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Sauber in Mexiko: Trotz Teamorder Punkt knapp verpasst

Marcus Ericsson holt in Mexiko zwar den elften Platz, ärgert sich aber über Felipe Nasr - Mit Platz elf schrammt er knapp am ersten Punkt des Jahres vorbei

(Motorsport-Total.com) - Das Sauber-Team schrammte am Sonntag in Mexiko nur knapp an den ersten Punkten in dieser Saison vorbei. Nach einer internen Teamorder konnte Marcus Ericsson den elften Platz belegen, Felipe Nasr wurde dank einer Strafe für Carlos Sainz noch 15. auf dem Autodromo Hermanos Rodriguez. Somit reisen die Schweizer ohne einen einzigen Zähler auf dem Teamkonto weiter nach Brasilien. Zumindest der Schwede freute sich trotzdem sehr über seine bisher beste Platzierung in diesem Jahr. Am Teamfunk nach dem Rennen meinte er scherzhaft: "Oh, ich bin so enttäuscht."

Felipe Nasr, Marcus Ericsson © LAT
Felipe Nasr wollte seinen Platz Marcus Ericsson nicht so schnell überlassen

Dank eines Boxenstopps während der Safety-Car-Phase in Runde eins, konnte Ericsson, der auf Soft gestartet war, mit dem Medium bis zum Ende durchfahren und viele Positionen aufholen. Er war sogar gezwungen an die Box zu kommen, da er sich durch eine Kollision mit Pascal Wehrlein und Esteban Gutierrez den Frontflügel beschädigt hatte. "Unglücklicherweise hatte es mit einer Kollision gleich nach dem Start begonnen. Und ehrlich gesagt dachte ich, dass sei bereits das Ende des Rennens, nachdem ich einen Schlag spürte", verrät der 26-Jährige.

"Doch ich konnte zurück an die Box fahren und mir einen neuen Frontflügel holen. Dann zeigten die Daten, dass auch der Unterboden des Autos beschädigt worden ist. Wir machten aber ungeachtet dessen weiter, so konnte ich wieder meinen Rhythmus finden und auf ganz ordentliche Rundenzeiten kommen." Teamkollege Nasr war auf dem Medium gestartet und lag von Runde 17 bis 32 vor dem Schweden, der den frischeren weißen Pneu fuhr. Daher wies man den Brasilianer dazu an, Ericsson vorbeizulassen. Dieser wollte die Anweisung jedoch zuerst nicht ausführen, wodurch sich der Schwede hinter ihm ärgerte: "Dem ist das doch scheiß egal!"

Als Nasr noch einmal aufgefordert wurde, funkte er: "Okay, aber wenn er nicht wegfährt, bekomme ich meine Position zurück!" In Runde 32 folgte schließlich der Platztausch der beiden Sauber. Nasr stoppte in Runde 49 und holte sich den Supersoft für die letzten Runden ab. "Mit dem Start auf Medium-Reifen war ich das einzige Auto im Startfeld mit einer aggressiven Strategie. In der ersten Runde ging das gut und ich konnte einige Positionen gutmachen - auch gegenüber Konkurrenten mit weichen Reifen", schildert Nasr.


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"Die Safety-Car-Phase kam dann für mich etwas unglücklich, weil damit die Autos vor und hinter mir wieder enger zusammenrückten. Das war bezüglich meiner Strategie nicht gerade hilfreich, aber im Rennsport kann so etwas immer passieren", erklärt er.

Er hatte außerdem einen beschädigten Frontflügel - bereits im Training am Freitag erlitt der Brasilianer einen Frontflügeldefekt. Trotz null Punkten und Schwierigkeiten im Rennen ist Sauber-Teamchefin Monisha Kaltenborn positiv gestimmt: "Wir können mit unserer Leistung im Rennen sehr zufrieden sein. Mit dem elften Platz bestätigt sich unser Aufwärtstrend weiter. Mit einer solchen Performance unter schwierigen Bedingungen hätte sich das Team allemal den Punktgewinn verdient."

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