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Minardi: Veto gegen Marussia "absurd und unsportlich"

Gian Carlo Minardi kann die Entscheidung, Marussia die Teilnahme mit Vorjahresautos nicht zu erlauben, nicht nachvollziehen und hält sie für kurzsichtig

(Motorsport-Total.com) - Wie man als kleines Team in der Formel 1 überlebt, hat Minardi 20 Jahre lang bewiesen. Der Rennstall hat sich zwischen 1985 und 2005 dem Überlebenskampf der Königsklasse gestellt und gewonnen. Denn das Team existiert im Prinzip auch noch heute, gehört allerdings mittlerweile Red Bull und heißt Toro Rosso.

Tarso Marques

Minardi kämpfte in der Formel 1 jahrein, jahraus um das Überleben Zoom

Anders gestaltet sich die Situation bei Marussia und Caterham, die nach nur fünf Saisons zusperren mussten. Doch während das Aus von Caterham endgültig feststeht, versuchte Marussia zuletzt noch einmal den Schritt in Richtung Rettung. Mit einem neuen Investor und den Boliden von 2014 wollte man in Melbourne an den Start gehen, doch die Strategiegruppe schmetterte das Vorhaben ab, weil einige Teams wie Force India nicht zustimmten.

Ex-Teamchef Gian Carlo Minardi, der natürlich die Sichtweise der Hinterbänkler aus eigener Erfahrung kennt, kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen: "Das ist ein absurdes und unsportliches Verhalten", wettert er auf 'minardi.it' gegen das Veto einiger Teams. Das Geld, das Marussia nach dem neunten Gesamtrang durch die zwei Punkte von Jules Bianchi zugestanden hätte, wird nun aufgeteilt und hilft vor allem finanzschwachen Teams, doch Minardi findet, dass die Rennställe dabei nicht weit genug gedacht haben.


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"Sie haben vielleicht nicht bis zehn gezählt. Wenn man die beiden Aschenputtel Marussia und Caterham los wird, dann verkleinert sich das Feld", erzählt der Italiener. Und das bedeutet, dass nun ein anderes Team mit größerem Budget und größeren Ambitionen die letzte Startreihe ausfüllen muss. "Das hat natürlich Auswirkungen für das Image und führt auch zu wirtschaftlichen Konsequenzen." Und dass ein großer Hersteller sich nicht mit der letzten Reihe anfreunden kann und möglicherweise schnell die Konsequenzen zieht, hat Minardi bereits vor 20 Jahren erkannt und angesprochen. "Ich hoffe, dass es nicht die letzte Entscheidung ist. Der Sport braucht auch diejenigen, die gerade so mit Mühe teilnehmen."

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