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  • 04.03.2003 · 16:01

Nur Webber kann mit Schumacher Schritt halten

Zumindest in der Gunst der Fans ist Lokalmatador Mark Webber der Einzige, der mit Michael Schumacher mithalten kann

(Motorsport-Total.com/sid) - Mark Webber ist der Einzige, der mit Weltmeister Michael Schumacher beim Formel-1-Auftakt in Melbourne Schritt halten kann ? zumindest in der Gunst der australischen Fans. Der 26 Jahre alte Jaguar-Pilot ist Australier und eben jener nationale Held, der vor Jahresfrist bei seinem Debüt in der Königsklasse im zweitklassigen Minardi sensationell Fünfter wurde.

Mark Webber

Mark Webber mit dem Formel-1-Oscar 'Bernie' als bester Newcomer

Für Webber ist Melbourne 2002 Vergangenheit: "Das beschäftigt mich nicht. Es ist eine neue Saison und eine komplett neue Umgebung", sagt er vor seinem Heimspiel am Sonntag (4.00 Uhr MEZ/live bei 'Premiere' und 'RTL'). Nach nur 16 Grand-Prix-Starts beim Hinterbänkler-Team Minardi ist Webber zur Nummer eins bei Jaguar aufgestiegen und soll die Raubkatzen nach drei mageren Jahren endlich zum Erfolg führen. "Wenn wir ins Ziel kommen, holen wir auch Punkte, keine Frage", sagt Webber, der den neuen Anspruch schon verinnerlicht hat.

Bei seinem Heim-Grand-Prix schauen aber nicht nur sein neuer Jaguar-Chef John Hogan ? verpflichtet hatte Webber noch Hogans Vorgänger Niki Lauda ? und die Bosse der Konzern-Mutter Ford auf den mit 1,84 Meter für einen Formel-1-Piloten ungewöhnlich großen Sunnyboy. Ganz Australien drückt Webber die Daumen. Selbst im italienischen Viertel von Melbourne findet man in den Restaurants und Bars zwischen allen Ferrari-Fähnchen auch mal ein Jaguar-Poster. Die Zeitung 'Herald Sun' veranstaltet vor dem Grand Prix ein großes Gewinnspiel, der Preis ist ein handsignierter Webber-Helm.

Dabei musste der "Aussie" auf dem Weg zu seinem großen Ziel, einmal wie seine Vorbilder Alain Prost und Michael Schumacher Formel-1-Weltmeister zu werden, einige Umwege machen. Nach erfolgreichen Zeiten im Kart und in unteren Formel-Klassen konzentrierte sich Webber zunächst auf Sportwagen-Rennen. 1998 war er Werksfahrer bei Mercedes in der GT-WM und verpasste mit Partner Bernd Schneider nach fünf Saisonsiegen den WM-Titel nur knapp.

Le Mans 1999 machte Mark Webber so richtig berühmt, allerdings nur durch seine "Flugshow": Gleich zweimal, im Training und im Warm-up, hob sein Auto wie ein Jet ab und überschlug sich mehrmals. Webber blieb unverletzt, stieg wieder auf Formel-Autos um und in die Formel 3000 ein. Nach den Plätzen drei (2000) und zwei (2001) sowie einer Saison als Benetton-Testfahrer (ebenfalls 2001) bekam er 2002 ein Formel-1-Cockpit. Sein Landsmann Paul Stoddart holte ihn zu Minardi, wo er so gute Leistungen zeigte, dass er zum Rookie des Jahres gewählt wurde und den Formel-1-Oscar 'Bernie' als bester Neueinsteiger bekam.

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