powered by Motorsport.com
  • 17.09.2014 · 16:53

  • von Dennis Hamann

Sainz: Habe immer noch eine Zukunft in der Formel 1

Der in der Renault-World-Series fahrende Carlos Sainz junior glaubt noch immer an seine Chance in der höchsten Motorsportklasse

(Motorsport-Total.com) - Auch wenn er für eine Promotion-Aktion von Red Bull für das kommende Jahr übersehen wurde, glaubt Carlos Sainz junior weiter an seine Chance, mit Red Bull in die Formel 1 aufzusteigen. Der Spanier ist an der Spitze des Nachwuchses bei Red Bull und wartet nur auf einen freien Platz bei Toro Rosso. Doch der Konzern entschloss sich, den frei werdenden Sitz von Jean-Eric Vergne an Max Verstappen zu vergeben, dem Rookie in der Formel 3.

Carlos Sainz Jun.

Carlos Sainz junior hat die Hoffnung auf ein Formel-1-Cockpit noch nicht aufgegeben Zoom

Prompt gab es nach der Bekanntgabe eine Krisensitzung des Sohnes von Rallye-Legende Carlos Sainz mit den Oberen des Getränkeherstellers. Danach schien der 20-Jährige wieder beruhigt und zuversichtlich: "Es war schon positiv, dass wir uns Treffen konnten. Sie wollen mich auch in der Zukunft weiterhin unterstützen. Ich bleibe also weiterhin ein Teil der Red-Bull-Familie" erklärte Sainz gegenüber 'Autosport'. "Das bedeutet auch, dass sie in mir immer noch etwas Besonderes sehen."

Doch welche Rolle Sainz in der Zukunft spielen wird, ist selbst für ihn selbst noch unklar: "Ich weiß nicht, in welcher Position oder Rolle sie mich sehen. Aber ich bin sehr zufrieden, dass sie mich nicht rausgeworfen haben. Das zeigt mir auch, dass ich ihnen etwas geben kann." Red Bull unterstützte auch Antonio Felix da Costa, nachdem er im vergangenen Jahr keinen Platz in der Formel 1 bekam. Motorsportkonsulent Helmut Marko brachte den Portugiesen stattdessen bei BMW in der DTM unter.

Sainz: "Dankbar für alles, was Red Bull für mich getan hat"

Sainz fährt dieses Wochenende in Ungarn nach der zweimonatigen Sommerpause also wieder in der Renault-World-Series. "Natürlich war das kein einfacher Sommer für mich. Wwenn man solche Nachrichten hört, ist das schon hart", erklärt Sainz. "Aber auch wenn die Entscheidung gegen mich fiel, bin ich sehr dankbar für alles, was Red Bull für mich getan hat. Trotzdem bleibt mein Ziel, nächstes Jahr in der Formel 1 zu fahren", gibt sich Sainz kämpferisch.

"Ohne Red Bull wäre ich nicht hier und würde um die Meisterschaft kämpfen." Carlos Sainz junior

"Nicht viele Menschen haben die Möglichkeiten, die sich mir bieten. Ohne Red Bull wäre ich nicht hier und würde um die Meisterschaft kämpfen", zeigt sich der Spanier dankbar. "Ich habe mich bereit für ein Formel-1-Cockpit gefühlt. Ich habe mich nie selbstsicherer und bereiter für die Formel 1 gefühlt. Aber Red Bull fällt alle Entscheidungen in meiner Karriere, das muss ich akzeptieren", erklärt Sainz. Der junge Spanier könnte der erste Red-Bull-Junior werden, der die Renault-World-Series gewinnt.

Entsprechend erklärt Sainz, dass es ein "seltsames" Gefühl wäre, die Serie zu gewinnen, aber nicht in die Formel 1 aufzusteigen. "Ich konzentriere mich lieber auf die Gegenwart und kämpfe um die Meisterschaft. Wenn ich eine andere Tür öffnen will, kann ich das, indem ich die Serie gewinne." Sainz will deswegen alles daran setzen, Meister zu werden. Aktuell führt er vor seinem spanischen Landsmann Roberto Merhi mit 16 Punkten. Doch Merhi bekam bereits seine Chance und testete einen Caterham in der Formel 1 beim Freien Training in Monza.