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Michael Schumacher gegen 'HANS'-Pflicht

Warum Michael Schumacher gegen eine 'HANS'-Pflicht ist und weshalb er das Verbot der elektronischen Fahrhilfen bedauert

(Motorsport-Total.com) - Drei Tage vor dem ersten Training in Melbourne hat sich nun auch Michael Schumacher gegen die Vorschrift, dass die Nackenstütze 'HANS' 2003 von allen Fahrern verpflichtend eingesetzt werden muss, ausgesprochen, obwohl er zunächst als großer Verfechter des Systems galt.

Michael Schumacher

Schumacher ist für 'HANS', aber - noch - gegen einen verpflichtenden Einsatz

Der amtierende Weltmeister betonte auf seiner Homepage zwar noch einmal, dass er selbst unbedingt mit 'HANS' fahren will, hält aber nichts davon, es allen quasi auf die Nase zu binden. Er sehe nicht ein, "warum man das System zur Pflicht machen soll, wenn manche Fragen noch nicht für alle Fahrer komplett gelöst sind." Obwohl Schumachers Wort als Direktor der Fahrergewerkschaft Gewicht hat, wird FIA-Präsident Mosley wohl dennoch auf seiner Linie bestehen.

Zumindest für ihn selbst, betonte Schumacher, sei 'HANS' aber ohnehin kein Problem: "Grundsätzlich finde ich es auf jeden Fall gut, weil es die Sicherheit nachweisbar erhöht. Und alles, was die Sicherheit verbessert, ist zunächst mal zu begrüßen. Ich persönlich habe auch mittlerweile ein Modell von 'HANS' gefunden, mit dem ich keinerlei Schwierigkeiten beim Fahren habe - ein Standardmodell. Denn natürlich muss man sich erst mal daran gewöhnen, man muss erst mal die Frage des Tragekomforts lösen."

In Zusammenhang mit den restlichen Reglementsänderungen sei es aber "übertrieben", den Sicherheitsgedanken ins Spiel zu bringen, wie das etwa Ron Dennis und Frank Williams in ihrem Brief an die FIA gemacht haben. Schumacher gab zwar zu, bei unterschiedlich starkem Regen nur noch einen Schlechtwetterreifen und keine Traktionskontrolle mehr zu haben, sei problematisch, "aber wir sind alle Rennfahrer, also gehe ich mal davon aus, dass wir solche Bedingungen beherrschen."

Dem Argument, die elektronische Abrüstung würde den Fahrspaß erhöhen, kann er hingegen nichts abgewinnen: "Wenn ich es mir aussuchen könnte, würde ich lieber mit all der Elektronik fahren, weil diese Tüftelei mit den Ingenieuren, das Herausschälen der besten Einstellungen aus all den Daten für mich - neben dem reinen Fahren, das natürlich auch toll ist - einen zusätzlichen Reiz darstellte. Das war für mich eine weitere Dimension meines Jobs."

"Ich fand es auch toll, das Auto exakt am Limit zu bewegen und eben nicht Kompromisse eingehen zu müssen. Viele argumentieren ja so, dass die Elektronik dem Rennfahrer zu viel abgenommen hat. Aber meiner Meinung nach war es erstens schwierig, das richtige Set-Up aus all den Daten heraus zu schälen - dazu braucht es ein wirklich gutes Zusammenspiel aus Fahrer und Ingenieuren und volles Verständnis von all den Systemen -, und zweitens ebenfalls herausfordernd, das Auto während der gesamten Renndistanz am Limit zu bewegen", ergänzte er.

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