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  • 26.08.2016 · 07:51

  • von Norman Fischer & Dominik Sharaf

Resistent gegen Randsteine: Pirelli testet neue Reifen in Spa

Beim Freien Training in Spa möchte Pirelli neue Reifen testen, die weniger Probleme mit Randsteinen haben sollen - Vettel freut sich auf nächsten Reifentest

(Motorsport-Total.com) - Pirelli wird bei den Freien Trainings in Belgien am heutigen Freitag einen neuen Prototyp-Reifen testen. Die neue Konstruktion soll nicht mehr so anfällig beim Überfahren der Randsteine sein, was laut Rennmanager Mario Isola allerdings nichts mit den Reifenschäden von Sebastian Vettel in Spa im vergangenen Jahr oder in Spielberg vor wenigen Wochen zu tun habe. "Es ist Teil des Entwicklungsprogramms, das wir in diesem Jahr durchführen", betont er.

Sebastian Vettel

Vettel wurde im vergangenen Jahr Opfer eines Reifenschadens Zoom

Vettel war in beiden Fällen Opfer von Reifenschäden gewesen, wobei auch das Überfahren von Randsteinen eine Rolle gespielt habe. Ab dem Rennen in Sepang könnte die neue Konstruktion im Einsatz sein, vorher sollen die Teams die Reifen aber in Spa und Monza testen, nachdem Pirell bereits Indoor-Tests damit durchgeführt hat. Im Training bekommt jedes Team vier Sätze Reifen, die auf beide Fahrer gleichmäßig aufgeteilt werden sollen - alle Sätze müssen vor dem dritten Training zurückgegeben werden.

"Wir wollten den Prototyp hier und in Monza testen, weil wir im Voraus eine Anfrage abschicken mussten und man in Spa nie weiß, wie das Wetter ist", so Isola. "Es sind zwei verschiedene Strecken, also ist es eine gute Möglichkeit." Gleichzeitig betont man, dass sich die Performance der Reifen nicht ändern soll, ebenso wenig wie Handling oder Fahrbarkeit. "Wir wollen die gleiche Konstruktion behalten, aber mit verbesserter Resistenz gegen Einflüsse von außen."

Wenn die Tests erfolgreich sind, dann könnte das Wissen auch mit in die neuen Pneus für 2017 fließen. Derzeit stehen die breiteren Reifen ebenfalls intensiv unter Beobachtung und wurden von Sebastian Vettel vor vier Wochen erstmals Probe gefahren. "Es war eine interessante Erfahrung. Ich bin ein paar Runden im Trockenen gefahren, bevor wir auf Regenreifen gegangen sind. Es war schon ein Unterschied, aber es gibt noch viel zu tun für Pirelli", berichtet der Ferrari-Pilot.


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Vettel war in Fiorano unterwegs, kann aber noch keine großen Vergleiche anstellen, weil die Bedingungen komplett anders waren, als man gewohnt ist - zumal ja auch die Reifen anders sind. Nico Rosberg erweist sich aus diesem Grund auch nicht gerade als Freund der Tests: "Die Autos werden im kommenden Jahr komplett anders sein. Das ist der Punkt. Natürlich kann Pirelli lernen, wie der Reifen arbeitet, aber ob ich als Fahrer so viel rausnehmen kann, ist die Frage", zuckt der Mercedes-Pilot mit den Schultern.

Doch damit hat Vettel kein Problem: "Ich fahre gerne, also stört es mich nicht. Es ist interessant, Teil des Projekts zu sein", sagt der Heppenheimer und ist bereits gespannt auf seinen nächsten Einsatz Anfang September. "Weil wir in Fiorano nicht so viel gefahren sind, freue ich mich auf Barcelona, wo wir hoffentlich den Unterschied merken werden", so Vettel.

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