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  • 01.11.2016 · 14:47

  • von Dominik Sharaf

Brotlose Kunst: Ericsson lobt "bestes Rennen der Karriere"

Der Schwede ärgert sich, dringend benötigte WM-Punkte als Elfter verpasst zu haben - Teamchefin Kaltenborn glaubt, aus eigener Kraft in Richtung Top 10 zu kommen

(Motorsport-Total.com) - Da kämpft jemand um ein attraktiveres Formel-1-Cockpit für die Saison 2017: Sauber-Pilot Marcus Ericsson erklärt, am Sonntag in Mexiko eine Ausnahmeleistung auf die Bahn gelegt zu haben. Der Schwede, der das Ziel auf dem elften Rang erreichte, behauptet im Gespräch mit 'Autosport' mit stolzgeschwellter Brust: "Es war bis jetzt das Rennen meiner Karriere. Denn es war einfach der Wahnsinn." Dabei hatte es nach den ersten Kurven so ausgesehen, als sei die Messe schon gelesen.

Marcus Ericsson

Gut in Form: Marcus Ericsson erlebte in Mexiko mehr Licht als Schatten Zoom

Ericsson war in die Kollision um Esteban Gutierrez und Pascal Wehrlein verwickelt, ehe er sich zurück an die Box schleppte, Medium-Reifen aufzog und bis zum Ende durchfuhr - da war sein C35 allerdings an Frontflügel und Unterboden bereits so stark beschädigt, dass es ihm massiv an Abtrieb mangelte. "Irgendwie war das Tempo trotzdem wirklich gut", staunt Ericsson, "und ich habe es hinbekommen, dass die Pneus über das ganze Rennen hinweg schnell blieben."

Dennoch nützt Arbeitgeber Sauber der elfte Platz herzlich wenig. Um das Millionenspiel um den zehnten Rang in der Konstrukteurs-WM gegen Manor zu gewinnen, müssen die Schweizer punkten. "Ich sah auf der Boxentafel 'P11' für mindestens 40 Runden und wartete die ganze Zeit darauf, dass etwas passieren würde", klagt Ericsson, der vergeblich die Daumen drückte. "Es war einfach nicht unser Tag." Mut machte Sauber, dass ihr Pilot es aus eigener Kraft in die Nähe der Top 10 schaffte.

Teamchefin Monisha Kaltenborn lobt die Verbesserungen am Auto und findet: "Wir kommen stets den WM-Punkten näher. Wir müssen einfach so weitermachen und zusehen, dass wir zur Stelle sind, wenn etwas passiert." Bei Konkurrent Manor hingegen scheinen die Leistungen nach einem guten Start etwas zu stagnieren, doch schon in Brasilien und Abu Dhabi könnte sich auf sehr speziellen Kursen das Blatt erneut wenden.