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Stewart rät Räikkönen: Bleib bei Lotus!

Lotus hofft noch, dass Kimi Räikkönen bleibt: Eric Boullier glaubt, es sei "nichts unter Dach und Fach", und Jackie Stewart rät von einem Wechsel zu Ferrari ab

(Motorsport-Total.com) - Alle warten auf die offizielle Bestätigung, die wohl im Laufe der kommenden Woche erfolgen wird, doch die Medien übertreffen sich schon jetzt gegenseitig mit zahlreichen "Exklusivmeldungen": Kimi Räikkönen, so pfeifen es die Spatzen im Formel-1-Paddock in Monza von den Dächern, wird 2014 zu Ferrari zurückkehren. Laut Informationen von 'RTL' soll er sich mit Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo bereits am Mittwoch geeinigt haben.

Jackie Stewart, Kimi Räikkönen

Jackie Stewart flüstert Kimi Räikkönen ins Ohr: Bleib lieber bei uns! Zoom

Bei Räikkönens derzeitigem Arbeitgeber Lotus wurde man offenbar noch nicht offiziell informiert: "Ich gehe davon aus, dass nichts unter Dach und Fach ist. Das sagt Kimi mir jedenfalls", meint Teamchef Eric Boullier auf Anfrage von 'Motorsport-Total.com' und betreibt gleichzeitig Eigenwerbung: "Kimi ist in der Situation, dass er entscheiden kann. Bei uns weiß er, was er hat. Wenn er das Team wechselt, dann weiß er nicht genau, was er bekommt."

Denn "Iceman" Räikkönen gilt als keiner, dem politische Spielchen besonders liegen - und die stehen bei Ferrari auf der Tagesordnung. Zu den ohnehin schon emotional angehauchten Italienern kommen seit einigen Jahren auch noch die einflussreichen Spanier dazu - einerseits Platzhirsch Fernando Alonso, aber vor allem auch dessen mächtiger Mäzen Emilio Botin, Chef der spanischen Großbank Santander.

Die investiert pro Jahr geschätzte 30 Millionen Euro in die Scuderia - mit dem einzigen Ziel, Alonso im Ferrari zum Weltmeister zu machen. Jeder Teamkollege hat gegen diese Front intern einen schweren Stand. Daher rät Jackie Stewart: "Ich würde bleiben, wo ich bin. Hier bei Lotus ist Kimi die Nummer eins. Bei Ferrari hat Alonso enormen Einfluss. Ich glaube nicht, dass er im eigenen Team einen Konkurrenzkampf gebrauchen kann."


Fotos: Kimi Räikkönen, Großer Preis von Italien, Sonntag


Der dreimalige Formel-1-Champion ist als Lotus-Botschafter zugegebenermaßen voreingenommen, will Zugpferd Räikkönen nicht an die Konkurrenz verlieren: "Ich glaube, er wird seine Entscheidung in den nächsten sieben Tagen treffen. Ich hoffe, dass er bleibt", so Stewart gegenüber 'Motorsport-Total.com'. "Aber er ist ein sehr ehrgeiziger Mann, der dazu in der Lage sein muss, ganz vorne mitzukämpfen."

Fernando Alonso, Kimi Räikkönen

Kimi Räikkönen und Fernando Alonso: 2014 Teamkollegen bei Ferrari? Zoom

Dass Santander gegen Räikkönen rebellieren wird, ist seiner Meinung nach aber nicht in Stein gemeißelt: "Da bin ich mir nicht sicher. Kimi ist ein großer Name mit vielen Fans. Ich weiß nicht, wie viel Business Santander in Finnland macht, aber sie wollen in erster Linie ein erfolgreiches Team", glaubt Stewart. "Ich persönlich sehe Kimi nicht als zweiten Fahrer. Es wäre aber sehr schwierig für ihn, in diesem Team erster Fahrer zu sein."

"Massa", fährt er fort, "ist eine gute Nummer zwei, aber er hat Höhen und Tiefen. Sie brauchen jemanden, der zuverlässiger ist - wie zum Beispiel Mark Webber neben Vettel. So jemanden hat Ferrari momentan nicht. Aber wenn Kimi dorthin geht, würde er sich mit so einer Rolle sicher nicht abfinden, sondern er würde sich durchsetzen wollen. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das bei dieser Struktur möglich wäre."

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