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Vettel am Portimao-Freitag auf P15: "Haut noch nicht so hin, wie ich will"

Sebastian Vettel hadert am Trainingsfreitag in Portugal mit dem Quali-Run und den Wetterbedingungen - Sechs Zehntelsekunden liegt er hinter Teamkollegen Stroll

(Motorsport-Total.com) - Sebastian Vettel hat sich für den dritten Lauf der Formel-1-Saison 2021 "ein eher langweiliges Wochenende" gewünscht. Zumindest der Trainingsfreitag in Portugal verlief für den Aston-Martin-Piloten ohne gröberen Zwischenfall, allerdings auch ohne Highlight. Am Ende reihte er sich im Gesamtklassement auf Platz 15 ein. "Natürlich", so Vettel, sei er damit "nicht zufrieden".

Sebastian Vettel

Sebastian Vettel bleibt am Freitag 1,4 Sekunden hinter der Spitze zurück Zoom

"Ich glaube, wir sind doch noch eine Spur schneller als die eine Runde", analysiert der viermalige Weltmeister seinen Freitag am 'Sky'-Mikrofon. "Auf dem kurzen Run habe ich mich nicht so wohlgefühlt. Es ist im Moment noch ein bisschen schwer, alles zusammenzubringen."

Vor allem die Bedingungen haben Vettel in Portimao nicht in die Karten gespielt: wenig Grip auf dem glatten Asphalt und teilweise stärkere Windböen. "Gerade heute mit dem Wind war es nicht so einfach", gesteht er.

"Das Auto macht nicht das, was ich mir vorstelle"

"Auf dem Longrun ist es ein bisschen besser, wenn ich ein paar mehr Runden habe, aber auf einem [schnellen] Run haben wir uns dann auch schwer getan, die Reifen ins richtige Fenster zu bekommen", schildert Vettel sein Problem.

Insgesamt 63 Runden absolvierte der 33-Jährige auf der Berg- und Talbahn in Portimao. Er stellte im zweiten Freien Training eine persönliche Bestzeit in 1:21.074 Minuten auf, damit lag er eineinhalb Sekunden hinter der Spitze.

"Es haut noch nicht so ganz hin, wie ich will. Das Auto macht noch nicht ganz das, was ich mir dann vorstelle", muss er zugeben. "Wir können noch ein bisschen tüfteln am Set-up. Es gibt da ja ein paar Sachen, und auch am Fahrstil."


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Was stand am Freitag auf seinem Programm? "Wir haben relativ viel probiert, aber sind noch nicht auf das beste Ergebnis gekommen. Aber aus den ganzen Sachen, die wir probiert haben, wird schon was dabei sein für morgen."

Auf Teamkollegen Lance Stroll fehlten dem Heppenheimer am Freitag ebenso sechseinhalb Zehntelsekunden, frustiert sei er deshalb aber nicht. Er erklärt sich den Rückstand wie folgt: "Er fährt ein bisschen eine andere Spezifikation dieses Wochenende, das war von vornherein klar."

Schwäche im Qualifying: Q3-Einzug dennoch möglich?

Noch am Donnerstag gab er zu Protokoll, dass er nicht "kilometerweit" von der optimalen Form entfernt sei. Generell wollte er in den Freien Trainings am Gefühl für den AMR21 arbeiten und an den schnellen Runden, die im Qualifying entscheidend sein werden.

Zwar blickt er trotz dieser Schwäche recht optimistisch auf den Samstag, auch den Einzug ins Q3 schließt Vettel nicht kategorisch aus. Aber aus dem Freitag könne er generell "nicht so viel" Positives mitnehmen.

"Aber das Potenzial [ist da]. Wenn wir es schaffen, wenn ich es schaffe, alles in eine Runde zu packen, dann sieht das ein bisschen anders aus."