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Ralf Schumacher: "Weiter hart arbeiten"

Der Aufwärtstrend des BMW-Williams-Teams ist unverkennbar - Ralf Schumacher weiß, dass man sich aber weiter bemühen muss

(Motorsport-Total.com) - Den Sieg Ralf Schumachers in Kanada hat nur sein Bruder Michael verhindert. "Glück gehabt, Bruderherz", erklärte Ralf Schumacher auf seiner Internetseite an die Adresse des Ferrari-Piloten. "Am Ende hätte ich wohl Minimum eine Sekunde schneller gekonnt, aber es gab' einfach kein Vorbeikommen an Michael. Bei meiner Out-Lap nach dem ersten Boxenstop hab' ich alles gegeben, aber es hat leider nicht gereicht. Das war schon die Entscheidung."

Ralf Schumacher

Ralf Schumacher ist sichtlich erleichtert, dass es im Team wieder aufwärts geht

Einen Vorfall der etwas anderen Art erlebte Ralf Schumacher im Rennen: Abfallende Außenspiegel. "Diese Situation war verdammt unangenehm, wenn nicht sogar gefährlich", erklärte er. "Der Spiegel - sowohl bei mir als auch bei Juan Pablo war's der, der von der FIA mit einer Kamera versehen worden war, vielleicht lag darin der Grund für das Gebrechen - hat nicht nur gegen das Auto, sondern manchmal auch gegen meinen Helm und ins Cockpit geschlagen."

Das BMW-Williams-Team, welches zu Beginn der Saison für die gezeigten Leistungen kritisiert wurde, hat sich in den letzten Rennen unglaublich gesteigert. Schon nach den ersten Rennen "war mir bei den Tests ein ungeheurer Elan aufgefallen, die Dinge zum Besseren zu ändern. Also hab' ich, der am Anfang wohl am meisten genörgelt hatte, umgeschwenkt, und auf Optimismus gemacht, weil ich gemerkt habe, dass in dem Auto und im Team ungeheures Potential steckt."

"Wir dürfen uns auf keinen Fall auf den Erfolgen der letzten beiden Rennen ausruhen", feuert er sein Team weiter an. "Jetzt kommt der Nürburgring, wieder ein völlig anderes Streckenprofil. Und bevor wir über Pole Positions und Renn-Siege spekulieren, sollten wir zusehen, dass wir das Auto auch dort ordentlich auf die Straße bringen."