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Renault: B-Version des 2016er-Autos denkbar

Renault verfolgt beim Comeback als Werksteam mittelfristige Ziele - Es könnte eine B-Version des R.S.16 kommen, oder Renault konzentriert sich frühzeitig auf 2017

(Motorsport-Total.com) - Das neue Renault-Werksteam erlebte einen durchwachsenen ersten Wintertest. Da im Vorjahr erst spät die Übernahme des Lotus-Rennstalls besiegelt wurde, stand vor allem die Mannschaft in Enstone unter Zeitdruck. Das Auto war ursprünglich für den Mercedes-Antrieb geplant gewesen und musste für den Renault-Motor umgebaut werden. Die Installation im Auto, Hydraulik und Kühlung sind nur einige Parameter, die geändert werden mussten. Deswegen ging es in erster Linie darum, für den ersten Wintertest in Barcelona ein fahrbereites Autos auf die Beine zu stellen.

Kevin Magnussen

Aerodynamisch wartet der Renault R.S.16 nicht mit Innovationen auf Zoom

Auch optisch ist erkennbar, dass die Chassis-Abteilung in Enstone unter Zeitdruck war. Aerodynamisch ist der R.S.16 ein sehr konservatives Auto. Innovative Ansätze wie bei einigen anderen Teams sind nicht zu finden. Insgesamt spulte Renault in Barcelona 353 Runden ab - nur zehn weniger als Ferrari! Die beste Rundenzeit eines Renault befand sich auf dem Niveau des alten Sauber und des Toro Rosso. Aussagekräftig waren die Rundenzeiten nicht.

Da Renault erst am Beginn eines langfristigen Projektes steht, die Mannschaft und die Infrastruktur erst auf den neuesten Stand bringen muss, liegen die Prioritäten momentan in anderen Bereichen. "Wir haben keine kurzfristigen Ziele", wird Teamchef Frederic Vasseur von der 'L'Equipe' zitiert. "Wir sagen nicht, dass wir in diesem Jahr Siebter oder Achter werden wollen. Ich möchte aber auch nicht den einfachen Weg gehen und sagen, dass es ein Übergangsjahr ist, wir die Büros neu anstreichen und uns 2017 wiedersehen. Das wäre psychologisch nicht gut."


Präsentation Renault R16

Vor allem die Mitarbeiter müssen an das langfristige Ziel glauben, denn Renault will wie vor zehn Jahren Weltmeister werden. Wenn die Entwicklung richtig anläuft, könnte es auch sein, dass gegen Saisonmitte ein neues Auto eingesetzt wird. Oder Renault widmet sich schon frühzeitig dem Auto für 2017. "Zunächst werden wir in Melbourne sehen wo wir stehen. Dann haben wir auch eine klare Vorstellung vom 2017er-Reglement", lässt Vasseur offen. "Aber selbst wenn wir uns auf 2017 konzentrieren, dann will ich auch für 2016 vollen Einsatz sehen."

Das Management hat den Vorteil, dass langfristig geplant werden kann. Der Plan ist auf fünf Jahre ausgelegt, in den nächsten drei Jahren soll das Team zur Spitze aufschließen. "Der Vorteil eines mittelfristigen Projektes ist enorm", betont Vasseur. "Denn das ist in der Formel 1 selten. Carlos Ghosn (Konzernchef; Anm.d.Red.) hat uns Ziele für die nächsten drei und fünf Jahre gesetzt. Das ist ein Luxus." Mit 168 Grand-Prix-Siegen ist Renault hinter Ferrari und Ford der dritterfolgreichste Motorenhersteller in der Formel-1-Geschichte.

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