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Sebastian Vettel: Rennen wie Imola könnten diese WM entscheiden

Warum laut Sebastian Vettel das Regenrennen in Imola WM-entscheidend sein könnte und wie er seine eigenen Chancen bei Aston Martin beurteilt

(Motorsport-Total.com) - Kann ein einziges Rennen die Formel-1-Weltmeisterschaft entscheiden? Diese Frage wurde vor dem Spanien-Grand-Prix in Barcelona (hier im Formel-1-Liveticker verfolgen!) dem viermaligen Champion Sebastian Vettel gestellt. Und er antwortet mit: ja und nein.

Sebastian Vettel

Formel-1-Fahrer Sebastian Vettel glaubt: Schadensbegrenzung kann entscheiden Zoom

Natürlich sei ein Rennen in einer Saison mit 23 Grands Prix nur ein Rennen unter vielen, sagt Vettel. Aber: "Für gewöhnlich sind es die Zeiten, wenn Dinge scheinbar schieflaufen, und man das verhindert. Das macht einen Unterschied."

Soll heißen: Wer den Schaden bei seinen Niederlagen möglichst gering halten kann, der hat am Ende die Nase vorne. Und Lewis Hamiltons zweiter Platz im Regenrennen in Imola sei ein solches, vielleicht WM-entscheidendes Ergebnis, meint Vettel.

Er erklärt: "Lewis' Rennen in Imola hätte er wohl nicht in den Punkten beenden sollen, er hatte Glück mit der roten Flagge. Dennoch war er fast draußen und ist dann noch auf den zweiten Platz gefahren. An einem Tag, an dem er keine Punkte hätte holen dürfen, hat er viele geholt. Genau diese Tage machen den Unterschied."

Der Bonuspunkt als Zünglein an der Waage?

"Die Rennen, die du gewinnen musst, gewinnst du sowieso. Aber die Rennen, die du mutmaßlich nicht gewinnen sollst, und dennoch nahe dran bist, die machen den Unterschied, wenn du am Ende des Jahres deine Punkte zusammenzählst", sagt Vettel.

Lewis Hamilton

Lewis Hamilton in Imola: Sein Rennen schien eigentlich schon gelaufen zu sein Zoom

Und wenn es wirklich eng werde im Titelkampf, dann könnten selbst kleine Punkte wie der Bonus für die schnellste Rennrunde ins Gewicht fallen. Auch hier gelte es, so Vettel, die Situation zu nutzen.

"Wer im Hintertreffen liegt im Rennen, der hat die Chance, einen neuen Reifensatz aufzuziehen und sich die [schnellste Runde] zu holen. Das ist zwar nicht die Intention des Punkts für die schnellste Runde, aber es ist, was es ist. Vielleicht wird es tatsächlich davon abhängen und den Titel entscheiden."

Vettel noch immer ohne Punkte für Aston Martin

Vettel selbst muss sich darum keine Gedanken machen: Mit Aston Martin ist er nicht in den WM-Kampf involviert, hat in diesem Jahr überhaupt noch nicht gepunktet. Doch in Barcelona bekommt er erstmals Zugriff auf das Aston-Martin-Update, das sein Teamkollege Lance Stroll bereits in Portimao ausprobiert hat - mit gemischten Ergebnissen.

Doch Vettel gibt sich zuversichtlich: "Wir hoffen natürlich, dass das Update ein Schritt nach vorne ist. Wir haben natürlich die Daten schon von letzter Woche. Das hilft, aber ist natürlich schwer einzuschätzen, wo wir dann genau stehen werden. Es ist auch die Frage, was die anderen machen, ob die anderen noch was bringen oder nicht."

Das enge Mittelfeld der Formel 1 2021

Ebenso schwierig abzusehen sei, wie weit Aston Martin im Saisonverlauf noch nach vorne kommen könne. "Das kommt darauf an", meint Vettel. "Man hat ja gesehen: Gerade im Mittelfeld ist es sehr eng, und ein kleiner Schritt kann einen großen Unterschied machen."

"[Alpine] war letztes Wochenende sehr, sehr stark und die ersten zwei Wochenenden eigentlich gar nicht in Reichweite. Ich glaube, das zeigt, dass ein kleiner Schritt im Mittelfeld eine große Wirkung haben kann."


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Er gehe trotzdem "realistisch" in das vierte Formel-1-Rennwochenende des Jahres, betont Vettel und meint: "Es ist, wie es ist. Es ist nicht so, wie wir es vielleicht uns gewünscht hätten, aber letzten Endes ist es kein Wunschkonzert."

"Jetzt ist die Situation so, wie sie ist, und wir versuchen jeden kleinen Schritt noch irgendwo zu verbessern, um im Mittelfeld in der Lage zu sein, mehr Punkte mitzunehmen."

Woran es bei Aston Martin noch hapert

Bisher hat nur Stroll für Aston Martin gepunktet, in Sachir mit Platz zehn und in Imola mit Platz acht. Vettel selbst fehlt noch ein Top-10-Ergebnis im AMR21. Und er scheint nicht zu glauben, dass er in den bisherigen Rennen ein eben solches Resultat verdient gehabt hätte.


Fotos: Sebastian Vettel, F1: Grand Prix von Spanien (Barcelona) 2021


Er habe "keine tollen Rennen" gehabt, sagt Vettel. "Wir hatten nicht den Speed, um viel zu holen. Ich spüre aber, dass wir uns verbessern. Ich denke, dass es für uns laufen wird - hoffentlich früher als später."

Woran es bei Aston Martin derzeit hapere? Es sind die klassischen Formel-1-Baustellen von Teams, die nicht an der Spitze fahren. Vettel erklärt: "Wir brauchen mehr Grip, mehr Abtrieb."

Sein Team sei intensiv mit "all den kleinen Dingen" beschäftigt, "die wir heute und am Wochenende ändern können, um das Auto in das bestmögliche Fenster zu bekommen und in der besten Position zu sein", so meint er. "Wir möchten natürlich, dass das Auto schneller wird."

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