor machen Spaß, diese Passage erinnert etwas an einen Stadtkurs - mit dem Hotel, wo man unten durchfährt."

Ricciardo will Überholfluch trotzen

Er rechnet durch die Erfahrung mit einem guten Wochenende: "Wenn es um unsere Fähigkeiten geht, dann ist das wohl eine der besten Strecken, denn wir haben dort schon viele Runden absolviert. Wir werden also sicher sehr rasch auf Tempo kommen. Hoffentlich werden wir auch im Rennen stark sein, denn wir hatten zuletzt einen ziemlich guten Lauf. Wir freuen uns auf diesen Ort."

"Man kann überholen - es gibt lange Geraden und gute DRS-Zonen." Daniel Ricciardo

Der "Aussie" stimmt übrigens nicht in den allgemeinen Tenor ein, dass der Yas Marina Circuit eine überholfeindliche Strecke ist, obwohl die bisherigen Rennen auf diesem Kurs diesen Eindruck entstehen ließen: "Man kann überholen - es gibt lange Geraden und gute DRS-Zonen. Das Überholen sollte also kein Problem sein, außerdem ist uns das in der letzten Zeit sehr gut gelungen."

Da das Rennen bei Tageslicht beginnt und in der Dunkelheit endet, sehen sich die Piloten mit einer besonderen Herausforderung konfrontiert. Doch Ricciardo verrät, mit welchem Trick man die unterschiedlichen Lichtverhältnisse bewältigt: "Im Vorjahr haben wir ein nicht getöntes Visier benutzt, man beginnt das Rennen aber mit zwei getönten Visierfolien, denn zu Beginn des Rennens scheint die Sonne. Wenn es dunkler wird, reißt man sie herunter und man hat ein klares Visier bis zum Ende des Rennens. Das ist das einzige Rennen, wo wir auf diese Herangehensweise setzen."

Vergne: Als Routinier nach Abu Dhabi

Auch Teamkollege Vergne freut sich auf Abu Dhabi. Der "Rookie" geht als Routinier in das Rennwochenende: "Ich habe dort 2010 meinen ersten Formel-1-Test im Toro Rosso absolviert - das waren zwei fantastische Tage. Im Jahr darauf durfte ich dann das Weltmeisterauto von Red Bull fahren. Das waren gleich drei aufeinanderfolgende Tage. Ich hatte also fünf Tage plus das Training mit Toro Rosso - es handelt sich also um eine der Strecken in der Formel 1, wo ich am meisten Erfahrung habe. Ich kenne sie wahrscheinlich am besten. Ich mag die Strecke auch gerne, also freue ich mich wirklich auf dieses Rennen."

"Es handelt sich um eine der Strecken in der Formel 1, wo ich am meisten Erfahrung habe." Jean-Eric Vergne

Der Grand Prix auf der künstlich angelegten Yas-Insel gilt als Hitzerennen - Vergne fühlt sich aber für die besonderen Anforderungen gerüstet und sieht keine Veranlassung, sich zusätzlich vorzubereiten: "Wir haben ja auch die Rennen in Singapur und Budapest gut überstanden, wo es wirklich heiß ist. Gegen Saisonende ist man wirklich vorbereitet, auch wenn man schon etwas müde ist, weil es so viele Rennen gibt. Es ist aber leichter, am Saisonende so ein Rennen zu haben als am Anfang. In Abu Dhabi ist es wirklich sehr heiß, aber es ist nicht so feucht wie in Singapur. Das macht es etwas leichter. Ich glaube daher nicht, dass es ein Problem geben wird."

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