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Red Bull & Renault: Weitere Giftpfeile beim Saisonfinale

Keine Versöhnung beim Saisonfinale: Auch beim letzten Rennen stichelt Red Bull noch einmal gegen Partner Renault - Christian Horner macht sich lustig

(Motorsport-Total.com) - Die Beziehung zwischen Red Bull und Renault war in diesem Jahr mehr als angespannt. Immer wieder flogen Giftpfeile zwischen den einstigen Erfolgspartnern hin und her, und besonders die Franzosen mussten teils heftige Kritik einstecken. Red Bull war nicht zufrieden mit der schwachen Antriebseinheit, und das haben sie Renault immer wieder spüren lassen. Doch die Sticheleien gehen auch zum Saisonfinale in Abu Dhabi weiter.

Cyril Abiteboul, Christian Horner

Cyril Abiteboul und Christian Horner tauschen Sticheleien aus Zoom

Red Bulls Teamchef Christian Horner nutzt die letzte Gelegenheit des Jahres noch einmal, um gegen den Motorenpartner zu schießen, auf den man womöglich aber auch im kommenden Jahr noch einmal setzen muss, wenn sich keine Alternative anbietet. Ein Ein-Jahres-Vertrag mit einem Hersteller für 2016 ist unterschrieben, doch noch darf man keine Details bekanntgeben.

Zusammenhängen könnte das auch mit der unklaren Situation bei Renault. Die Zukunft der Franzosen in der Königsklasse hängt noch in der Schwebe. Von einer Übernahme des Lotus-Teams und der Gründung eines eigenen Werksteams bis zum kompletten Ausstieg ist noch einiges drin, doch Horner nimmt die ganze Situation auf die leichte Schulter: "Jeder ist irgendwie mal ausgestiegen in diesem Jahr. Red Bull ist ausgestiegen, Renault steigt jetzt aus, und Mercedes steigt vermutlich nächste Woche aus", lacht er bei 'Sky Sports F1'.


Der neue Renault-Motor für 2015

Damit nimmt er auch sein eigenes Team mit aufs Korn, dessen Zukunft lange Zeit im Unklaren lag, weil sich Oberbulle Dietrich Mateschitz nicht erfreut über die Entwicklung der Formel 1 zeigte und besorgt um die Konkurrenzfähigkeit seines Teams war. Mittlerweile ist die Situation aber geklärt: "Ich kann nur sagen, dass wir einen Vertrag unterschrieben haben. Wir haben eine Motorenvereinbarung für das kommende Jahr", unterstreicht Horner noch einmal. "Leider müssen erst andere Dinge passieren, bevor wir bekanntgeben können, was genau passieren wird."

Steht ein mögliches, erzwungenes Renault-Engagement also auf der Kippe, sollten die Franzosen den Stecker ziehen? "Am Ende des Tages haben wir eine Vereinbarung und wissen, was wir unterschrieben haben. Es wird Konsequenzen haben, wenn eine Vereinbarung nicht eingehalten wird", sagt der Brite mahnend.

Daniel Ricciardo

Bei Daniel Ricciardo wurde der alte Motor verbaut - weil er besser sein soll Zoom

Doch auch an diesem Wochenende gab es schon wieder Streit zwischen den beiden Parteien - wie eigentlich das gesamte Jahr über. Ein angeblich verbesserter Motor von Renault, den Daniel Ricciardo in Brasilien gefahren war, sah man bei Red Bull eher als Rückschritt an und baute kurzerhand den alten Motor wieder ins Auto. Bei Renault beharrt man jedoch darauf, dass der neue Motor besser sei, wie Renault-Sport-Geschäftsführer Cyril Abiteboul nachhaltig betonte.

Bei Christian Horner sorgen die Aussagen jedoch für Verwunderung: "Es sieht so aus, als sei Cyril da ein wenig gereizt gewesen", lacht er, als man ihm in Abu Dhabi die Aufzeichnung eines Interviews vorspielt. Der Brite hat seine eigene Meinung über die Qualitäten des neuen Motors: "War es eine Verbesserung? Hört auf Cyril. Was er sagt, stimmt absolut - und deswegen ist der Motor an diesem Wochenende nicht im Auto."

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