powered by Motorsport.com
  • 11.06.2001 · 16:41

  • von Fabian Hust

Honda unzufrieden: Erstes Rennen ohne Punkte

Der japanische Automobilriese Honda war mit dem Abschneiden beim Großen Preis von Kanada alles andere als zufrieden

(Motorsport-Total.com) - 25 WM-Zähler hat Honda zusammen mit Jordan und BAR bereits einfahren können, doch in Kanada lief es für die Japaner nicht gut, obwohl es lange Zeit nach weiteren Punkten ausgesehen hatte. Sowohl Olivier Panis als auch Jarno Trulli lagen den Großteil des Rennens über in den Punkten, doch Panis musste mit Bremsproblemen aufgeben und BAR-Honda-Teamkollege Jacques Villeneuve rollte mit einem Defekt an der Antriebswelle aus. Jordan-Honda-Pilot Jarno Trulli kämpfte ebenfalls mit Bremsproblemen und musste sein Auto aus diesem Grund abstellen. Einziger Honda-Pilot im Ziel war ausgerechnet Frentzen-Ersatzfahrer Ricardo Zonta, der als undankbarer Siebter ins Ziel kam.

Olivier Panis

Olivier Panis fuhr ein starkes Rennen - bis er aufgeben musste

"Es war toll, mal wieder einen ganzen Grand Prix zu fahren, ganz besonders, da das Rennen so gut war", meinte der Brasilianer nach dem Rennen. "Ich hatte einen guten Start und habe drei Plätze gewonnen und auch den Kampf mit einigen anderen Autos sehr genossen. Ich war hinter einem Sauber und war sehr nahe daran ihn zu überholen, als er unerwartet bremste und ich ihm hinten reinfuhr, was recht gefährlich war. Glücklicherweise konnte ich ohne Schaden am Auto weiterfahren. Etwa bei Rennmitte begann ich Probleme mit den Bremsen zu haben. Nach dem Boxenstopp war es problematisch, spät zu bremsen und ich musste einen großen Teil der Bremsbalance auf die Hinterräder verstellen und versuchen, das Rennen zu beenden. Im allgemeinen war das Auto sehr gut ausbalanciert und schnell. Es ist sehr schade, dass wir heute keine Punkte mit nach Hause nehmen können."

Kazutoshi Nishizawa ? Technischer Direktor, Honda Racing Entwicklungsabteilung war nicht zufrieden: "Das ist das erste Rennen in diesem Jahr, in dem wir keine Punkte geholt haben und wir sind natürlich ziemlich enttäuscht. Die Autos beider Teams waren das ganze Wochenende alles in allem sehr zuverlässig und der Motor lief sehr gut. Es ist sehr schwer, ein solches Ergebnis zu akzeptieren. Die Fahrer haben im Rennen alle hart gearbeitet und ich freue mich für Ricardo, dass er hier ins Ziel kam. Wir müssen das hinter uns lassen und uns auf die nächsten Rennen konzentrieren, angefangen beim Nürburgring."