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Stoddart: "Warum müssen alle Teams Ferrari zahlen?"

Minardi-Boss Paul Stoddart ist mit der Sonderstellung Ferraris nicht einverstanden und hofft auf eine breite Front der anderen Teams

(Motorsport-Total.com) - Paul Stoddart fährt schwere Geschütze gegen Ferrari auf: Der Minardi-Teamchef behauptet, dass die Italiener bevorzugt behandelt werden. Dies reiche von einem Sonderstatus in allen Fragen, die das Reglement betreffen, bis hin zu angeblichen Sonderzahlungen aller anderen Teams nach Maranello.

Paul Stoddart

Stoddart behauptet, dass alle anderen Teams Geld an Ferrari zahlen müssen Zoom

Zwar glaubt er nicht, dass die FIA von Ferrari kontrolliert wird, "aber Ferrari ist eben speziell. Warum zahlen alle anderen Teams Geld - und ich meine echtes Geld von unseren Konten - unter den Bestimmungen des Concorde Agreements an Ferrari? Warum um Gottes Willen muss Minardi, wo wir ohnehin knapp bei Kasse sind, jedes Jahr Geld an Ferrari überweisen? Es gibt keinen sinnvollen Grund. Als Antwort bekommen wir nur, dass Ferrari so viel für den Sport getan hat."#w1#

Es ist kein Geheimnis, dass die FIA und das Ecclestone-Imperium sich mit den Herren Montezemolo und Todt besonders gut stellen, weil die Formel 1 ohne Ferrari vermutlich nicht überlebensfähig wäre. Dies bringt Ferrari in eine außergewöhnliche Machtposition, die in den letzten Jahren mit gezieltem sportpolitischen Druck ausgebaut wurde. So steht für das Weltmeisterteam beispielsweise nicht zur Debatte, das Gentleman's Agreement hinsichtlich der Testbeschränkung zu akzeptieren.

Stoddart verbreitete via 'ITV' aber noch weitere Anschuldigungen: "Es gibt Gerüchte - und ich kann nicht sagen, ob sie stimmen oder nicht -, dass das 2005er-Reglement unter anderem von 18 Leuten von Ferrari verfasst worden ist. Das ist natürlich nur Gerede im Fahrerlager, aber andererseits hat Max (FIA-Präsident Mosley; Anm. d. Red.) ja offen zugegeben, dass die FIA in diesen Fragen Ferrari um Rat gebeten hat."

Ferrari werde 2005 und 2006 "mit Sicherheit" Weltmeister, so der Minardi-Teamchef weiter, "und wir können nichts dagegen tun". Dass sich in Sachen Testbeschränkung nun auch BAR-Honda dem Ferrari-Kurs anschließen will, helfe langfristig nur dem Schumacher-Rennstall: "Solange wir nicht alle zusammenhalten, werden BAR oder die anderen Teams nie in der Lage sein, Weltmeister zu werden. Es wäre ein trauriger Tag, wenn sich BAR Ferrari anschließt, denn dann ist alles hinfällig", sagte er.

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