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Nachholbedarf bei Honda

Probleme bei BAR und Jordan am Wochenende zeigen, dass die Japaner beim eigenen Zehnzylinder Nachholbedarf haben

(Motorsport-Total.com) - Für die Fahrer der Teams British American Racing und Jordan Grand Prix verlief der Große Preis von Frankreich nicht so wie erhofft, wenngleich sich ein Honda-Team am Ende immerhin über 2 WM-Punkte freuen durfte - Jordan nämlich.

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Im Heck des Jordan und BAR arbeitet ein V10-Motor aus dem Hause Honda Zoom

Möglich wurde dies durch Jarno Trullis fünften Platz, vor allem aber durch die bessere Startposition des Italieners. Allgemein scheint der Jordan EJ11 von Heinz-Harald Frentzen und Jarno Trulli in der Qualifikation einen Tick schneller zu sein als der BAR 003 von Jacques Villeneuve und Olivier Panis, deren Team in der Konstrukteurswertung mit 12 Punkten jetzt drei Zähler Rückstand auf Jordan hat.

Dass man bei Honda aber Nachholbedarf hat, bestätigte Jarno Trulli nach dem Rennen. "Mein Start war gut, konnten Montoya als auch Barrichello an mir vorbeiziehen. Ich war dagegen total machtlos", hatte der 26-Jährige nach dem Rennen erklärt. Trotz einer seinen Worten nach "perfekten Rennabstimmung", hatte der Jordan-Pilot kein Chance am BMW-Williams und Ferrari dran zu bleiben.

Ein eindeutiger Beweis für Hondas Unterlegenheit in Sachen Leistungsfähigkeit. Den Japanern scheint ohnehin schon früh in dieser Saison klar geworden zu sein, dass man mit dem Honda RA001E-Motor daneben gegriffen hat, denn hohe Drehzahlen alleine, Honda spricht von weit über 17.000 U/min, bedeuten noch gar nichts. BAR und Jordan dürfen dieses Jahr aber wohl keine großen Leistungssprünge ihres Zehnzylinders erwarten, denn die Japaner arbeiten schon am Aggregat für die kommende Saison, in der man der Konkurrenz wieder mindestens ebenbürtig sein möchte.

Nach dem Rennen in Magny-Cours, bei dem Honda mit Jacques Villeneuve einen Ausfall der eigenen Fahrer zu verzeichnen hatte, sich gleichwohl aber über die ins Ziel gekommenen Trulli, Frentzen und Panis freute, erklärte Kazutoshi Nishizawa, Technischer Direktor von Honda Racing Development: "Wir kennen den genauen Grund für Jacques Problem bislang noch nicht, jedoch sind wir erfreut drei unserer Autos innerhalb der Top 10 zu sehen. Jarno ist ein tolles Rennen gefahren und hat uns weitere Punkte beschert. Wir müssen aber zweifelsohne unsere Bemühungen fortsetzen, sodass unsere Partner-Teams in der restlichen Saison konkurrenzfähig bleiben."

Gelegenheit die Leistungsfähigkeit zu optimieren haben die beiden Teams diese Woche bei den Testfahrten, welche ein wesentlicher Bestandteil der Entwicklungsarbeit sind und zudem den Teams als Vorbereitung auf die bevorstehenden Rennen dienen.