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  • 24.06.2001 · 12:20

Nürburgring 2001: 324.000 Zuschauer - 30 Millionen Gewinn

Die Veranstalter sowie die Polizei sind mit dem Verlauf der Großveranstaltung in diesem Jahr zufrieden

(Motorsport-Total.com/sid) - Schumi-Fieber in der Eifel: Das Bruder-Duell zwischen Michael und Ralf Schumacher hat den Nürburgring erneut zur Goldgrube gemacht. 325.000 Fans an den drei Tagen des Großen Preises von Europa sorgten für eine Bestmarke seit der Eröffnung des neuen Rings 1984. Der Rennnsontag war mit 142.000 Zuschauern schon seit Monaten ausverkauft.

Nürburgring

In diesem Jahr zog das Bruder-Duell die Fans magisch in die Eifel

Der Formel-1-Karneval, der rund um die Nürburg ohne größere Zwischenfälle verlief, bescherte der gesamten Eifelregion Einnahmen von rund 250 Millionen Mark. "Davon bleiben 30 Millionen als Gewinn übrig", sagte Dr. Walter Kafitz, Geschäftsführer des Nürburgrings, der für das Rennen "locker 200.000 Karten" hätte verkaufen können.

Und der Boom kennt scheinbar keine Grenzen: Die Schumi-Show 2001 war noch nicht vorbei, da liefen die Vorbereitungen für das nächste Jahr schon auf Hochtouren. Erstmals in der Geschichte des Rings hatte schon vor dem Rennen der Vorverkauf für die nächste Saison begonen. "Wir wollen allen Fans, die diesmal leer ausgegangen sind, die Chance geben, sich Tickets zu sichern", sagte Kafitz, der nächstes Jahr noch rund 8.000 bis 10.000 Plätze mehr anbieten kann. Bis zum Großen Preis von Europa 2002 wird mit der neuen Mercedes-Arena die Kapazität der Traditionsrennstrecke noch einmal erhöht.

Für Kafitz ist ein Ende des Formel-1-Fiebers nicht in Sicht: "Nach den Erfolgen von Ralf Schumacher und BMW wird die Nachfrage weiter steigen. Ein deutscher Fahrer, der mit einem deutschen Motor gewinnt - das ist ein Traum." Der Nürburgring-Geschäftsführer war rundrum zufrieden: "Das war das ruhigste Formel-1-Rennen, das wir je hatten." Auch 30.000 Autos und 500 Busse, die sich einen Weg durch die Eifel bahnten, sorgten für kein Verkehrschaos. "Am Sonntagmorgen hatte sich der Verkehr zwar etwas verdichtet, aber nach Öffnung der Nordschleife als Parkplatz entspannte sich die Lage wieder", sagte Peter Bison, Pressesprecher der Polizei.

Bis zum Sonntagvormittag hatten die Ordnungshüter, die mit rund 250 Beamten und zwei Hubschraubern im Einsatz waren, lediglich einen schwereren Unfall aufnehmen müssen. "Ein Motorradfahrer wurde schwer verletzt und ins Krankenhaus nach Adenau eingeliefert", sagte Peter Bison. Darüber hinaus gab es ein paar leichtere Verkehrsunfälle. "Meist Parkplatzrempeleien, bei denen die Verursacher weggefahren sind", sagte der Polizeisprecher. Probleme mit randalierenden Fans gab es am Wochenende nicht.