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Silverstone: Trulli Schnellster - vier Fahrer melden sich krank

Jordan-Honda-Pilot Jarno Trulli war am ersten von drei Testtagen im britischen Silverstone eindeutig der Schnellste

(Motorsport-Total.com) - Mit einer Bestzeit von 1:23.139 Minuten nach 61 gefahrenen Runden startete Jordan-Honda-Pilot Jarno Trulli mit der Tagesbestzeit in den dreitägigen Silverstone-Test, bei dem sich die Teams auf das kommende Rennen auf dem Nürburgring und das Rennen in Silverstone am 15. Juli vorbereiten. Da Testfahrten vier Wochen vor Austragung eines Rennens auf der gleichen Strecke untersagt sind, werden die Teams bereits am 14. Juni ihre Boxen wieder räumen und davor die letzte Chance nutzen, ihre Autos auf den Großen Preis von England vorzubereiten.

Ricardo Zonta

Ricardo Zonta muss Heinz-Harald Frentzen weiterhin vertreten Zoom

Frentzen hat Tests abgesagt
Testfahrer Ricardo Zonta, der für den immer noch lädierten Heinz-Harald Frentzen einspringt, belegte mit rund 1.2 Sekunden Rückstand nach 77 Runden den vierten Platz. Das Team arbeitete am Morgen besonders mit dem Test des modifizierten HANS-Systems (Head And Neck Support System), das nun komfortabler zu tragen sein soll. Des weiteren arbeitete man am Set Up für das Rennen in Silverstone, das im Juli stattfinden wird. Am Ende des Tages widmeten sich Trulli und Zonta noch einem Reifentestprogramm für Bridgestone, bei dem man nach eigenen Angaben "sehr positive Ergebnisse" erzielen konnte.

"Es war ein sehr guter Testtag, auch wenn die Strecke sehr schmutzig war, weswegen wir am Morgen Änderungen am Set Up vornehmen mussten und verschiedene Einstellungen ausprobierten", so Zonta. "Am Nachmittag lief uns die Zeit davon und wir mussten uns auf Reifentests konzentrieren. Ich hätte gerne mehr am Set Up und der Bremsbalance gearbeitet, aber es war für uns ein produktiver Tag gewesen."

Auch Alexander Wurz muss Test wegen Krankheit absagen
Mit rund einer Sekunde Rückstand auf Trulli kam McLaren-Mercedes-Aushilfstestfahrer Darren Thurner nach 56 Runden auf den zweiten Platz. Auch bei den Silbernen gab es eine Krankmeldung - Stammtestfahrer Alexander Wurz muss wegen einer Lebensmittelvergiftung auf den Einsatz in Silverstone verzichten. Am Mittwoch wird Mika Häkkinen testen.

BMW-Williams-Testfahrer Marc Gené hatte als Dritter 1.1 Sekunden Rückstand und drehte insgesamt 43 Runden. Der Spanier kämpfte am Morgen mit Elektrikproblemen und im Heck des FW23 verrauchte am Nachmittag ein Zehnzylinder, jedoch warf das den ehemaligen Minardi-Piloten nicht zurück, da das Team wie so oft ein Ersatzauto mit an der Strecke hatte, in das der Katalane umsteigen konnte.

Für das Ferrari-Team testete am ersten Tag Testfahrer Luca Badoer. Der Italiener drehte 44 Runden und hatte rund 1.3 Sekunden Rückstand auf die Spitze. Der Italiener fuhr um 10 Uhr morgens zunächst eine Installationsrunde mit Chassis 209 und setzte die Tests dann mit Chassis Nummer 8 fort. Badoer widmete sich dem Komplett-Set-Up des Autos, denn mit dem F2001 war man zuvor noch nie in Silverstone gefahren. Am Mittwoch werden Michael Schumacher und Rubens Barrichello testen.

Irvine ebenfalls nicht einsatztauglich
Nach 73 Runden war Pedro de la Rosa mit rund 1.7 Sekunden Rückstand als Sechster bester Jaguar-Pilot. Testfahrer André Lotterer kam mit 2.2 Sekunden Rückstand auf den zehnten Platz. Der Deutsche belgischer Abstammung ersetzte Eddie Irvine, der wegen Nackenschmerzen nach neun Runden und einer Bestzeit von 1:27.540 Minuten aufgeben musste. Irvine verhalf Lotterer damit zu seinem zweiten Test im R2, war aber natürlich nicht glücklich: "Ich habe schon beim Rennen in Monaco Nackenschmerzen gehabt, welche sich später aber gaben und bislang nicht wieder aufgetreten sind. Vielleicht hat der hektische Zeitplan, dem ich in den letzten Wochen ausgesetzt war, dieses Problem wieder zum Vorschein treten lassen", sprach Irvine auf die Tatsache an, dass seit dem Rennwochenende in Kanada praktisch keinerlei Erholungszeit für die strapazierten Muskelpartien bestand.

"Als ich heute Morgen die Installationsrunde gefahren habe, fühlte sich der durch die hohen g-Kräfte wirkende Schmerz so an, als ob jemand mit einem Messer meinen Nacken durchschneidet. Ich musste einfach aufhören und werde erst in ein paar Tagen wieder im Cockpit sitzen", so Irvine weiter. Entwarnung gab Irvine auch allen Fans, die nun befürchten, dass der Nordire womöglich beim Rennen auf dem Nürburgring fehlen könnte: "Es ist kein ernstes Problem. Am Rennen auf dem Nürburgring nehme ich ganz bestimmt teil."

Benetton schneller als erwartet - Arrows mit technischen Problemen
Nach nur 29 Runden ließ Jenson Button mit 1.4 Sekunden Rückstand als Siebter aufhorchen, selten fand man die Himmelblauen bei Testfahrten bisher so weit vorne. Auf dem Testprogramm stand bei Benetton-Renault am ersten Tag die Verbesserung der Servolenkung. Mit rund 0.7 Sekunden Abstand auf Button rangierte Testfahrer Mark Webber nach 49 Runden auf Rang neun.

1.9 Sekunden fehlten Arrows-Testfahrer Johnny Herbert, der Achter wurde. Der erfahrene Brite fuhr insgesamt 63 Runden. Bei schönstem Wetter standen Reifentests und das Sammeln von Aerodynamik-Daten auf dem Programm. Neben dem Set Up probierte das Team im A22 auch ein paar neue Teile aus, das Team musste den Test anschließend wegen ein paar kleineren Problemen vorzeitig beenden: "Ich glaube, wir können behaupten, einen guten Tag heute gehabt zu haben. Wir konnten ein paar neue Teile im Auto ausprobieren und sie bringen uns ein wenig nach vorne. Leider ging uns am Ende wegen ein paar hartnäckiger Probleme, die uns in der Garage hielten, die Zeit aus. Aber ich denke, dass wir mit dem Gefundenen zufrieden sein können. Hoffentlich kommen Jos und Enrique in den nächsten Tagen gut voran, so dass wir uns wieder so gut qualifizieren können wie in Kanada."

Für das BAR-Honda-Team testete am Dienstag Testfahrer Patrick Lemarie. Mit rund 2.4 Sekunden Rückstand kam der Franzose auf den elften Platz. Stéphane Sarrazin ging seiner Arbeit als Testfahrer des Prost-Acer-Teams nach und wurde mit 3.3 Sekunden Rückstand nach 43 Runden als Zwölfter der 14 anwesenden Piloten geführt.

Heidfeld der vierte kranke Fahrer im Bunde
Das Schlusslicht bildete Nick Heidfeld, der sich ebenfalls krank melden musste. Der Mönchengladbacher drehte lediglich vier Runden, da ihn bei Reifentests zunächst ein Sensorproblem stoppte. Während der Fehler behoben wurde, begann sich Heidfeld plötzlich unwohl zu fühlen - Nachwirkungen der Kollision mit Eddie Irvine in Montreal. Das Team entschied sich daraufhin, den Mönchengladbacher zu weiteren Untersuchungen nach Deutschland zu schicken. Nun wird Kimi Räikkönen die Testfahrten fortsetzen.

Heidfeld über sein ungewöhnliches Problem: "Nach dem Kanda-Grand-Prix am letzten Wochenende, hoffte ich, dass ich mehr als vier Runden würde fahren können, aber so kann es gehen. Die meiste Zeit über fühlte ich mich gut, aber ich hatte leichte Kopfschmerzen. Aus diesem Grund ist es besser, sich gründlich untersuchen zu lassen. Ich bin mir sicher, dass Kimi das Programm morgen wieder ins Soll bringen wird."

Remi Decorzent, Renningenieur über den Testtag: "Wir haben diese Woche ein volles Testprogramm, deshalb ist es schade, dass wir heute so früh aufhören mussten. Aber die Sicherheit der Fahrer ist die höchste Priorität des Teams und wir haben uns entschieden, dass Nick Heidfeld zu einer Rundumuntersuchung nach Deutschland fliegen sollte. Das Problem war, dass der Sensor, der nicht richtig funktionierte, nur schwer zugänglich ist und wir den ganzen Motor und das Getriebe entfernen mussten, bevor wir ihn austauschen konnten. Kimi wird morgen übernehmen und wir werden dann Reifen testen und für Deutschland, Frankreich und Silverstone neue aerodynamische Komponenten ausprobieren. Des weiteren werden wir die Traktionskontrolle und das elektronische Differenzial testen, das sich wie unsere Servolenkung in Kanada als sehr effektiv erwiesen hat."

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