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Silverstone 2016: Bernie Ecclestone fordert Hilfe der Regierung

Bernie Ecclestone fordert die britische Regierung auf, das Rennen in Silverstone zu retten - Der Grand Prix steht wegen finanziellen Problemen auf der Kippe

(Motorsport-Total.com) - Gibt es 2016 kein Formel-1-Rennen in Großbritannien? Was nach einem eigentlich absurden Szenario klingt, könnte aufgrund von finanziellen Schwierigkeiten tatsächlich Realität werden. Bereits im September kündigte Bernie Ecclestone an, dass der Grand Prix in Silverstone aus dem Kalender fliegen könnte, wenn die Betreiber der Strecke ihre finanziellen Probleme nicht in den Griff bekommen sollten.

Bernie Ecclestone

Kickt Bernie Ecclestone Silverstone im Zweifallsfall wirklich aus dem Kalender? Zoom

"Sie werden im nächsten Jahr für das Rennen in diesem Jahr bezahlen. Das haben wir ihnen erlaubt, denn sonst wäre schon früher Schluss gewesen", erklärte Ecclestone damals bereits gegenüber 'Forbes'. Somit könnte Großbritannien das gleiche Schicksal wie Deutschland blühen. Nachdem weder Hockenheim noch der Nürburgring das Rennen stemmen konnten, gab es in diesem Jahr erstmals seit 1955 kein Formel-1-Rennen in Deutschland.

Der Große Preis von Großbritannien steht sogar seit der ersten Formel-1-Saison 1950 pausenlos im Kalender. Um das Event zu retten, nimmt Ecclestone nun die Regierung in die Pflicht. "Unsere Regierung sollte den Großen Preis von Großbritannien unterstützen. Sie haben die Olympischen Spiele (2012; Anm. d. Red.) und andere Events gefördert, die uns ein Vermögen gekostet haben", erklärt der 84-Jährige gegenüber der 'Mail on Sunday'.

"Unsere Regierung sollte den Grand Prix unterstützen." Bernie Ecclestone

Zwar hat Silverstone noch einen gültigen Vertrag bis 2026, doch Ecclestone hat jüngst verraten, dass es eine Ausstiegsklausel gibt, die es ihm erlaubt, bereits 2016 den Stecker zu ziehen. Neben dem Großen Preis von Italien ist der Große Preis von Großbritannien das einzige Rennen, das seit 1950 in jedem Jahr Teil des Formel-1-Kalenders war. Auch das Rennen in Monza steht bereits seit einiger Zeit auf der Kippe.