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Todt rät Schumacher von einem Management-Posten ab

Jean Todt würde Michael Schumacher zwar gerne nach dessen Karriere als Funktionär sehen, rät dem Deutschen aber davon ab

(Motorsport-Total.com) - Mit seinen 36 Jahren muss sich Michael Schumacher langsam Gedanken machen, wie er die Zeit nach seiner aktiven Rennfahrerkarriere gestalten will. Ferrari wünscht sich den Deutschen als Berater und Botschafter, doch als Freund rät Teamchef Jean Todt seinem Lieblingsschützling von einem solchen Schritt ab.

Jean Todt

Jean Todt rät seinem Freund Schumacher nicht zu einer Management-Karriere

"Es wäre zwar gut für Ferrari, aber schlecht für Michael, wenn er später ins Management wechseln würde. Für Michael ist das auch nicht realistisch", sagte der Franzose. Zunächst einmal sei dies aber ohnehin kein Thema, weil der Vertrag des Deutschen noch bis Ende 2006 läuft. Und: "Ich möchte nicht an sein Karriereende denken." Vermutlich noch dieses Jahr werden sich er und Schumacher aber an einen Tisch setzen, um über die Zukunft zu beraten.#w1#

Auch Todts Vertrag als Ferrari-Teamchef läuft bis Ende 2006 - und man darf annehmen, dass er sich gemeinsam mit seiner Nummer eins als Fahrer aus der Formel 1 verabschieden wird. Erst kürzlich hat sich der 58-Jährige mit der Schauspielerin Michelle Yeoh verlobt, mit der er sich möglicherweise bald zur Ruhe setzen wird. Auch Chefdesigner Rory Byrne denkt seit Jahren an Rücktritt, während Ross Brawn noch viele Jahre in der Königsklasse vor sich hat.

"Wir erleben eine glänzende Zeit. Das ist einmalig in unserer Geschichte und in der Formel 1", so Todt, der 1993 aus dem Rallyesport zu Ferrari kam, weiter. "Wir wissen, dass das nicht ewig so weiter geht, aber wir wollen möglichst lange erfolgreich sein. Ferrari ist schon immer Legende und Traum gewesen. Das hängt nicht von Schumacher und Todt ab. Wir müssen auch demütig sein. Das ist nur eine Übergangsphase."

Apropos Schumacher: Der siebenfache Weltmeister hat sich in den letzten Wochen in Norwegen gut von den Strapazen der Saison 2004 erholt und wird demnächst ins Formel-1-Cockpit zurückkehren. Am Dienstag soll er in Barcelona in den alten F2004 steigen, der allerdings mit verschiedenen neuen Teilen aufgerüstet worden ist. Erst Ende Februar werden dann Tests mit dem F2005 stattfinden, der ab dem fünften Rennen 2005 eingesetzt werden soll.