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Red-Bull-Zukunft: Bis 2020 in der Formel 1, aber dann ...?

Noch bis 2020 ist Red Bull vertraglich an die Formel 1 gebunden - Ob es danach weitergeht, hängt allerdings davon ab, wie konkurrenzfähig das Team sein kann

(Motorsport-Total.com) - In der Vergangenheit kokettierte Red Bull bereits häufiger mit einem Ausstieg aus der Formel 1. Besonders heiß waren diese Gerüchte Ende 2015, als es lange Zeit nach einer Trennung von Motorenpartner Renault aussah. Mittlerweile hat sich die Lage zwar etwas beruhigt, doch so ganz vom Tisch ist das Thema Ausstieg noch immer nicht. Erst kürzlich stellte Helmut Marko klar, dass Red Bull die Formel 1 verlassen wird, wenn sich das Motorenreglement zur Saison 2021 nicht ändert.

Christian Horner, Daniel Ricciardo

Wie lange werden wir Christian Horner und Red Bull in der Formel 1 noch jubeln sehen? Zoom

Am Dienstag wird die Motoren-Arbeitsgruppe die Weichen für eben dieses neue Reglement stellen. Dann wird sich entscheiden, mit welchen Aggregaten die Königsklasse ab der Saison 2021 fahren wird. "Das Reglement muss in Zukunft so ausschauen, dass ein unabhängiger Hersteller wie Cosworth oder Illien kommerziell erfolgreich einen Motor bauen kann, den dann der kauft, der will - ob Sauber, wir oder Toro Rosso", forderte Marko jüngst.

Doch was passiert, wenn das Treffen am Dienstag nicht nach den Wünschen der Bullen verläuft? "Wir haben einen Vertrag bis 2020 - so wie vermutlich jedes andere Team hier", stellt Teamchef Christian Horner gegenüber 'Sky Sports F1' klar. Mit anderen Worten: In den kommenden drei Jahren ist Red Bull - und auch Schwesterteam Toro Rosso - sowieso noch an die Königsklasse gebunden.

"Die Position von Red Bull ist, dass wir bleiben und konkurrenzfähig sein wollen", stellt Horner klar und verrät im Hinblick auf Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz: "Er liebt den Wettbewerb, und er möchte, dass das Team so schnell wie möglich konkurrenzfähig ist. Es ist frustrierend, denn der Motor spielt bei diesen Regeln nun einmal eine so große Rolle." Und genau das soll sich 2021 ändern, wenn es nach Red Bull geht.


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Und für Horner gibt es noch weitere Fragen, die es nach der Formel-1-Übernahme durch Liberty Media zu klären gilt: "Welche Philosophie wird man mit dem Motor verfolgen? Welche Philosophie wird die Formel 1 generell verfolgen? Was möchte Liberty mit der Formel 1 machen? Welche Dinge werden sich sonst noch ändern? Es ist momentan eine sehr interessante Zeit in der Geschichte der Formel 1."

An der Motorenfront wird Red Bull jedenfalls vorerst weiterhin mit einem gewissen Rückstand leben müssen - auch wenn der Sieg in Baku etwas darüber hinwegtäuscht. "Wir sind absolut zuversichtlich, dass die Lücke kleiner werden wird", erklärt Horner. Und auf die Frage, wie er Mateschitz erklärt habe, dass man es beim Motor vor 2021 wohl nicht auf Augenhöhe mit Mercedes schaffen wird, hat er eine einfache Antwort: "Ich habe es ihm noch nicht gesagt ..."